Bye Langkawi - See you soon Germany!

08Okt2019

An dem heutigen Mittwoch startete der Tag schon mit Regen. Wir frühstückten gemütlich und da der Regen uns einen Strich durch alle gemachten Pläne zog, landeten wir nach dem Frühstück wieder im Bett. Wir entspannten alle eine Runde im Zimmer und stellten den letzten Blogeintrag fertig. Als es gegen 14 Uhr etwas aufklärte, beschlossen wir uns die Poolanlage des Hotels anzuschauen. Hier schwammen wir eine Runde und genossen die warme Sonne. Wir versuchten noch einmal die ganze Hitze aufzusaugen, bevor es in den deutschen Herbst geht. Nachdem wir uns ordentlich entspannt haben, beschlossen wir uns ein Grab-Taxi zu holen und zum Abendessen in die Stadt zu fahren. Bei TripAdvisor hatte Jojo ein syrisches Restaurant ausgesucht. Es sah von außen wirklich unscheinbar aus und war auch nicht besonders gemütlich eingerichtet. Doch das Essen war der Hammer.

Der Besitzer des Restaurants, welcher als Flüchtling hergekommen war, erzählte uns, dass seine Frau alle Gerichte selbst kocht. Wirklich ein Schmaus. Vollgefuttert liefen wir anschließend über einen kleinen Nightmarket. Auf der Insel ist der Nightmarket jeden Tag an einer anderen Location. Nach dem kleinen Bummel begann mal wieder die Suche nach einem WLAN-Netzwerk um ein Grab-Taxi zu rufen. Nach einigem Hin-und Herlaufen fanden wir letztendlich ein kleines Café, welches uns ihr WLAN zur Verfügung stellte. Und zack, 20 Minuten später waren wir wieder zurück im Hotel.


Am nächsten Tag hatten wir eine wirklich tolle Attraktion geplant. Mit der Langkawi Cable Car (Gondelbahn) wollten wir auf einen Berg fahren von dem man wirklich eine tolle Aussicht über die ganze Insel hat. Aber wer hätte es gedacht: Es regnet!
Also hieß es für uns nach dem Frühstück erst einmal neue Pläne schmieden. Wir hockten etwas hilflos in der Hotellobby rum und spielten ein paar Runden Jenga. Schließlich beschlossen wir zum "Upsidow" zu fahren. Ein Haus bzw. Museum in welchem alle Räume kopfüber gestaltet sind. Nach einer kurzen Fahrt mit dem Grab-Taxi stellten wir vor Ort fest, dass wir leider kein Bargeld mehr hatten um die Tickets zu kaufen. Ja, wir sind die letzten Tage etwas unorganisiert :D
Da der nächste Geldautomat aber auch zu weit entfernt war um dort kurz vorbeizulaufen entschieden wir uns wieder zum Hotel zu fahren. Mittlerweile war es schon wieder Mittag und wir hatten alle ein wenig Hunger. Heute gab es Pizza von Pizza Hut. Dieser war leider direkt im Hotelgebäude, weswegen man dem Laden schlecht ausweichen konnte :D
Nach der kleinen Pizzapause ging es für uns Richtung Cenang Beach. Ein bisschen was wollten wir dann doch noch sehen. Mit einer kalten Dose Bier setzten wir uns in den Sand und schauten der Sonne zu, wie sie langsam im Meer versank. EIne wirklich schöne Stimmung.

Als es so langsam dunkel wurde entschieden wir uns noch eine Kleinigkeit zu essen und ein paar Cocktails zu trinken. In einem Restaurant auf der Promenade gab es Tintenfisch und gebratenen Reis für uns. Und kein Trinkgeld für den wirklich unhöflichen Kellner, den wir kurzerhand "das kleine Arschloch" tauften. Zurück im Hotel saßen wir noch ein wenig zusammen im Zimmer und ließen den Abend mit einem Bierchen ausklingen.

Heute sollte es für uns hoch hinaus gehen. Nach dem Frühstück machten wir uns fertig und bestellten uns ein Grab zur Langkawi Cable Car. Nach ca 25 Minuten Fahrt kamen wir am Eingang der Cable Car - eine Gondel, welche einen bis auf die Spitze eines bewaldeten Berges fährt - an. Wir kauften uns ein Ticket (85MYR pro Person) und stellten uns in die Schlange für die Auffahrt. Nur 10 Minuten später saßen wir mit einer holländischen Familie mit zwei kleinen Kindern in einer Gondel und machten uns auf den Weg zum ersten Aussichtspunkt. Während der kleine Junge (ca. 4 Jahre) immer und immer wieder eine beeindrucktes "Woooow" von sich gab, staunten auch wir nicht schlecht. Die Aussicht war wirklich wunderschön. Nach ca 10 Minuten Fahrt über grüne Hügel und kleine versteckte Wasserfälle erreichten wir den ersten Stopp. Auf ca. 450m Höhe boten sich uns zwei Aussichtsplattformen, von denen man einen atemberaubenden Blick auf die umliegenden Inseln, den Hafen, die Strände und die Wälder hatte. Dazu hatten wir wirklich Glück mit dem Wetter. Der Himmel erstrahlte in sattem Blau und die Sonne knallte. Einige Minuten und etliche Fotos später, saßen wir wieder in der Gondel. 450m reichten uns noch nicht. Wir wollten weiter - hoch hinaus.
5 Minuten später fanden wir uns auf der höchsten Aussichtsplattform wieder. Von hier war die Aussicht noch weiter, noch atemberaubender, noch schöner. Doch das sollte noch nicht alles sein. Ein kurzer Wanderweg führte durch den Wald, vorbei an einer Gruppe von hungrigen Affen, zur Skybridge. Eine geschwungene Fußgängerbrücke auf ca. 700m Höhe. Von hier konnte man super die andere Seite der Insel bestaunen. Wir ließen uns viel Zeit um über die Brücke zu gehen und genossen die Aussicht in vollen Zügen.


Da wir vorher gelesen hatten, dass man von einem der Souvenir-Shops hier oben Postkarten mit dem entsprechenden Stempel versenden konnte, kauften wir noch ein paar Karten, schrieben Sie und warfen Sie direkt in den Briefkasten.
Man kann zwar kaum genug von dieser Aussicht bekommen, doch nach ca 3 Stunden entschieden wir uns in die nächste Gondel zurück nach unten zu steigen. Diesmal fuhren wir direkt durch. Nach ca. 15 Minuten Fahrt kamen wir im Oriental Village an.
Das Oriental Village war aufgebaut wie ein kleiner Freizeitpark. Da in unserem Ticket noch einige andere Aktivitäten inkludiert waren, schauten wir uns noch ein 3D-Museum an, erlebten eine rasante Safari-Fahrt durch einen Dinosaurier-Park im 4D-Format und nahmen an einer Achterbahnfahrt durchs Weltall in einer Art Planetarium teil. Alle drei Sachen rissen uns jetzt nicht vom Hocker, aber da sie eh in unserem Ticket inkludiert waren nahmen wir alles mit.
Auf dem Weg zurück zum Ausgang kamen wir an einem Smoothie-Stand vorbei. Die frischen Früchte lachten uns so an, sodass wir uns jeder noch einen frischen Smoothie bestellten. Erfrischt fuhren wir schließlich mit einem Grab zurück zum Hotel.
Hier ruhten wir uns erstmal eine Weile aus. Die Sonne und die ganzen Eindrücke machen doch immer wieder müde. Gegen Abend fuhren wir dann zu einem der vielen Nachtmärkte der Insel. Wir schlenderten auf und ab, Julian ergatterte noch zwei Trikots, wir probierten gefüllte Teigtaschen und einen Chicken Kebab.
Da wir relativ früh wieder zurück im Hotel waren, entschieden wir uns noch dazu einen Cocktail an der Hotelbar zu trinken. Der Barkeeper mixte die Cocktails und richtete Sie mit ganz viel Liebe an. Gegen 23 Uhr verzogen wir uns schließlich auf unsere Zimmer und schliefen auch bald ein.

An dem heutigen Samstag war absolute Wochenendstimmung. Wir hatten tatsächlich alle 3 so lange geschlafen, dass wir doch glatt das Frühstück verpasst haben. Da wir aber für heute relativ viel Programm hatten, ließen wir das Frühstück erst einmal links liegen und sprangen auf die vom Hotel gemieteten Roller. Unser erster Stopp sollte uns dann jedoch zu einer ersten Mahlzeit des Tages führen. Bei TripAdvisor hatte Jojo mal wieder ein wunderbares Restaurant ausgesucht. Bald saßen wir also in einer riesigen offenen Holzhütte auf großen Kissen auf dem Boden und spielten mit einer winzig kleinen Babykatze, welche es sich auf unserem Tisch gemütlich machte.

Kurze Zeit später kam unsr Frühstück, bzw mittlerweile Mittagessen und wir waren hin und weg. Für mich und Jojo gab es typisch malaysisches Essen, Beef Rendang und ein Currygericht. Julian futterte einen Chicken-Wrap. Nach dem wirklich sehr sehr sehr leckerem Essen und der schönen Atmosphäre ging unsere Rollertour dann richtig los.
Der erste Stopp war der Tanjung Ruh Beach. Hier fuhren wir ca 20 Minuten hin. Zumindest in der Theorie. In der Praxis wurde uns natürlich mal wieder ein Strich durch die Rechnung gemacht. Unser Freund der Regen prasselte von jetzt auf gleich nur so auf uns ein. Da wir innerhalb von einer Minute komplett durchnässt waren und die Tropfen in dem Fahrtwind wirklich wehtaten, hielten wir schnell an einer kleinen Imbissbude an und retteten uns unters Dach.
Hier verbrachten wir ca 40 Minuten, warteten, warteten, beobachten ein kleines Mädchen welches absolut faszinierd im Regen spielte, warteten, warteten und warteten.

So langsam wurde der Regen etwas weniger, also beschlossen wir weiter zu fahren. Einige Minuten später kamen wir dann auch am Strand an wo es anscheinend kein einziges Tröpfchen geregnet hat. Auch wenn es trocken war war der Himmel bewölkt. Leider war das Schwimmen an diesem Strand momentan verboten, weswegen wir es uns im Sand gemütlich machten. Tatsächlich waren wir alle immer noch so müde, dass wir prompt einschliefen. Pünktlich um 16 Uhr wachten wir auf und fuhren direkt weiter.

Der nächste Stopp war der Black Sand Beach. Ein schmaler Strand mit ein paar schwarzen Sandflecken. Mehr auch nicht. Wir fanden diesen Strand nicht besonders beeindruckend weswegen wir hier nur einen kleinen Stopp machten und direkt weiter fuhren.

Auch unser nächstes Ziel war ein Strand. Der Pasir Tengorak Strand lag etwas versteckt in einem kleinen Park mit vielen Grillstätten und Sitzgelegenheiten. Als wir an den Strand kamen, stellten wir fest, dass hier bis auf eine Gruppe französischer Touristen nur EInheimische Leute unterwegs waren. Wir fühlten uns mit unseren Bikinis und der "vielen nackten Haut" teilweise etwas unwohl, da die Einheimischen alle mit ihren kompletten Anziehsachen, bzw. Schwimmanzügen ins Wasser gingen. WIr entspannten uns jedoch trotzdem ein wenig auf unseren Handtüchern und kletterten auf Bäume. Erst als uns tausende von Stechmücken attackierten entschieden wir zu unserem nächsten Stopp abzuhauen. Unsere Schwimmsachen ließen wir an, denn nicht weit von hier gab es einen Wasserfall. Wir parkten und liefen ca 10 Minuten ein paar Steintreppen auf und ab, bis wir plötzlich vor einer kleinen Lagune und einem riiiiiiieeeesigen Wasserfall standen. WIr konnten es kaum erwarten, in der Lagune zu schwimmen und tasteten uns langsam in das wirklich kalte Wasser hinein. Wow, das war wirklcih beeindruckend. Hier schwammen wir ein wenig, machten Fotos und genossen die Aussicht auf den tollen Wasserfall.

Erst als wir andere Leute sichteten, zogen wir uns schnell trockene Klamotten an und liefen zurück zu unseren Rollern. Da wir nun wirklich durchgefroren waren, wollten wir nun so schnell wie möglich zurück ins Hotel. Dort angekommen wickelten wir uns schnell in etwas warmes ein. Da Julian heute unbedingt Fußball gucken musste, beschlossen wir nicht mehr rauszugehen. Jojo und ich holten ein paar Bier aufs Zimmer und nachdem das Fußballspiel vorbei war, gingen wir ins Hotelrestaurant um dort zu Abend zu essen.
Wir waren alle wirklich kaputt und so brauchte es nicht lange bis wir totmüde ins Bett fielen.

Nach dem Frühstück fuhren wir noch einmal mit den Rollern zur Tankstelle, denn wir mussten diese heute mit vollem Tank wieder abgeben. An der Tankstelle angekommen fiel uns dann auf, dass wir das Geld schön im Hotelzimmer gelassen hatten. Also fuhren Julian und ich noch einmal zurück zum Hotel (zum Glück nur 500m entfernt) und holten unser Geld. Wieder zurück an der Tankstelle tankten wir für 5 MYR ( ca. 1 €) und und fuhren zurück zum Hotel, wo wir die Roller dann auch wieder abgaben. Danach fielen wir alle noch einmal müde ins Bett. Julian und ich schliefen tatsächlich nochmal 2,5 Stunden, während Jojo schon am Pool in der Sonne lag. Gegen 14 Uhr gesellten auch Julian und ich uns zu Ihr. Noch schien die Sonne und es war wirklich warm. Doch in der Ferne konnte man schon die dunklen Regenwolken erkennen. Wir blieben standhaft und selbst als das Personal schon die Sonnenschirme einklappte, da diese Dank des Windes schon hin und her geweht wurden, blieben wir auf unseren Liegen liegen. Der eigentlich Grund dafür war auch die Happy Hour die erst um 17 Uhr begann. Der Plan war es einen Cocktail am Pool einzunehmen. Als es um 16.30 Uhr dann aber doch etwas ungemütlich wurde entschlossen wir uns die Happy Hour in der Hotelbar eine Stunde später in Anspruch zu nehmen.
Wir machten uns also in Ruhe fertig und trafen uns um 17.30 Uhr in der Bar. Zwei Cocktails und ein paar Snacks später, ließen wir uns mit einem Grab ins Zentrum zu einem indischen Restaurant fahren. Das Restaurant hatte Jojo für unseren letzten gemeinsamen Abend mit Julian bei TripAdvisor rausgesucht. Wir bestellten uns jeder ein leckeres Essen und zusammen Garlic- und Cheese-Naan. Das Essen war wirklich super lecker.

Wir waren zwar ziemlich vollgefuttert, aber wie Julian immer so schön sagt: "Für Nachtisch gibt es einen Extra-Magen". Daher genehmigten wir uns an dem kleinen Eisstand an der Ecke noch jeder zwei Kugeln Eis. Danach waren wir aber wirklich mehr als vollgefuttert. Mit einem Grab fuhren wir zu einem Markt, auf dem die Leute allerdings gerade schon einpackten. Glücklicherweise war dieser Markt nur 500m von unserem Hotel entfernt, sodass wir die letzten Meter zu Fuß gehen konnten.
Zurück im Hotel kuschelten wir uns in unsere Betten und schliefen auch sehr bald ein.
Der heutige Tag war Julians Abreisetag und auch unser letzter voller Tag auf der Insel. Nach dem Frühstück packten wir alle unsere Sachen, denn Jojo und ich hatten für die letzte Nacht noch ein gemeinsames Zimmer gebucht. WIr checkten also im Hotel aus und gleichzeitig wieder ein. Nachdem wir das ganze Gepäck ins neue Zimmer verlagert hatten, gingen wir zum nahegelegenen Supermarkt um ein paar Snacks, Gewürze und Mitbringsel zu shoppen. Hier verbrachten wir einige Zeit. Danach gesellten wir uns mit unserem eiskalten Getränk auf unser Zimmer, chillten und quatschten ein wenig. Bevor es bald zum Flughafen ging, holten wir uns noch einen kleinen Snack aufs Zimmer und stiegen bald in unser Grab-Taxi ein. WIr kamen viel zu früh am Flughafen an. Also schlenderten wir noch durch das kleine Gebäude, saßen auf dem Boden und konnten schließlich das Gepäck abgegeben. Nach einiger Zeit wollte Julian dann los durch die Sicherheitskontrolle. Wir verabschiedeten uns und er verschwand kurze Zeit später hinter der Absperrung. Heute fiel der Abschied nicht besonders schwer, da wir ja in 2 Tagen auch schon wieder Zuhause sind.


Jojo und ich machten uns auf den Rückweg zum Hotel und beschlossen noch auf den Markt zu gehen. Mit einem Grab ließen wir uns dorthin bringen. Nach ca 5 Minuten und einer riesigen Tüte Weintrauben später war das Vergnügen auch schon vorbei. Wir hatten alles vom Markt gesehen. An einem kleinen Stand besorgten wir noch ein paar Mitbringsel für unsere Lieben zuhause und machten uns auf ein Taxi zu finden welches uns zurück bringen sollte.
Leider hatten wir mal wieder keine Internetverbindung, weswegen wir eine Dame in einem Restaurant fragtenob wir das WLAN benuzen dürften um uns ein Taxi zu rufen. SIe verwies uns zu einer Wäscherei nebenan und gab uns das WLAN Passwort. Die Wäscherei fanden wir schnell, das WLAN war allerdings so schlecht, dass wir auch hier kein Taxi bekamen. Etwas verzweifelt liefen wir zurück zum Markt und fragten eine Verkäuferin ob sie uns bei unserem Problem weiterhelfen kann. Da sie leider kein Telefon besaß fragte sie alle möglichen Leute, leitete uns weiter an einen Freund, der einen Freund anrief, der einen Freund vorbeischickte usw. Ca 20 Minuten später stand dann tatsächlich dieser besagte Freund vor uns und rief uns ein Taxi. Da wir dem ganzen nicht besonders trauten, öffnete Joo auf ihrem Handy ihr Navi um zu schauen ob wir auch richtig fahren. Nachdem der Taxifahrer sich aber sehr seriös und interessiert mit uns unterhielt und offensichtlich den richtigen Weg fuhr, waren wir beruhigt. Kurze Zeit später standen wir endlcih vor unserem Hotel.
Nun heißt es ein letztes Mal packen, alle angefangenen Produkte aufzubrauchen und alles Revue passieren zu lassen. Fast 8 Monate sind seit dem Start unserer Reise vergangen. Das packen fiel uns schon etwas schwer und mit einem lachenden und weinenden Auge schliefen wir ein. Dies war die letzte Nacht in einem fremden Bett.

Und plötzlich war es wieder Dienstag. Nicht irgendein Dienstag. Der letzte Dienstag unserer Reise und tatsächlich auch unser Abreisetag. Das ging jetzt wirklich schneller als gedacht. Die letzten Tage sind wie im Flug vergangen. Wir nahmen noch einmal das wirklich leckere Frühstücksbuffet in Anspruch und kuschelten uns danch noch einmal ins Bettchen. Gegen 11 Uhr fingen wir an endgültig zu packen, noch einmal duschen zu gehen und und und. Zum ersten Mal seit Wochen trugen wir wieder lange Hosen und Pullis. Zwar waren es noch 33 Grad, aber man muss sich ja schon auf die kalten Flughäfen und Flugzeuge einstellen. Und vor allem auf das zur Zeit kalte und ungemütliche Wetter in Deutschland. Vorraussschauend habe ich meine Mütze und meinen Schal sogar ins Handgepäck gesteckt. Wer weiß, vielleicht werden Sie ja gebraucht. Nachdem wir um 13 Uhr ausgecheckt hatten liefen wir noch einmal zum Supermarkt, um ein paar Snacks für den Flug und noch ein paar Kleinigkeiten zu kaufen. Seitdem sitzen wir hier in der Lobby auf dem Sofa, schreiben diesen Blog und warten darauf, dass die Zeit vergeht.
Ein letztes Mal werden wir gleich noch asiatisch zu Mittag essen bevor es für uns gegen 17 Uhr zum Flughafen geht. Wirklich ein mulmiges Gefühl zu wissen, dass die Reise jetzt vorbei ist. Die Reise, welche wir so lange geplant und auf welche wir uns so lange gefreut hatten. So schnell vergehen 8 Monate. Einfach Wahnsinn. Doch wir freuen uns mittlerweile auch riesig auf unsere Familie und Freunde, auf deutsches Essen und sogar auch ein bisschen auf etwas niedrigere Temperaturen.
Bye Bye Malaysia! Bye Bye Weltreise 2019! See you soon Germany! :)

Malaysia - das letzte Land unserer Reise!

02Okt2019

Der heutige Dienstag stand unter dem Motto Entspannung! Nicht dass wir uns in den letzten Tagen nicht ausreichend entspannt hätten, aber heute legten wir noch eine Schippe drauf. Den Vormittag verbrachten wir am Pool, denn endlich schien mal die Sonne. Wir bestellten uns einen leckeren Bananen-Smoothie und brutzelten in der Sonne. Gegen 15 Uhr gingen wir zurück auf unser Zimmer um den letzten Blogeintrag fertig zu stellen. Das dauerte länger als gedacht. Als der Blogeintrag fertig, hochgeladen und rausgeschickt war, machten wir uns noch einmal frisch und fuhren mit einem Grab-TukTuk zu dem Spa, welchen wir uns vorher rausgesucht hatten. Dort angekommen wurden wir mit einem Lemongrass-Ingwer Tee freundlich begrüßt. Wir hatten uns dieses Spa - Lemongrass Garden - ausgesucht, weil es hauptsächlich natürliche Produkte verwendet und sehr gute Bewertungen hatte. Wir entschieden uns für eine Combo aus Maniküre und Pediküre.
In einem weiteren Raum durften wir auf sehr gemütlichen Sesseln Platz nehmen und unsere Füße in einem Wasserbad entspannen. Nach ca 10 Minuten kamen die Mädels und schrubbten, pfeilten und lackierten unsere Nägel. Beide Behandlungen beinhalteten auch eine Massage, welche wirklich unglaublich angenehm war. Jojo fielen sogar kurz die Augen zu. Nach ca 1 Stunden waren unsere Füße und Hände wieder wunderschön und wir super entspannt.

Da das Spa nicht weit von der Pub Street war, liefen wir zu Fuß dorthin um etwas zu Essen.
Wir fanden einen gemütlichen Platz in einem Restaurant und bestellten unser Essen. Es dauerte nicht lange, da kam es auch schon. Irgendwie geht das hier immer echt fix!

Nachdem wir unser Essen verspeist hatten - es war sehr lecker - ließen wir es uns nicht nehmen noch ein Dessert zu bestellen. Das Restaurant bot ein koreanisches Bingsu an. Bingsu ist geraspeltes Eis mit vielen verschiedenen Toppings. So hatten wir zum Beispiel, Schokoeis, Schokosauce, Mango, Trauben, Rosinen und Brownies dabei. Das Eis sah fast aus wie geraspelte Kokos-Splitter. Wirklich lecker, aber viel zu viel für uns.

Vollgefuttert liefen wir anschließend noch eine Weile über die verschiedenen Nightmarkets, bevor wir uns ein Tuk Tuk zurück zum Hotel nahmen. Im Hotel ließen wir den Abend mit einem Film im Bett ausklingen.

Am Mittwoch frühstückten wir wieder um die gewohnte Uhrzeit (09.30 Uhr), denn um 10.15 Uhr sollte unsere Wäsche abgeholt werden. Da uns der Wäschedienst im Hotel mal wieder zu teuer war, suchten wir uns eine andere Wäscherei mit Abhol- und Bringservice raus. Wir liefen also nach dem Frühstück zurück aufs Zimmer, kramten unsere Wäsche zusammen und fuhren wieder mit dem Fahrstuhl runter in die Lobby. Dort wartete die Frau von der Wäscherei schon auf uns. Wir gaben ihr unsere Wäsche und verschwanden wieder auf unser Zimmer!

Um 11.30 Uhr trafen wir uns mit AJ am Hotel, heute wollten wir zu einem Restaurant, welches ich bei meiner Kambodscha-Reise im Dezember schon besucht hatte. Es hat mir so gut gefallen, dass ich es Jojo unbedingt zeigen wollte.

Wir fuhren ca 20 Minuten bis wir auf eine abgelegene Offroad-Straße abbogen. Das Restaurant bestand aus mehreren kleinen Holzplateaus mit Dach, welche in einen wunderschönen Blumengarten und Reisfelder eingebettet lagen. In jedem Holzplateaus gab es mehrere Hängematten zum relaxen. Gegessen wurde auf einer dünnen Matte auf dem Boden. AJ bestellte unser Essen, ein typisch kambodschanisches Menü. Es gab Reis, Gemüse, frischen Fisch, frittierten Fisch und ein ganzes Hühnchen mit einer süßen Honigglasur. Wirklich lecker. Dazu gab es verschiedene Saucen. Chillisauce, Fischsauce und eine Fisch-Ameisen-Paste, welche garnicht mal so übel schmeckte. Aber irgendwie war es doch komisch Ameisen zu essen! 😃
Nach dem Essen fielen wir alle in Fresskoma und entspannten uns in den Hängematten. Wir verbrachten fast 5 Stunden an diesem wunderschönen, friedlichen Ort, bevor AJ uns wieder zurück zum Hotel brachte.

 

Zurück im Hotel waren wir irgendwie fertig vom Nichtstun. Ich glaube es ist die Hitze die einen immer so müde macht.
Also ruhten wir uns im Hotel ein wenig aus und machten und abends wieder auf den Weg Richtung Pub Street. Wir futterten noch eine Kleinigkeit, tranken ein kühles Bier und suchten uns einen von den tausenden aufdringlichen TukTuk-Fahrern aus um uns wieder ins Hotel zu fahren. Nun waren wir wirklich hundemüde und schliefen schnell ein.


Am nächsten Morgen saßen wir bei strahlendem Sonnenschein am Frühstückstisch. Also entschieden wir uns dazu unsere kleine "Auszeit" nach dem Frühstück an den Pool zu verlegen. Die Sonne war wirklich toll warm und so zogen wir ein paar Bahnen im Pool, sonnten uns und schlürften einen Bananensmoothie. 
Gegen Mittag machten wir uns noch einmal auf Richtung Supermarkt. Wir wollten es uns natürlich nicht nehmen lassen, einige lokale Gewürze usw. mitzunehmen. Also kauften wir einige Packungen Currypaste und den berühmten "Tiger-Balm", welcher in den asiatischen Ländern gegen Beschwerden aller Art angewendet wird.

Da wir fast kein Bargeld mehr hatten und uns am Abend noch einmal mit AJ treffen wollten um etwas trinken zu gehen, liefen wir noch an einem Geldautomaten vorbei und holten ein wenig Bargeld ab. Übrigens: In Kambodscha kann man sowohl mit "Riel", als auch mit US-Dollar zahlen. Dollar ist das bevorzugte Zahlungsmittel, doch oft bekommt man auch wenn man mit Dollar bezahlt Riel als Rückgeld.
Zurück im Hotel ging es nun ans Rucksack packen. Morgen ging es für uns weiter nach Malaysia. Nachdem wir wieder einmal erstaunt waren, wie viel Zeug wir doch dabei haben, gelang es schließlich alles zu stopfen und den Rucksack zu schließen. Kurz noch einmal frisch gemacht und schon ging es zum letzten Mal mit dem TukTuk zur Pubstreet. Dort trafen wir uns einige Minuten später mit AJ, welcher uns ziemlcih gemein von hinten erschreckte. :D
Er führte uns in einer Nebenstraße in eine kleine Bar. Sie hieß "Long's Bar" und gleich als wir eintrafen begrüßte uns Long, der Besitzer der Bar auch schon. In dem kleinen Raum stand Möbel aus Paletten, die Wände waren aus Beton und es hingen Lampen im Industrial- Style von der Decke. Die Cocktails waren wirklich lecker und so saßen wir einige Stunden dort, quatschten, machten lustige Videos und lernten einige Freunde von AJ's Cousin Sony kennen, welcher mittlerweile zu uns gestoßen war. Nach einigen Drinks, 2 Sangria-Karaffen und lustigen Gesprächen später, verließen wir die Bar.


AJ bot uns an uns mit seinem Auto nach Hause zu fahren. Auf die Frage ob er denn mit seinem Alkoholpegel noch fahren dürfe antwortete er: "So lange du dich in der Lage fühlst, dein Auto ordentlich zu bedienen, darfst du fahren!"
Na gut, auch diese Regeln sind hier wohl etwas anders als in Deutschland. AJ brachte uns also sicher nach Hause und schon bald lagen wir das letzte Mal in unserem Hotelzimmer.
Am Freitag standen wir etwas früher auf. Wir genossen ein letztes Mal das ausgiebige Frühstück, checkten aus und warteten mit unserem kompletten Gepäck auf AJ, welcher uns abholen sollte. Als er uns, inklusive Rucksäcke eingeladen hatte fuhren wir los. Heute wollte uns AJ noch einmal sein Zuhause zeigen. In einem kleinen Dorf etwas außerhalb der Stadt wohnte er mit seiner Familie. Um das kleine Haus herum tummelten sich viele Leute. Geschwister, Nichten, Neffen, Tanten usw. Alle lebten in diesem kleinen Haus. AJ führte uns über die Pilz-Farm seiner Familie. Es war wirklich interessant zu sehen wie die Pilze welche man im Supermarkt kaufen kann, aus Plastikflaschen wachsen. Er erzählte uns wie der ganze Vorgang abläuft und wie die Pilze verkauft werden. Danach führte er uns über die Straße zu einer Spirulina-Farm. Spirulina ist eine algenartige Substanz, welche weltweit als "Superfood" gilt. Sie wird aus riesigen Wassertanks gewonnen, von Hand gepresst und in einem Ofen "geröstet", damit man sie zu sich nehmen kann. Pur ist das Spirulina geschmacklich nicht unbedingt der Hammer aber man konnte sich schon vorstellen, dass es mit einigen anderen Komponenten doch ganz gut schmeckt.

Nachdem wir diese beiden "Lebensmittel-Farmen" angeschaut hatten, führte AJ uns zu einer Farm der etwas anderen Art. Da die Straße komplett überschwemmt war, wateten wir zunächst barfuß durch die schlammige Straße bis wir vor einem großen Tor standen. Als wir durch das Tor gingen konnten wir unseren Augen kaum trauen. Wir sahen 3 große Gehege mit jeweils 200 riesigen Krokodilen darin. Es ging eine Brücke über die Gehege von welcher man die Krokodile aus beobachten konnte. Nun standen wir inmitten von 600 Krokodilen, welche sich sonntan, sich anmotzten oder einfach nur im Wasser dümpelten. Es war wirklich faszinierend, doch bei dem Gedanken was passieren würde wenn man dort hinein fällt, wurde es uns doch etwas unheimlich. Einige Zeit beobachteten wir die Tiere bevor wir uns wieder auf den Weg zurück machten.


Bald ging es für uns zum Flughafen, doch vorher wollte AJ uns noch seine Großmutter vorstellen. Sie war 87 Jahre alt und vor einigen Monaten sehr krank, doch davon merkte man kein bisschen. Sie hockte auf ihrem Steinbett und plapperte ununterbrochen. Schade nur, dass wir ihre Sprache nicht verstehen konnten. AJ's ganze Familie befand sich im Schlafzimmer der Großmutter. In Kambodscha war das Pchum Ben Fest, das kann man sich ähnlich wie Weihnachten bei uns vorstellen. Der einzige Unterschied ist nur, dass hier nicht jeder Geschenke bekommt, sondern nur das "Oberhaupt" der Familie, also die Großmutter. Die ganze Familie versammelte sich um die Oma herum. Es wurde gebetet, sie bekam Geschenke und überall liefen kleine Kinder herum. Wirklich eine tolle Atmosphäre. Wir saßen einige Zeit mit der Familie zusammen, welche uns tausende Fragen fragte. Sie waren völlig erstaunt davon, dass unsere Eltern geschieden sind, sich aber trotzdem gut verstehen, dass 2 Schwestern ohne die dritte Schwester in den Urlaub fahren oder dass die Kinder nach der Scheidung der Eltern bei dem Vater wohnen und nicht bei der Mutter.
Wir beantworteten viele Fragen und lernten über die kambodschanische Kultur.
Zum Abschluss führte uns AJ noch auf die Dachterasse des Hauses. Von hier hatte man eine wundervolle Aussicht über das ganze Dorf. Wir verabschiedeten uns von der ganzen Familie und ließen uns von AJ zum Flughafen bringen. Das war wirklich eine tolle Erfahrung.


Am Flughafen angekommen, lief alles einwandfrei. WIr gaben unser Gepäck ab, liefen durch die Sicherheitskontrolle und warteten 1,5 Stunden bis zum Boarding. Leider braute sich einige Minuten vor dem Start ein heftiges Gewitter zusammen. Nach dem wackeligen Abflug erklärte der Pilot, dass es einige Turbulenzen geben würde, diese aber kein Problem für uns seien. Nach 2,5 Stunden landeten wir also sicher in Kuala Lumpur, Malaysia.
Nun sind wir in dem allerletzten Land unserer Reise angekommen. Wir sind immer wieder erstaunt wie schnell diese Reise doch vergangen ist.
Da wir hier in Malaysia tatsächlich noch einmal Besuch bekommen, heißt es für uns nun am Flughafen warten. Mittlerweile war es 18 Uhr, weswegen wir uns eine Kleinigkeit zu Essen holten und wieder in die Ankuftshalle liefen um dort zu warten. Als Jojo jedoch nach einiger Zeit entdeckte, dass der Flug auf welchen wir warteten garnicht auf der Anzeigetafel steht, wurde es uns etwas komisch. Wir informierten uns an einem Infoschalter und erfuhren, dass wir mit einem Zug zu einem ganz anderen Terminal mussten um dort Julian zu empfangen. Also kauften wir für 40 Cent ein Ticket und fuhren bis zum nächsten Terminal. Auf die Minute genau als das Flugzeug landete standen wir inder Ankunftshalle. Leider mussten wir hier noch 1 ganze Stunde warten bis Julian endlich aus der Tür kam. Die Freude war groß.
Nachdem wir uns alle ausgiebig begrüßt hatten, bestellten wir uns ein Grab-Taxi in die Stadt. Mittlerweile war es 22:30 Uhr und wir waren alle kaputt. Eine Stunde später kamen wir im Hotel an. Glücklicherweise verlief der Check-In sehr schnell und wir konnten schnell ins Bett. Es war wirklich eine ungewohnte Situation. Seit langer Zeit schliefen Jojo und ich getrennt voneinander und Jojo sogar komplett alleine. Nach den vielen Hostels, bzw dem gemeinsam in einem Zimmer schlafen war es wirklich komisch alleine zu sein. Wir schliefen leider in dieser Nacht alle nicht besonders gut, weswegen wir am nächsten Morgen auch dementsprechend schlecht aus dem Bett kamen. Da wir im Hotel kein Früstück inklusive hatten, machten wir uns gegen 12 Uhr auf in Richtung Mall. Da es hier nicht besonders viel Frühstücksauswahl gab, entschieden wir uns dafür, direkt aufs Mittagessen umzusteigen. Also saßen wir wenig später in einem Restaurant und futterten Pizza. Gut gestärkt ging es nun zur Bahnstation. Wir fuhren 2 Stationen und landeten beim Menara Sky Tower. Für ca 23€ fuhren wir mit dem Aufzug auf 300 Meter Höhe. Am Ausgang zum Sky Deck bekam man eine Wartenummer für die Skybox. Dies war eine Glasbox, welche 300 Meter über dem Abgrund hing. Ganze 3 Stunde verbrachten wir dort oben, warteten bis unsere Nummer aufgerufen wurde, genossen die unglaubliche Aussicht über Kuala Lumpur, genossen einen Drink und schauten fasziniert den professionellen Fallschirmspringern zu, welche sich todesmutig in den Abgrund stürzten. Nachdem endlich unsere Nummer aufgerufen wurde, hatten wir ganze 3 Minuten um in der Glasbox Fotos zu machen. Hektisch tauschten wir Plätze, Kameras usw, während es uns aufgrund der Höhe auch noch ein wenig mulmig war. Zack, die Zeit war schon wieder um. Mehr oder weniger zufrieden mit unseren Fotos fuhren wir mit dem Aufzug wieder runter. Von unten konnte man die Fallschirmspringer noch besser beobachten. Also standen wir hier noch einige Minuten und warteten jedes Mal gespannt darauf wann der Fallschirm aufgeht.

Auf dem Weg zurück zur Bahn fing es an zu regnen, weswegen wir beschlossen eine kleine Auszeit im Hotel zu machen. Als wir jedoch wieder los wollten, strömte der Regen nur so vom Himmel. Also warteten wir noch ein wenig und konnten schließlich erst um 20 Uhr wieder das Haus verlassen. Wir ließen uns von einem Grab zur "Jalan Alor" fahren, einer Straße in der es ausschließlich Street Food gibt. Überall gab es kleine Restaurants und Stände welche ihr selbstgemachtes Essen verkauften. Das bunte Treiben gefiel uns. Wir nahmen an einem kleinen Tisch mit Plastikstühlen Platz und ließen uns verwöhnen. Wir bestellten 5 verschiedene Gerichte und futterten drauf los.

Sehr viel Bier und einige lustige Gespräche später entschieden wir uns noch in eine Bar zu gehen. Wir bestellten uns jeder einen Cocktail und rauchten zu dritt eine Shisha.

Als wir alle müde waren, liefen wir ca 30 Minuten zu Fuß zurück zum Hotel. Als wir um 1:30 Uhr im Hotel ankamen, schliefen wir bald ein. Am nächsten Morgen ging es für uns auch schon weiter. Wir waren froh, dass Hotel zu verlassen, es war nämlcih ziemlcih heruntergekommen und die Sauberkeit ließ sehr zu wünschen übrig. Nach einem provisorischen Frühstück bei Starbucks bestellten wir uns ein Taxi zum Flughafen. Nein, wir wollten nicht schon wieder fliegen, allerdings haben wir für die nächsten Tage einen Mietwagen gebucht, welchen wir hier abholen mussten.
Das gestaltete sich allerdings garnicht so einfach. Nachdem wir auf den ersten Blick keine Ausschilderung zum "Car Rental" finden konnten stellten wir Julian mit unserem Gepäck mitten im Flughafen ab und suchten weiter. Nach etlichem hin- und herlaufen fanden wir einen Informationsschalter welcher uns die ungefähre Richtung wies. Nach weiteren tausenden Nachfragen, liefen wir schließlich 2 Etagen runter, durch ein komplettes Parkhaus, durch Personalumkleiden durch riesige Stahltüren bis wir tatsächlich am offiziellen Europcar-Schalter ankamen. Also wer sich das ausgedacht hat?!
Nun, nach 1,5 Stundne hatten wir also endlich unser Auto zugeteilt bekommen. Wir liefen die komplette Strecke zurück um das Gepäck zu holen und saßen nun endlich Auto. Julian saß am Steuer.

Wir waren alle unglablich gespannt. Eine 3-stündige Fahrt nach Ipoh lag vor uns, mit dem Lenkrad und dem Verkehr auf der falschen Seite :D
Glücklicherweise konnte Julian sich schnell darauf einstellen. Leider prasselte der Regen nur so auf unser Auto. Es gewitterte und regnete wirklcih stark, so dass wir kaum noch die Strße erkennen konnten. Nach 2 Stunden Fahrt brauchten wir alle eine Pause. Wir hielten an einer Raststätte an und holten uns einen kleinen Snack bei KFC und bei Dunkin Donuts. Nun stand noch eine weitere Stunde Fahrt an, bis wir bei unserem Hotel "The Haven" ankamen. Hier hatten wir ein ganzes Apartment gebucht, damit wir alle zusammen übernachten konnten. MIt 3 Schlafzimmern, 2 Badezimmern, Wohnzimmern, Esszimmer und 2 Küchen hatte allerdings keiner gerechnet :D


Da wir alle total kaputt waren, bestellten wir uns aus dem Hotelrestaurant Abendessen aufs Zimmer. Danach erkundeten Jojo und ich noch die Hotelanlage, während Julian sich imFittnessstudio auspowerte. Das Hotel hatte eine riesige Waldanlage mit einem Infinity Pool und einem großen See. Wir liefen ca 15 Minuten um den See herum und landeten wieder auf unserem Zimmer. Während Jojo mit René telefonierte machte ich mich schon bettfertig. Wir lagen beide schon im Bett als Julian wiederkam.


Wir schliefen alle so gut wie Babys. Am nächsten Morgen genossen wir das hoteleigene Frühstück und ließen es uns gut gehen. Schon bald starteten wir in den Tag. Heute wollen wir uns die Gaharu Tee-Plantage anschauen. Eine ca 30-minütige Fahrt brachte uns dorthin. Zunächst schauten wir uns den Shop an. Hier konnte man den Tee probieren und ein älterer Herr erklärte uns alles über die Produktion und den Verkauf. Für 10 MYR, ca 2,50€ konnte man hier eine Tour mit einem kleinen Bus machen. Als erstes fuhr uns der kleine Bus wirklich steile Straßen hinauf zu einem Aussichtspunkt. Hier konnte man über den ganzen Wald gucken, welcher ausschließlich aus Gaharu-Tee-Bäumen bestand. Die Baummassen sahen aus wie eine riesige grüne Zuckerwatten-Wolke. Wir verbrachten hier ein paar Minuten und genossen die Aussicht.

Schon bald kam ein nächster Bus. Es ist ein Hop-on-Hop-off System, man kann also so lange wie man möchte bei den verschiedenen Stopps bleiben und in jeden Bus der vorbei fährt einsteigen. Als nächstes wurden wir in einem kleinen Waldstück abgesetzt. Hier wurde uns erklärt, dass die Gahrau-Bäume sehr viel Glück bringen sollen wenn man sie umarmt. Das ließen wir uns nicht zweimal sagen und umarmten die Bäume, von denen einige mit lustigen Tierbildern bemalt waren.

Viele Fotos und hoffentlich viel Glück später, ging es zum nächsten und letzten Stopp. Dieser hieß "Lover's Garden". Hier konnte man zwei riesige verwurzelte Bäume sehen, welche ineinander verwachsen sind, so dass es aussieht als würden zwei liebende sich umarmen.
Hier gab es noch ein kleines Fischbecken in welchem man die vielen hunderte Fische beobachten konnte. Dies war der letzte Stopp der Tour.

Wir verließen den "Lovers Garden" und fuhren wieder hinunter zum Shop. Hier kauften wir noch ein paar Mitbringsel und bald saßen wir wieder im Auto. Pünktlich als wir zurück im Hotel waren fing es an zu regnen. Wir fuhren also mit dem Aufzug in unser Apartment im 22. Stock und entspannten dort ein wenig und futterten unsere Donuts vom Vortag. Glücklicherweise hörte es bald auf zu regnen, was wir direkt nutzten um uns an den Pool zu legen. Der Pool war wirklich traumhaft. Mit einer Aussicht auf den See konnte man hier schwimmen und genießen. Wir machten wirklich lustige Unterwasser-Fotos un d hatten einen Heidenspaß.

Nachdem wir auch den Whirlpool ausprobiert hatten, verschlug es uns wieder in unser Zimmer. Heute wollten wir den Nachtmarkt besuchen. Als wir uns fertig gemacht hatten, machten wir uns auf den Weg. 30 Minuten später fanden wir einen Parkplatz auf dem komplett leeren Nachtmarkt. Natürlich waren wir um 19 Uhr mal wieder zu früh dran. Unser Plan, zuerst zu Abend zu essen wurde leider auch durchkreuzt da auch die Restaurants alle noch geschlossen waren. Letztendlich fanden wir uns in einer großen Mall wieder und saßen in einem Chicken-Restaurant. Was auf der Speisekarte wirklich lecker aussah, war in der Realität eher ein winziger Abschlag davon. Da es leider auch keine vegetarischen Optionen gab, musste Jojo sich mit nicht leckeren Nudeln und trockenem Reis zufrieden geben. Doch das riesige Eis, welches wir uns danach bei einer Eisdiele holten, machte so einiges wieder gut. Danach ging es dann tatsächlich zum Nachtmarkt. Wir schlenderten ein wenig und klapperten die paar Stände ab. Heute staubten wir ein paar wirklich schöne Uhren ab. Da es aber so langsam wieder anfing zu tröpfeln, entschieden wir uns dazu unser Abendprogramm zurück ins Hotel zu verlegen. Wir kauften unterwegs noch 3 Dosen Cider und fuhren zurück. Im Hotel nahmen wir allerdings zunächst unseren "Welcome Drink" zu uns, welchen wir uns gestern nicht mehr abgeholt hatten. Dies war ein Saft aus Zitronengraß, Limette, Zimt, Ingwer und vielem mehr. Er schmeckte sehr gesund aber auch wirklich lecker. Den Abend ließen wir dann gemütlich mit ein wenig Musik und unserem Cider ausklingen.
An dem heutigen Dienstag hieß es wieder früh aufstehen. Schon um 8 Uhr saßen wir beim Frühstück. Danach checkten wir aus und manövrierten unser Gepäck ins Auto. Nun stand eine 2-stündige Fahrt zum Flughafen nach Penang an. Auch heute fliegen wir nicht, jedoch konnten wir das Auto auch wieder nur am Flughafen abgeben. Die Fahrt verlief problemlos, am Flughafen war es allerdings mal wieder schwierig auf den Schildern den Begriff "Car Rental" zu finden. Als es uns schließlich gelang, stellten wir uns in eine Reihe hinter andere Autos welche ebenfalls darauf warteten, dass es weiter ging. Keine 3 Minuten später waren wir vorne, rechts und links von Polizisten und ihren Motorrädern umzingelt. SIe wollten Julians Führerschein und seinen Pass sehen. Wir wussten garnicht wie uns geschah als der Polizist der Meinung war, wir müssten eine 300 MYR hohe Strafe zahlen. Wir waren uns keiner Schuld bewusst. Er erklärte, dass wir hier nicht einfach auf der Straße stehen bleiben können. Als wir ihn jedoch fragten was mit den Autos vor uns war, die alle warteten zögerte er zunächst, schickte aber dann seine Kollegen los um an diese auch Strafzettel zu verteilen. Da wir allerdings weder die Straße blockierten, noch eine andere Möglichkeit sahen zum Car Rental- Bereich zu kommen, sahen wir nicht ein, die Strafe zu bezahlen. Etwas hilflos fragte der Polizist uns: "Was machen wir denn dann jetzt?". Wir waren mit dieser Situation etwas überfordert. Plötzlich fragte der Polizist: "Wollt ihr denn nun eine Srafe oder nicht?", was wir natürlich verneinten. Und was dann kam war der absolute Hammer. Er schlug vor, dass wir ihm hier vor Ort 100 MYR (ca 20€) geben und er die Sache vergessen könnte. Da wir tatsächlich etwas unter Zeitdruck standen und auch wirklich keine Lust mehr hatten zu diskutieren, zückten wir den Schein und wollten ihm diesen in die Hand drücken. Aber nein, er lehnte ab. Ganz langsam schlich er an unser Auto heran, gab Julian seine Dokumente zurück, griff durchs Fenster und nahm Julian wie bei einer Drogenübernahme den Schein aus der Hand. Sowas hatten wir ja wirklich noch nie erlebt.
Touristenabzocke durch die Polizei. Na herzlichen Dank!
Noch völlig verwirrt von dem was eben passiert ist konnten wir nun an der Schlange vorbei fahren und zum Glück ziemlich problemlos unser Auto abgeben. Wir holten uns ein Grab Taxi, welches uns zum Hafen bringen sollte. Völlig erstaunt von der Polizeiaktion brabbelten wir drauf los und konnten immer noch nciht fassen was uns gerade passiert war. Der arme Taxifahrer der unser aufgeregtes Geplapper mit anhören musste. Als dieser uns am Hafen aussteigen ließ, wussten wir absolut nicht wohin wir gehen sollten. Nach etwas hin- und herlaufen fanden wir dann doch ein Terminal und fragten eine Mitarbeiterin ob wir hier richtig sind. Diese verneinte allerdings und sagte, dass wir an einem komplett falschen Terminal wären und das wo wir hinwollten ca 500m entfernt liegt. Also sattelten wir unser ganzes Gepäck und liefen los. Ausgerechnet heute war es brühend heiß, die Sonne knallte nur so und Jojo, die wirklich sehr sehr anfällig für Sonnenstiche ist, trottete nur so hinter uns her. Als wir weiter und weiter nach dem richtigen Terminal fragten, kamen wir bald nach deutlich mehr als 500 Metern dort an. Wir ließen unsere Tickets drucken und konnten auch schon "einchecken". Da wir nun noch ca 40 Minuten bis zum Boarding hatten, setzten wir uns in ein kleines Café im Fährterminal. Als wir unsere Rucksäcke absetzten wurden große Schwießflecken sichtbar. Wirklich nicht sehr schön. Wir setzten uns hin, wurden direkt bedient und kurz nachdem wir den ersten Schluck unserer kalten Cola getrunken hatten war die Stimmung wieder wunderbar. Wir freuten uns nun auf die Bootsfahrt.
Als wir auf die Fähre konnten, mussten wir leider feststellen, dass es ein geschlossener Raum mit vielen Sitzreihen war. Wir setzen uns also auf unsere Plätze und warteten bis es los ging. Naja, sehr spannend war die 3-stündige Fahrt nicht aber immerhin sind wir alle heile angekommen. Unser Gepäck wieder aufgesattelt stiegen wir von dem Boot und liefen Richtung Ausgang des Terminals. Dort standen einige Texen, welche uns natürlcih alle direkt anwerben wollten. Diesmal nahmen wir an und ließen uns 35 Minuten lang zu unserem Hotel "The Smith House" fahren.
Wir waren froh, endlich angekommen zu sein. Aber nein, natürlich gab es am heutigen Tag noch mehr Komplikationen. Unsere Kreditkarten funktionierten nicht. Da wir in den anderen Hotels und auch bei der Autovermietung unglaublich hohe Kautionen hinterlegen mussten (warum auch immer?!), waren unsere Kreditkarten nicht ausreichend gedeckt. Wir versuchten alles mögliche bis die nette Dame an der Rezeption uns vorschlug, erstmal eine Nacht zu bezahlen, in unser Zimmer zu gehen und dort alles zu klären. So machten wir es auch. Direkt kümmerten wir uns darum, dass die Kreditkarten am nächsten Tag wieder gedeckt sind. Eine wirklich wirklich peinliche Situation.
Nun ja, den Abend von diesem verkorksten Tag verbrachten wir im Restaurant nebenan und einer Tüte Chips auf dem Hotelzimmer. Es kann nur besser werden.

Info: Nächste Woche wird unser letzter Blogeintrag von unterwegs online kommen. Am 9.10. geht es für uns zurück nach Deutschland. Wir sind sehr traurig, dass unsere Reise bald vorbei ist, freuen uns aber umso mehr nach fast 8 Monaten unsere Lieben wiederzusehen.

Laternen,Tempel und gutes Essen!

24Sept2019

Nun, die Busfahrt nach Hué war interessant. Wir hatten einen Schlafbus gebucht. Die Betten, bzw Liegen waren schmal, reichten aber aus um sich ein wenig auszuruhen. In Hanoi stiegen genau 5 Leute in den Bus ein. Es war also genug Platz um sich auszubreiten. Jojo und ich schnappten uns eine 3er-Liege, legten unsere Sachen auf die mittlere Liege und versuchten ein wenig zu schlafen. Ca 3 Stunden später hielten wir an einer weiteren Station. Als wir aus dem Fenster schauten standen sehr viele Leute mit ihren Koffern vor der Bustür. Viel zu viele für den eher kleinen Bus. Es füllte sich, es wurde eng und wir mussten unsere freie Liege aufgeben. Also wurde es nun kuschelig. Ein junger Mann aus London gesellte sich zu uns und lag nun Rücken an Rücken mit Jojo. Glücklicherweise war dieser sehr nett und nahm die Situation ähnlich mit Humor wie wir. Als wir uns aufrichteten, konnten wir unseren Augen kaum glauben. Der Bus war überbucht und der Fahrer legte völlig selbstverständlich dünne Matten auf dem Boden aus. Hier sollten also auch Leute übernachten. Da waren wir wirklich froh eine Liege ergattert zu haben.

Nach 13 Stunden Fahrt, ziemlich wenig Schlaf und der Anspannung dem fremden Menschen nicht zu nahe zu kommen kamen wir um 7 Uhr morgens in Hué an. Wir setzten unsere Rucksäcke auf, wichen den ganzen Taxifahrern aus, welche uns anwerben wollten und marschierten los zu unserem Hostel. Ca 10 Minuten Fußweg später standen wir vor der Tür und wurden herzlich von dem Besitzer empfangen. Da wir noch warten mussten bis unser Zimmer fertig war, wurde uns direkt ein Getränk und ein Teller frische Früchte serviert. Da freuten wir uns wirklich drüber. Da wir völlig kaputt waren, unsere Klamotten stanken und wir so schnell wie möglich duschen wollten waren wir froh, als wir um 11 Uhr, 3 Stunden früher als geplant in unser Zimmer konnten. Jetzt landeten wir erst einmal im Bett. Zur Mittagszeit, gegen 14 Uhr standen wir dann wieder auf, duschten und machten uns auf den Weg die Stadt zu erkunden. Da wir bis auf die Früchte am Morgen noch nichts gegessen hatten, steuerten wir ein Restaurant an. Unser Hostel lag mitten im Zentrum, wir konnten also aus vielen tausenden Restaurants auswählen. Das Zentrum bestand aus einer großen Kreuzung und 4 abgehenden Straßen mit Bars, Restaurants, Shops und Clubs. Also diesmal waren wir wirklich mittendrin. Da fiel es uns natürlich leicht, schnell ein geeignetes Restaurant zu finden. Im "Rustic Kitchen", saßen wir gemütlich, tranken einen Cider und bestelten unser Essen. Während dies zubereitet wurde bewunderten wir die vielen gemalten Bilder von Gästen aus aller Welt. Natürlich war auch eins aus Deutschland dabei. Nachdem wir unsere Vorspeise "Fresh Springrolls" (unfrittierte Frühlingsrollen) verspeist hatten kam unser Hauptgericht. Franzi aß ein Curry mit Reis und für mich gab es Pad Thai.

Nach einigen Stunden, es war mittlerweile schon dunkel, beschlossen wir uns noch ein wenig umzuschauen. Wir schlenderten durch einige Läden, vor denen man natürlich immer die Schuhe ausziehen musste. Manchmal ist es schon ein komisches Gefühl barfuß durch die Läden zu laufen. Am Ende unserer Straße entdeckten wir einen kleinen Eisladen. Mit 2 Kugeln wirklich unglaublich leckerem Eis liefen wir zurück zum Hostel. Eigentlich wollten wir direkt ins Bett gehen, als der Wirt uns empfing, uns direkt in den Barbereich leitete und uns ein Bier in die Hand drückte, mit den Worten: "Es ist Happy Hour, das Bier ist umsonst!" Das genossen wir natürlich und schauten dem wilden Treiben auf der Straße zu. Mit der Lautstärke der Straße in den Ohren schliefen wir ein.


Am nächsten Morgen wollten wir um 9 Uhr aufstehen, um in Ruhe zu frühstücken und in den Tag zu starten. Im Hostel gab es ein kostenloses Frühstück bis 10 Uhr. Leider ist unser Plan nicht ganz aufgegangen. Nachdem wir den Wecker um 9 Uhr erfolgreich ignoriert hatten, sind wir um 09.45 Uhr aufgewacht. Jetzt mussten wir uns beeilen um noch Gebrauch von dem kostenlosen Frühstück zu machen. Wir zogen uns schnell was über und liefen runter in den Gemeinschaftsbereich. Hier wurden wir schon freundlich empfangen und uns wurde das Frühstücksmenü in die Hand gedrückt. Zur Auswahl gab es Omelette, Rührei, Spiegelei oder Pancakes. Ich bestellte ein Omelette und Jojo bestellte Rührei. Dazu gab es frische Früchte und einen "Lemon-Juice" der allerdings mehr nach Passionfruit schmeckte. Wahnsinn, dass man bei einem Preis von 2,75€ pro Nacht pro Person auch noch so ein wunderbares Frühstück bekommt.
Unser Plan für heute war die Stadt und die drum herum liegenden Tempel, Denkmähler und Gräber mit dem Roller zu erkunden. Den Roller mieteten wir für 100.000 vietnamesische Dong direkt im Hostel. Ich hatte uns vorher schon eine Route zusammen gestellt. Da der Tank des Rollers leider komplett leer war, fuhren wir zuerst einmal zur Tankstelle. Für umgerechnet 2,5€ war der Tank schnell wieder voll. Da die Sonne knallte und wir vergessen hatten uns einzucremen, entschieden wir noch einmal zurück zum Hostel zu fahren um die Sonnencreme zu holen. Gesagt, getan.
Schön eingecremt konnte es jetzt aber wirklich losgehen. Unser erstes Ziel war die Thanh Toan Bridge, eine klassisch überdachte japanische Fußgängerbrücke in malerischer Landschaft, die eine schöne Abwechslung zu Hue bietet. Die Brücke befindet sich im verschlafenen Dorf Thuy Thanh, 7 km östlich von Hue. Wir liefen über die Brücke, schlenderten durch den angeschlossenen "Park" und beobachteten die einheimischen Kinder, wie sie auf Ihren Fahrrädern von der Schule zurück nach Hause fuhren. Eine sehr entspannte und ruhige Atmosphäre. 


Unser zweiter Stopp war "The Royal Tomb of Khai Dinh". Das Grab wurde für Khai Dinh, den zwölften Kaiser der Ngyuyen Dynastie, gebaut. Der Bau der wirklich riesigen Anlage dauerte wohl 11 Jahre. Da das Grab in einen steilen Hügel gebaut wurde, gab es viele Stufen die zu verschiedenen Ebenen führten. Der große Platz auf der zweiten Ebene war mit vielen freistehenden Figuren geschmückt und wirkte fast ein wenig wie ein Schachfeld. Der Ausblick von der obersten Ebene war wirklich wunderschön. Das hatte sich definitiv gelohnt. Good to know: Der Eintritt kostet 100.000 vietnamesische Dong.


Es war mittlerweile Mittag und wirklich heiß, sodass wir uns mit einem kalten Getränk auf eine Bank neben unserem Roller setzten und eine kleine Verschnaufpause machten, bevor es weiter zu unserem nächsten Stopp ging. Die Fahrten zwischen den Stopps waren eigentlich nie länger als 15 Minuten, sodass unser Tag aus einer schönen Mischung von Rollerfahren und zu Fuß erkunden bestand.
Stopp Nummer drei war das Grab von Nguyen Kaiser Tu Duc. Eine riesige Anlage, welche in einen Tempelbereich und einen Grabbereich eingeteilt war. Hier verbrachten wir bestimmt eine Stunde, da es einfach schön war durch den Park zu spazieren, die Tempelruinen zu bestaunen, sich am Wasser auszuruhen und der Musik der einheimischen Frauen zu lauschen. Was außerdem wirklich super war, war dass Dank der Nebensaison wirklich kaum Leute zu sehen waren und man die Tempelanlagen teilweise komplett für sich allein hatte. Auch hier zahlten wir 100.000 vietnamesische Dong für den Eintritt.

Nachdem wir jede Ecke der Anlage erkundet haben, liefen wir zurück zu unserem Roller.
Nach ca. 15 Minuten erreichten wir unseren vierten und letzten Stopp für heute. Die
Zitadelle von Hué und die weiter südöstlich liegende "verbotene purpurfarbene Stadt".
Eine von einem 10km langen Erdwall, welcher später durch eine Steinmauer ersetzt wurde, umgebene Anlage mit vielen verschiedenen Tempeln, Gebäuden und Gärten. Nach dem die alte Kaiserstadt in der Schlacht um Hué fast vollständig zerstört wurde und nur einige wenige Tempel (Thái Hòa, Cân Than, Thê Miêu und Hiên Lâm Các) erhalten blieben, wurde die Zitadelle 1993 zum UNESCO-Welterbe ernannt.
Wir verbrachten bestimmt 1,5 Stunden in der Anlage, erkundeten Tempel, schlenderten durch Gärten und bestaunten die vielen Lampions.

Gegen 17.30 Uhr fuhren wir zurück zu unserem Hostel, ruhten uns eine halbe Stunde aus, machten uns frisch und machten uns auf den Weg um etwas zu Abend zu essen. Wir fanden ein gemütliches Restaurant welches direkt einen Tisch für uns frei hatte. Während wir auf unser Essen warteten, kamen drei Studenten vorbei, welche ein Interview auf Englisch führen sollten. Sie fragten uns ob wir ihnen dabei behilflich sein könnten. Klar, das war kein Problem. Sie fragten uns was uns in Hué am besten gefiel, wie lange wir in Vietnam sind, was wir beruflich machen und und und. Am Ende des Interviews durfte ein gemeinsames Selfie natürlich nicht fehlen.
Als die Studenten sich verabschiedeten kam auch unser Essen. Das nenne ich Timing :)
Das Essen war wirklich sehr sehr lecker. Außerdem machten wir noch Gebrauch von dem 2 für 1 Cocktail-Special, welches in dem Restaurant angeboten wurde.

Nachdem wir aufgegessen und unsere Cocktails getrunken hatten bestellten wir die Rechnung und machten uns auf den Weg zurück ins Hostel. Auf dem Weg dorthin überkam uns noch der Appetit auf ein Eis. Also holten wir uns noch ein Eis und setzten uns damit auf die Terasse unseres Hostels. Eigentich wollten wir die Happy Hour unseres Hostels noch mitnehmen und ein kostenloses Bier abstauben, aber leider waren wir zu spät.
Da es noch recht früh war schlenderten wir noch ein wenig durch die Straßen. Plötzlich wurde es immer voller auf der Straße und es bildeten sich riesige Menschenmassen. Neugierig wie wir sind, drängelten wir uns durch die Menschenmassen nach vorne um zu sehen was hier passierte. Eine Gruppe von Jugendlichen führte in bunten Kostümen einen Tanz auf. Wie wir hinterher erfuhren war es ein vietnamesischer Feiertag und diese traditionellen Tänze wurden überall im ganzen Land aufgeführt.
Nachdem wir genug gesehen hatten und es uns in der Menschenmenge auch zu heiß wurde, schlenderten wir die Straße zurück Richtung Hostel. An einem süßen Stand mit handgemachtem Schmuck kauften wir uns noch beide ein paar wirklich schöne Ohrringe.Danach ging es aber wirklich zurück ins Hostel und auch ab ins Bett. Das war ein wirklich spannender und schöner Tag!
Augeschlafen schmissen wir uns am nächsten Morgen in unsere Klamotten und gingen zum Frühstück. Heute waren wir schon etwas früher dran, da eine längere Fahrt anstand. Wir wollten mit dem Roller über den Hai-Van-Pass nach Hoi An fahren. Also packten wir unsere Rucksäcke und steckten nur die wichtigsten Sachen in unsere kleine Tasche. Wir gaben unser Gepäck an der Rezeption ab, denn es wurde von einem Mitarbeiter mit dem Auto nach Hoi An gebracht. Was ein Service!
Gegen 11 Uhr starteten wir unsere Fahrt. Mit einem Roller, Helmen und genug Wasser ausgestattet fuhren wir los. Wir hatten uns auf der regulär 3 Stunden langen Strecke einige Stopps rausgesucht, welche wir uns gerne anschauen wollten. Nach ca 30 Minuten Fahrt fing es ein wenig an zu regnen. An einem Straßenstand besorgten wir uns sehr günstig ein paar Regencapes und schon bald stoppten wir an unserem ersten Ziel. Dies war eine Lagune in einem winzigen Fischerdorf.

Da es hier nicht besonders viel zu sehen gab, machten wir nur eine kleine Trinkpause und fuhren bald weiter. Da es schon wieder aufgehört hatte zu regnen, packten wir unsere Capes wieder ein. Einige Zeit später erreichten wir den Hai Van Pass. Eine Serpentinenstrasse welche durch grün bewaldete Berge führt, immer mit einer tollen Aussicht auf das Meer. Gleich am Anfang hielten wir an einem Aussichtspunkt an. Von hier konnte man den kilometerlangen Lang Co Strand sehen.

Unser ursprünglicher Plan war es dort schwimmen zu gehen, da es aber schon wieder etwas regnete entschieden wir uns dagegen. Nach ein paar Minuten fuhren wir also weiter. Nun eröffnete sich der Pass vor uns. Es boten sich uns wirklich unglaubliche Landschaften. Durch die Serpentinen fuhren wir bis durch die Wolken. Nachdem wir noch einen Fotostopp machten fing es wirklich stark an zu regnen.

Da wir keine Möglichkeit fanden in den engen Serpentinen anzuhalten, konnten wir leider unsere Capes nicht rechtzeitig anziehen. Als wir von dem Pass fuhren und in der Stadt ankamen, waren wir schon komplett durchnässt. Leider standen uns noch 2 Stunden Fahrt bevor. Durch den strömenden Regen fuhren wir bis zu einer Tankstelle. Unser Tank wurde wieder befüllt und wir konnten uns unter dem kleinen Dach ein paar Minuten erholen. Wir tranken ein paar Schlücke Wasser und futterten durchnässte Kekse.

Da der Regen sich allerdings nicht verzog und wir noch 1 Stunde Fahrt vor uns hatten, beschlossen wir unsere Capes über die triefend nassen Klamotten zu ziehen und die letzte Etappe durchzuziehen. Der Regen prasselte so doll auf unsere Haut, dass wir schon richtige Schmerzen hatten. Alle 2 Minuten mussten wir unsere Sonnenbrillen abwischen um überhaupt etwas zu erkennen. Da wir das Navi auf dem Handy bei diesem Wetter natürlich auch nicht wirklich benutzen konnten mussten wir ständig anhalten um nach dem Weg zu schauen. Nach einer weiteren Stunde standen wir endlcih vor unserem Hotel. Tropfend, bis auf die Unterwäsche durchnässt standen wir dort, wie 2 begossene Pudel. Sofort kam die Rezeptionistin aus dem Hotel auf uns zugelaufen und hielt einen Regenschirm über uns. Sie checkte uns schnellstmöglich ein. Triefend nass kamen wir in unser Hotelzimmer. Wir zogen uns direkt die nassen Klamotten aus und sprangen unter die Dusche. Glücklicherweise hatten wir uns trockene Unterwäsche eingepackt. Unser Gepäck war nämlich noch nicht angekommen. Frisch geduscht kuschelten wir uns zunächst mal ins Bett um uns aufzuwärmen. Wir versuchten unsere Klamotten trocken zu föhnen, da wir ja momentan keine anderen hatten. Eine Stunde später mussten wir nämlich in der Stadt den Roller abgeben und unser Gepäck abholen. Leider funktionierte das nicht so wie gewollt und wir mussten wohl oder übel wieder in die nassen Klamotten schlüpfen. Uaah, das war unangenehm!
Wir fuhren also zu der angegebenen Adresse um den Roller abzugeben und unser Gepäck abzuholen. Doch statt dem erwarteten Roller-Shop saßen wir schließlich in einer Schneiderei und wurden von der wirklich gesprächigen jungen Dame ausgefragt. Nach ca 15 Minuten wurde dann auch unser Gepäck gebracht und wir wurden nach und nach - erst Jojo, dann ich - von einem jungen Mann auf seinem Motorrad zurück zu unserem Hotel gebracht. Bis auf ein paar Minuten Wartezeit, welche wirklich unterhaltsam waren, war wirklich alles perfekt organisiert.
Zurück im Hotel zogen wir uns als erstes trockene Klamotten an und liefen dann los um zu Abend zu essen. Jojo hatte bei TripAdvisor ein nettes Restaurant in der Nähe rausgesucht. Nach 10 Minuten Fußweg kamen wir an dem Restaurant an, wurden freundlich empfangen, setzten uns und bestellten unser Essen. Wir genossen unser Essen und bestellten sogar noch ein Dessert. Im Internet stand, dass man hier das hausgemachte Eis probieren sollte. Das ließen wir uns nicht zweimal sagen. WIr bekamen einige Kugeln Vanilleeis mit "Sahne". Nach einigen Löffeön Sahne und lange, rätseln woraus sie bestand, stellten wir fest, dass es sich hierbei nicht um Sahne sondern um Eischnee handelte. Diese Kombination haben wir noch nie gesehen, sie war allerding wirklich lecker.
Nach unserem Abendessen gingen wir gemütlich zurück in unser Hotelzimmer. Dort schauten wir noch einen Film und schliefen bald ein.

Die nächsten Tage kann man ziemlich gut zusammenfassen mit "chillen und genießen".
Wir frühstückten im Hotel, es gab eine reiche Auswahl und ein frisches Omelett für jeden. Nach dem Frühstück verkrochen wir uns noch einmal im Zimmer. Wir schlüpften noch einmal ins Bett und schlummerten noch eine Runde. Irgendwann rafften wir uns aber doch auf um unseren nächsten Flug nach Kambodscha zu buchen. Wir planten unsere letzten Wochen ein wenig. Ob ihr es glaubt oder nicht, wir haben im Moment einen absoluten Durchhänger. Man könnte es fast eine "Sightseeing-Faulheit" nennen. :D
Also tun diese paar Tage einfach mal garnichts machen auch ziemlich gut. Gegen 15 Uhr konnten wir uns dann aber doch mal aufraffen uns fertig zu machen. Wir organisierten uns einen Wäschedienst, welcher unsere Wäsche direkt am Hotel abholt und frisch gewaschen zurück bringt. Also kramten wir die Dreckwäsche zusammen und gingen in die Lobby um uns mit Cuong zu treffen. Er sammelte unsere Wäsche ein, wog sie, packte sie auf seinen Roller und zischte ab. Wir entschieden uns dazu auch abzuzischen und machten uns auf den Weg Richtung Altstadt. Ca 25 Minuten später standen wir auch schon mittendrin. Wir waren von den vielen Lichtern und den alten süßen Häusern schon jetzt begeistert. Da wir wirklich hungrig waren, nahmen wir in einer Rooftopbar platz und genossen von dort aus den Sonnenuntergang. Nach einem wirklich leckeren Abendessen und einem erfrischenden Cider wollten wir nun die Altstadt erkunden. Wovon wir vorher schon hin und weg waren wurde nun immer besser. Es kamen immer mehr bunte Lichter und Lampions, die Häuser wurden immer schöner und auf dem kleinen Fluss trieben fast wie in Venedig kleine Boote mit kleinen Laternen. Zwischen den Booten schwammen viele bunte Laternen, welche Glück bringen sollen. Es sah wirklich traumhaft aus. Wir schlenderten durch die kleinen Gassen, über den Nightmarket und genossen ein Rolled Ice Cream. Als wir nach ca 25 Minuten wieder in unserem Hotel ankamen, legten wir uns zufrieden ins Bett und schliefen bald ein.


Der nächste Tag sah ähnlich aus. Wir frühstückten um halb 10 Uhr, krochen dann aber doch noch einmal zurück ins Bett. Nach knapp einer Stunde verlagerten wir unser Nichtstun an den wirklich schönen Pool im "Innenhof" des Hotels. Wir schwammen ein paar Bahnen, dümpelten ein wenig vor uns hin und entspannten auf den Poolliegen.

Gegen 15 Uhr gingen wir zurück aufs Zimmer, duschten und machten uns fertig. Diesmal wollten wir etwas früher in die Altstadt gehen, um das Ganze auch einmal bei tageslicht zu bewundern. Wir liefen also die ca. 20 Minuten in die Altstadt. Die wirklich schönen alten Häuser kamen so im Hellen doch noch viel besser zur Geltung. Den Zauber der vielen Laternen, Lampions und Lichter fehlte jedoch. Wir liefen durch die Gassen, über die Brücke und setzten uns diesmal auf der anderen Flussseite in ein Restaurant. Glücklicherweise hatte auch dieses Restaurant eine obere Etage und wir bekamen einen Tisch mit wunderbarem Blick auf den Fluss, die Straße und das abendliche Treiben.

Wir bestellten uns beide asiatische Nudeln und ein Bier. Die Nudeln glichen allerdings eher einer Packung Instant-Nudeln aus dem Supermarkt. Zum Glück waren die Nudeln wirklich günstig. Während wir unsere pappigen Nudeln aßen und unser Bier tranken ging über Hoi An auch die Sonne unter. Der Himmel verfärbte sich erst rosa bevor er wirklich knallig rot-orange wurde. Wirklich wunderschön. Es dauerte nicht lange und es wurde dunkel. Etwas enttäuscht von unseren Nudeln, zahlten wir unsere Rechnung und schlenderten ein wenig am Fluss entlang. Fast am Ende der Straße fanden wir eine süße kleine Eisdiele. Wir kauften uns jeder zwei Kugeln Eis und setzten uns auf eine Bank am Fluss. Wir hätten dort wirklich die ganze Nacht sitzen und das Treiben beobachten können. Es gefällt uns wirklich gut hier. Nach einer Weile machten wir uns dann aber doch auf den Weg Richtung Hotel. Den Nightmarket nahmen wir allerdings noch mit. Den Abend ließen wir mit einem Film und einer Dose Bier im Bett ausklingen.

Der nächste Tag lief ziemlich genauso ab wie der vorherige. Frühstück, Pool, Orga-Kram usw. Abends führte uns unser Appetit in ein nettes kleines thailändisches Restaurant. Die thailändische Köchin und ihr spanischer Mann waren wirklich unglaublich nett und das Essen schmeckte hervorragend. Auch den heutigen Tag ließen wir mit einem Film und einem Bierchen im Bett ausklingen.
An unserem letzten vollen Tag in Hoi An beschlossen wir, doch noch etwas zu unternehmen. Unser ursprünglicher Plan war es die "Golden Bridge" zu besuchen. Wer sich diese einmal bei Google ansieht wird staunen. Sie sieht wirklich toll aus. Kurz vor der Abfahrt mit dem Roller wollten wir noch einmal checken mit wieviel Eintrittsgeld wir rechnen müssen. Ein Glück. Im Internet konnten wir lesen, dass die Brücke in einem heruntergekommenen Freizeitpark liegt, man ca 30€ für den Eintritt zahlen muss und mindestens 2 Stunden bei der Gondel anstehen muss um überhaupt zur völlig überlaufenen Brücke zu kommen. Wie ihr euch wahrscheinlich denken könnt, entschieden wir uns spontan um. Wir nahmen unseren gemieteten Roller natürlich trotzdem in Anspruch, packten unsere Schwimmsachen und brachen auf um zum Strand zu fahren. Knapp 15 Minuten Fahrt später fuhren wir auf den Parkplatz auf welchem man gegen eine kleine Gebühr parken konnte. Wir freuten uns wie kleine Kinder als wir den wirklcih schönen hellen Strand entdeckten. Wir wurden von einer alten Dame direkt auf 2 Liegen platziert und holten uns direkt mal eine Abkühlung im Meer. Wir entspannten, schauten den Paraglidern zu, holten uns einen Frucht-Shake und ließen es uns gut gehen.

Als wir sandig, salzig und müde von der Sonne waren, schnappten wir uns den Roller und fuhren zurück ins Hotel, duschten und machten uns fertig und waren ehe wir uns versehen konnten schon wieder auf dem Weg in die Altstadt. Wir beschlossen heute noch einmal in der Rooftopbar zu essen, in welcher wir am ersten Abend waren. Auch heute war das Essen sehr gut. Ein letztes Mal genossen wir die wunderschöne Altstadt und kauften ein paar Souvenirs auf dem Nightmarket. Zurück im Hotel packten wir und schlüpften bald ins Bett. Morgen ist ein Reisetag angesagt.
Am nächsten Morgen mussten wir schon früh raus. Wir hatten uns für 08.30 Uhr ein Taxi zum Flughafen bestellt. Da wir vorher noch in Ruhe frühstücken und die letzten Sachen packen wollten, klingelte der Wecker um 7 Uhr. Wir machten uns fertig, frühstückten und gingen noch einmal aufs Zimmer um unser Gepäck zu holen. Unten in der Rezeption kam direkt das Personal angerannt um uns das Gepäck abzunehmen. Wir checkten aus und setzten uns noch 5 Minuten in die Lobby, bevor unser Fahrer uns abholte. Nach einer herzlichen Umarmung der Rezeptionistin stiegen wir ins Taxi und fuhren ca. 30 Minuten zum Flughafen in Da Nang. Am Flughafen angekommen checkten wir schnell ein, gaben unser Gepäck, welches glücklicherweise direkt bis Siem Reap durchgecheckt wurde, ab und setzten uns an unser Gate.
Nach knapp 1,5 Stunden warten begann dann auch endlich unser Boarding. Um etwas Geld zu sparen hatten wir einen Flug mit Zwischenstopp in Bangkok gebucht. Daher ging es jetzt zuerst einmal nach Bangkok. Dort angekommen standen uns 6,5 Stunden Wartezeit bevor. Was tut man nicht alles um ein paar Dollar zu sparen :D Wir schlenderten ein wenig durch den Flughafen, bis wir uns dazu entschlossen uns etwas zu Essen bei Mc Donalds zu holen. Mit einer Tüte gefüllt mit Cheeseburgern, Pommes und Chicken Nuggets suchten wir uns einen etwas ruhigeren Platz. An einem Fenster mit Blick aufs Rollfeld wurden wir fündig.
Die nächsten 4 Stunden verbrachten wir dort, telefonierten, spielten Spiele, beobachteten die Leute, unterhielten und langweilten uns. Als es schließlich nur noch eine halbe Stunde bis zum Boarding war, beschlossen wir zu unserem Gate zu gehen und dort weiter zu warten. Mittlerweile war es dunkel draußen und es fing an zu regnen und gewittern. Trotz Gewitter konnten wir pünktlich starten. Leider flogen wir direkt in das Gewitter rein, weswegen wir einige Turbulenzen über uns ergehen lassen mussten. Jojo war etwas ängstlich und klammerte sich den ganzen Flug über an mich. Glücklicherweise flogen wir auch diesmal nur knapp 1,5 Stunden. Pünktlich und sicher landeten wir um 21 Uhr in Siem Reap am Flughafen. Die Einreise nach Kambodscha war Dank E-Visa problemlos und einfach. Da unser Hotel einen kostenlosen Flughafen-Transfer anbot, wurden wir mit Namensschild am Flughafen abgeholt. Im Auto bekamen wir jeder ein kaltes Handtuch zum Erfrischen und eine Flasche eiskaltes Wasser. So wird man doch gerne empfangen. Wir fuhren ca 15 Minuten zu unserem Hotel. In der Lobby wurden wir erneut begrüßt und bekamen einen Begrüßungsdrink. Ca. 10 Minuten später wurden wir auf unser wirklich hübsches Zimmer gebracht. Unser Gepäck wurde uns 5 Minuten später gebracht. Was ein Service! :)
Kaputt von den Strapazen der Reise und vom Nichtstun fielen wir in unser Bett und schliefen zufrieden ein.
Die nächsten 3 Tage verbrachten wir ähnlich. Wir genossen das riesige Frühstück, welches aus 3 Buffets bestand. Warmes Buffet mit Reis, Nudeln, Gemüse usw, ein Buffet mit Brot, Kuchen, Teilchen und Salat und ein großes Früchte- und Müslibuffet.


Tagsüber haben wir am Pool gechillt, den Supermarkt um die Ecke unsicher gemacht, die große Auswahl an Restaurants in der Pub Street genossen und jeden Menge Bier für 50 Cent pro 0,5 Liter getrunken. Am Samstag trafen wir uns mit AJ, einen Freund aus Kambodscha, welchen ich letztes Jahr auf meiner Kambodscha-Reise kennengelernt habe. Wir aßen gemeinsam zu Abend und er zeigte uns die verschiedenen Nachtmärkte rund um die Pub Street herum.

Wir verabredeten uns mit ihm für Montag, da er anbot uns einige Tempel zu zeigen. Nachdem wir den Sonntag am Pool verbrachten und entspannten, standen wir am Montag schon um 7 Uhr auf, da AJ uns um 8:30 Uhr abholen wollte.
Wir frühstückten in Ruhe, zogen unsere langen Hosen an und wurden pünktlich um 8:30 Uhr von AJ eingesammelt. Er hatte sich die 3 Haupttempel für uns ausgesucht, der Angkor Wat, Bayon und der berühmte Ta Prohm, in welchem der Film Tomb Raider gedreht wurde. Einige Minuten später standen wir vor der Ticketzentrale und kauften unseren Tempeltagespass. Mit einem wirklich unvorteilhaften Foto auf unserem Ticket ging es direkt weiter zum Angkor Wat. AJ setzte uns davor ab, er wollte nicht mitkommen, da er die Tempel als Tourguide fast jeden Tag zu Gesicht bekommt. Also schlenderten wir gemütlcih durch die riesige Anlage, freundeten uns mit ein paar Babyäffchen an und bestaunten die tollen Gebäude. Auch die Gravierungen in den Sandstein sind unglaublcih faszinierend. So detailreich. Da die Sonne ordentlich knallte waren wir nach ca 1,5 Stunden erschöpft und liefen zurück zum Auto um AJ zu treffen. Er wartete mit eiskaltem Wasser und dem gekühlten Auto auf uns. Perfekt!!!


Als nächstes ging es zum Bayon. Auf dem Weg dorthin stoppten wir an einer kleinen Brücke.
Am Rand der Brücke standen viele Buddhastatuen welche wir bestaunten, während doch tatsächlcih hinter uns ein riesiger Elefant über die Straße trottete. Wir freuten uns total darüber einen Elefanten zu sehhen, waren jedoch auch traurig, da er ein riesiges Gestell auf dem Rücken trug um Touristen durch die Gegend zu tragen. Als wir wieder im Auto saßen war es nicht mehr weit. Der Bayon Tempel wird auch der Tempel der lachenden Gesichter genannt. Er hat ca 55 Türme und auf jeder der 4 Seiten der Türme war ein großes lachendes Gesicht eingraviert. Wir schlenderten ein wenig durch die Tempelanlage und stiegen auf die obere Ebene hinauf.

AJ entschied, dass wir uns noch einen weiteren Tempel anschauen sollten. Also liefen wir ca 2 Minuten zu Fuß zu einer anderen Anlage. Auf dem Weg dorthin trafen wir mehrere bunt geschmückte Paare, welche traditionelle Verlobungsfotos machten. Einige sahen wirklich schick aus, andere viel zu übertrieben kitschig. Zumindest für unseren Geschmack. Als wir an der anderen Tempelanlageankamen, verließ AJ uns wieder. So konnten wir die Anlage in Ruhe erkunden. Auf den verschiedenen Ebenen konnten wir viele schöne Dinge entdecken. Von ganz oben hatten wir sogar eine tolle Aussicht auf den Zugang zum Tempel, den 200m langen Weg. Als wir die wirklich schmalen, steilen Treppen wieder heruntergeklettert waren, konnten wir auf der Rückseite noch einen riesigen liegenden Buddha entdecken. Leider hat es mittlerweile angefangen zu regnen, weswegen wir schnell wieder zu AJ liefen und wir uns auf den Rückweg zum Auto machten.


Unser letzter Stopp war der ca. 10 Minuten entfernte Ta Prohm Tempel. Der Tempel ist auch bekannt aus dem Tomb Raider Film. Einige Szenen wurden nämlich dort gedreht. Dieser Tempel ist einer der beeindruckensten und mein Lieblingstempel. Warum? Er ist komplett von riesigen Bäumen bewachsen. Die Wurzeln bahnen sich Ihren Weg durch die steinernden Wände. Daher sind viele Gebäude eingestürzt. Doch wenn man sich seinen Weg durch die ruinenartige Anlage bahnt, kommt man sich fast vor wie in einer Fantasiewelt. Die Bäume und riesigen Wurzeln sind so surreal. Wirklich faszinierend. Ca. 45 Minuten und etliche Fotos später machten wir uns auf den Weg zurück zum Auto.


Tempel hatten wir für heute genug gesehen. Einen letzten Programmpunkt hatten wir allerdings noch auf der Agenda stehen. Wir trafen uns mit Sony, Aj's Cousin, welcher einen Nudel-Laden führte. Er stellt die bekannten Khmer Noodels nach traditioneller Art her und benutzt nur natürliche Inhaltsstoffe. Sein Ziel ist es, das mittlerweile etwas in Vergessenheit geratene und von westlichem Essen verdrängte Rezept, weiterzugeben und zu schulen. Natürlich durften auch wir die Nudeln probieren. Und wer hätte es gedacht?! Sie schmeckten vorzüglich!


Nachdem wir aufgegessen hatten verabschiedeten wir uns von Sony und AJ fuhr uns zurück in unser Hotel. Im Hotel angekommen wollten wir uns nur kurz aufs Bett legen und ausruhen. Das war ein großer Fehler. 3 Stunden später wachten wir völlig verwirrt und Jojo mit sehr starken Kopfschmerzen wieder auf. Weil wir beide völlig fertig waren, beschlossen wir uns essen zu bestellen und den Abend gemütlich im Hotelzimmer zu verbringen.
Netflix, Dominos Pizza und Bananen Smoothie. Gibt schlimmeres oder? :)

 

 

Ab in den Norden! - Laos und Vietnam

12Sept2019

Nachdem wir also an unserem Hostel in Luang Prabang angekommen sind, legten wir uns noch einen Moment ins Bett. Durch die Busfahrt waren wir total durchgefroren und Dank Erkältung auch total kaputt!
Circa eine Stunde später machten wir uns allerdings frisch und liefen ein wenig durch den Ort, bis wir zu dem wirklich hübschen Restaurant kamen, welches Jojo schon bei TripAdvisor für uns rausgesucht hatte.

Da draußen schon alles Tische besetzt waren, setzten wir uns drinnen an einen kleinen Tisch direkt am Fenster. Sofort wurden wir herzlich begrüßt und uns wurde die Getränkekarte in Form eines Reisepasses und die Speisekarte in Form eines Tabletts gereicht. Wirklich originell. Auch die Speisen auf der Karte waren etwas ausgefallener.

So entschied Jojo sich für einen Veggie Burger mit Rote Beete-Brot und Falafel-Patty und ich mich für hausgemachte Gnocchi in grünem Curry. Dazu gab es einen leckeren Mojito! Wir waren begeistert! Nicht nur die Einrichtung und Aufmachung des Restaurants war super stimmig, auch das Essen schmeckte hervorragend!


Gesättigt und zufrieden machten wir uns schließlich auf den Weg zurück ins Hostel.
Dort angekommen zogen wir uns um und fielen sofort müde ins Bett!

Am nächsten Morgen schliefen wir bis ca 10 Uhr. Frühstück hab es im Frühstück. Aus einer Karte von ca 8 Pancake- und Omeletteoptionen wählten wir Schokoladen-Pancakes und ein Omelette mit Tomaten und Zwiebeln. Für ein Hostel, welches pro Nacht nur 3€ kostet war das Frühstück wirklich luxuriös! 😊

Da meine Erkältung leider eher schlimmer als besser geworden ist, entschieden wir uns dazu alle Pläne für heute zu canceln und den Tag im Bett zu verbringen! Ich legte mich also nach dem Frühstück wieder ins Bett und versuchte zu schlafen. Jojo telefonierte mit Mama, schrieb Blog, suchte Busse raus und erledigte ein wenig Orga-Kram.

Gegen 17 Uhr rafften wir uns auf, duschten ausgiebig und zogen uns an. So langsam knurrte der Magen auch wieder, also machten wir uns auf den Weg um etwas zu Abend zu essen.

Merkwürdigerweise fanden wir uns eine halbe Stunde später wieder im selben Restaurant, in welchem wir am Vorabend schon waren. Das hat uns einfach zu gut gefallen!
Heute entschieden wir uns beide für ein rotes Kürbis-Curry! Auch dies war sehr sehr lecker!

Zum Nachtisch genehmigten wir uns heute eine belgische Mousse au Chocolait. Einfach herrlich 😍

Da es noch recht früh war, liefen wir danach noch über einen riesigen Nightmarket. Hier gab es hauptsächlich handgemachte Täschchen, Tücher, Bilder, Magneten usw..
Ich erstand einen weiteren wunderschönen Magneten für Julians Sammlung.

Nach ca einer Stunde stöbern und bummeln liefen wir zurück ins Hostel.
Eine Chinesin aus unserem Zimmer hatte wohl mitbekommen, dass wir beide erkältet sind und erklärte uns mit ihrem Übersetzungsgerät, dass sie uns VitaminC Tabletten zum auflösen anbieten kann. Da sagten wir nicht nein! 😊
Also schlürften wir unser nach Orange schmeckendes Vitamin C -Wasser und packten dabei unsere Rucksäcke.

Gegen 23 Uhr lagen wir beide gemütlich in unseren Betten und schliefen auch sehr bald ein.

Der nächste Tag war wieder ein Reisetag. Da unser Flieger allerdings erst abends ging, frühstückten wir noch in Ruhe bevor wir auscheckten. Glücklicherweise konnten wir unser Gepäck im Hostel lassen, denn für heute standen die Kuang Si Wasserfälle auf dem Plan, welche wir gestern nicht besuchen konnten.

Wir mieteten uns einen Roller und machten uns auf den Weg. Der Weg führte uns als erstes zur Tankstelle, denn der Tank war komplett leer. Für umgerechnet 2€ tankten wir den Roller komplett voll. Jetzt konnte es losgehen.

Wir fuhren durch kleine Dörfer, durch Felder und über einige Berge, bis wir schließlich nach knapp 45 Minuten bei den Wasserfällen ankamen. Die Strecke war wirklich wunderschön. Jetzt waren wir auf die berühmten Kuang Si Wasserfälle gespannt. Sind sie wirklich so schön, wie man es aus dem Internet kennt? Ja, sind sie. Türkisfarbenes Wasser bahnte sich seinen Weg durch verschiedene Felsformationen und sammelte sich in mehreren kleinen natürlichen Pools. Wirklich unglaublich schön anzusehen. Und das beste daran...man durfte in diesen Pools baden.

Mit Bikini ausgestattet genossen wir eine erfrischende Abkühlung in einem der Pools, während wir die Aussicht nur so in uns aufsogen.

Nachdem wir den Pool anfangs noch für uns allein hatten, füllte sich das Becken allmählich mit weiteren Touristen. Also machten wir uns aus dem Staub. Wir zogen uns schnell etwas trockenes an und liefen entlang des Wassers zurück Richtung Ausgang. Da es mittlerweile wirklich heiß geworden war, genehmigten wir uns noch einen Limette-Minze-Shake bevor es zurück in die Stadt ging.

Anders als bei der Hinfahrt fuhr Jojo nun den Roller und ich saß hinten drauf. So konnte ich die schönen Aussichten während der Fahrt umso mehr genießen.

Zurück im Hostel legten wir unsere nassen Badesachen in die Sonne, in der Hoffnung dass sie noch trocknen bevor wir uns auf den Weg zum Flughafen machen.

Da es aber gerade erst 15 Uhr war und wir erst um 17 Uhr los mussten, sollte dies kein Problem geben.

Da wir ein wenig Hunger hatten liefen wir noch einmal in den Ort um etwas zu essen. In einem süßen Restaurant bestellten wir Pizza und Pasta. Ja, auch in Asien hat man manchmal Bock auf Pizza! 😃

Gut gestärkt stiegen wir schließlich in unser Tuk-Tuk, welches uns zum Flughafen brachte.

Der Flughafen in Luang Prabang war nicht sehr groß und daher sehr übersichtlich. Wir checkten ein, gingen durch die Security und flogen Dank schnellem Boarding schon 40 Minuten vor dem geplanten Start los.
Der Flug dauerte nur eine Stunde und so landeten wir ca um 20 vor 8 in Hanoi.

Die Einreise verlief trotz Einreise mit einem Oneway ziemlich problemlos und schnell, sodass wir schon kurze Zeit später im Taxi zu unserer Unterkunft saßen.

An der angegebenen Adresse begrüßte uns unser Gastgeber und zeigte uns unser wirklich wunderschönes Zimmer!
Das Zimmer war sehr groß und besaß eine riesige Fensterfront mit Blick auf den Fluss und die drumherum liegenden Gebäude.

Wir fühlten uns sofort wohl. Nachdem wir uns etwas eingerichtet hatten legten wir uns auch ins Bett und schliefen direkt ein.

Am nächsten Morgen schliefen wir sehr lange - bis ca 12 Uhr. Da merkt man doch immer wieder, dass man sich auch bei einer Erkältung etwas Ruhe gönnen sollte. Der Schlaf war anscheinend benötigt!
Wir machten uns fertig und liefen ganz blauäugig Richtung Zentrum.

Ohne genaues Ziel liefen wir an der stark befahrenen Hauptstraße entlang. Kein wirklich angenehmer Fußweg. Da wir am Abend zuvor komischerweise kaum Bargeld abheben konnten und das Geld gerade mal für die Taxifahrt reichte, waren wir nun auf der Suche nach einem Geldautomaten. Doch wie das nunmal so ist, wenn man etwas sucht, dann findet man es nicht. Weit und breit war kein Geldautomat zu finden.

Es war extrem heiß und die Luftfeuchtigkeit lag bei 100%. Wir hatten seit 24 h nichts mehr gegessen und wollten uns einfach nur ein Wasser kaufen. Aber ohne Moos nichts los. Nach 45 Minuten Hin und Her fanden wir dann tatsächlich einen Geldautomaten. Doch wie sollte es auch anders sein?! Der Geldautomat nahm keine Visakarten. Leider waren sowohl Jojo's als auch meine Kreditkarte Visakarten. Also ging die Suche weiter. Glücklicherweise fanden wir gleich in der nächsten Straße einen Automaten der uns etwas Geld ausspuckte.

Völlig fertig und unterzuckert liefen wir in den nächsten KCircle und kauften uns erstmal jeder eine Dose Cola für den Kreislauf und eine Flasche Wasser!
Das tat schonmal gut.

Weitere 10 Minuten Fußweg entfernt fanden wir ein Einkaufszentrum mit einem integrierten Supermarkt. Wir nutzen die Chance um uns etwas zu Essen (es gab tatsächlich meine heißgeliebten Haribo Kirschen 😍 - da konnte ich nicht nein sagen) zu besorgen und uns in das kostenlose WLAN einzuhäcken. Vielleicht sollte man in dieser riesigen Stadt nicht ganz planlos loslaufen.
Wir googelten also ein wenig und beschlossen letztendlich erstmal etwas richtiges Essen zu gehen.

Jojo suchte uns mal wieder bei TripAdvisor ein Restaurant in der Gegend raus und wir machten uns auf den Weg dorthin!

Die Bedienung in Restaurant sprach leider kein Wort Englisch, was die Kommunikation deutlich erschwerte. Wir versuchten ihr mit Übersetzungsapps klar zu machen, was wir gerne bestellen wollen. Sie wirkte allerdings nicht so als hätte sie es verstanden.

Nach ca 15 Minuten brachte sie dann aber tatsächlich zumindest das, was Jojo bestellt hatte. Von meinem Essen war keine Spur zu sehen. Als Jojo dann fast aufgegessen hatte, kam dann tatsächlich auch mein Essen.

Wir waren einfach nur froh etwas in den Magen zu bekommen! Als wir schließlich zahlen wollten, schien sich keiner mehr für uns zu interessieren. 2 der 3 Kellnerinnen flirtete mit einer Gruppe Männern (50+) und kippte mit ihnen einen Vodka Shot nach dem anderen. Die dritte Kellnerin alberte mit den 2 Barkeepern herum. Tja, dann halt nicht.

Doch als sie bemerkten, dass wir uns bereit machten um aufzubrechen, brachten sie uns dann doch die Rechnung.

Da Jojo und ich irgendwie völlig kaputt waren und die Laune dank diesem komischen Tag irgendwie auch im Keller war, liefen wir zurück zum Einkaufszentrum, kauften etwas fürs Abendessen und fürs Frühstück ein und führen zurück zu unserer Unterkunft!

An diesem Tag wurde die zweite Staffel der Serie veröffentlicht, welche Jojo und ich bereits vorher zusammen geschaut hatten.
Also machten wir es uns in unserem Bett gemütlich und schauten bis 5 Uhr morgens die komplette zweite Staffel Elité durch 🙈

Der nächste Tag startete dementsprechend spät! Wir schliefen bis ca 12 Uhr blieben aber bis 14 Uhr im Bett und genossen es einfach mal nichts zu machen. Das ist das schöne daran, wenn man einfach mal mehrere Tage an einem Ort ist.

Zum Frühstück hab es Wassermelone und Brot (leider mal wieder süß) mit dem aus Deutschland bekannten Kiri-Streichkäse. Diese Leckereien hatten wir gestern im Supermarkt in weiser Voraussicht ergattert.

Da wir nach zwei Stunden aber immer noch nicht unterwegs war und wir immer noch/schon wieder Hunger hatten, bestellten wir uns über Grab (das asiatische Uber) jeweils eine Salatbowl. Nach dem wir auch diese verspeist hatten, haben wir es dann doch einmal geschafft uns aufzuraffen und fertig zu machen.

Unser Ziel für heute Abend war das Old Quater vom Hanoi. Trubelige Straßen, Streetfood und Märkte soweit das Auge reicht. Das war genau nach unserem Geschmack. Wir schlenderten ein wenig durch die Gassen, bevor wir uns in der Lantern Lounge ein mehr oder weniger leckeres Abendessen genehmigten.
Auch nach dem Essen bummelten wir noch ein wenig durch die Straßen und liefen über die Märkte. An einer italienischen Eisdiele kauften wir uns noch ein wirklich sehr leckeres Eis bevor es gegen 23.30 Uhr mit einem Grab zurück zu unserer Unterkunft ging.

Da wir den ganzen Vormittag in Bett verbracht hatten, waren wir aber noch nicht so wirklich müde. Daher ließen wir den Abend noch mit einem Film ausklingen. Gegen 2 Uhr schliefen wir dann doch ein.

Der nächste Tag war noch fauler als der zuvor. Wir verließen unser Zimmer heute kein einziges Mal. Wobei - nicht ganz. Wir liefen zweimal runter zur Haustür um unser bestelltes Essen abzuholen! 😃

Ansonsten nutzen wir den Tag um mal wieder etwas zu organisieren. Wir buchten unseren Bus nach Hué, verlängerten unsere Unterkunft um eine Nacht, buchten uns eine schöne Touri-Tour in die Halong Bucht für den nächsten Tag, beantragten unser Visum für Kambodscha, tätigten einige Überweisung und, und, und.

Am Abend telefonierten wir noch mit Omi und Mami, bevor wir es uns wieder mit einem Film im Bett gemütlich machten und den Abend ausklingen ließen.

Am nächsten Morgen klingelte der Wecker schon um 6 Uhr. Um 7 Uhr machten wir uns mit einem Grab auf den Weg zur Travel Agency, wo wir um 8 Uhr für unsere Halong Bucht Tour abgeholt werden sollten. Typisch Deutsch waren wir natürlich schon um 20 vor 8 dort. Da wir aber noch nichts gefrühstückt hatten und Jojo beim Warten auf unserer Grab schon wegen Kreislaufproblemen auf dem Boden saß, liefen wir zum nächsten KCircle und kauften uns Schokocroissants, Chips, Oreos, Äpfel und ganz viel Wasser!

Leider kam unser Bus nicht wie geplant um 8 Uhr und wir mussten noch deutlich länger warten. Jojo's Kreislauf baute schon wieder ab, sodass sie sich den kleinen Hocker vom Gemüsehändler nebenan schnappte und sich zwischen Limetten und Co hinsetzte.
Dieser morgen war wirklich unglaublich schwül, die Luftfeuchtigkeit lag bei 100% und der Schweiß lief uns nur so das Gesicht runter. Vom Bus weit und breit keine Spur. Jojo ging es nach einiger Zeit zum Glück wieder besser. Doch plötzlich wurde mir komplett schwindelig, so dass Jojo und ich schnell die Plätze tauschten. Laut Jojo hatte ich wohl garkeine Farbe mehr im Gesicht. Der Gemüsehändler tat mir schon leid, denn wir saßen die ganze Zeit zwischen seinem Gemüse auf seinem kleinen Hocker. Nach einer Flasche Wasser und ein paar Minuten einfach nur sitzen ging es mir zum Glück wieder gut. Glücklicherweise wurden nun Plätze vor der Travel Agency direkt vorm Van frei, sodass wir uns dort hinsetzen konnten. Doch das sollte noch nicht alles gewesen sein. Wusstet ihr, dass Jojo eine sehr starke Erdanziehungskraft verspürt, wenn es ihr nicht gut geht? Mit dem Spruch "Ich muss auf den Boden" saß sie plötzlich vor mir auf dem Boden und lehnte sich bei mir an. Irgendwas war an diesem Morgen wohl in der Luft. Um 08.40 Uhr kam dann endlich der klimatisierte Bus und nach einer halben Stunde waren wir beide auch wieder fit! Zum Glück, denn wir hatten noch einen langen Tag vor uns.

Mit dem Bus ging es erstmal 3,5 Stunden nach Halong. Unterwegs machten wir einen kleinen Stopp in einer Behindertenwerkstatt, in der wirklich schöne Kunstwerke verkauft wurden.

In Halong angekommen, bekamen wir unsere Tickets und es ging sofort auf unser Boot. Das Boot war recht groß, sodass sich die ca 25 Personen dort gut verteilten.
Kaum waren wir aus dem Hafen raus wurde uns ein amtliches Mittagsessen serviert. Es gab wirklich alles was das Herz begehrt. Pad Thai, Frühlingsrollen, Pommes, Salat, Tomaten und Gurken, Hähnchen mit Gemüse, Krabben, Tintenfisch, Reis, Fisch und und und. Wirklich super lecker, aber viel zu viel. Gut gestärkt fuhren wir durch die Bucht an kleinen Inseln vorbei. Ein wirklich schöner Ausblick. Nach ca 1,5 Stunden hielten wir an einem kleinen Steg, an dem wir in kleinere Bambusboot umstiegen um die Bucht und ihre Felsformationen noch besser erkunden zu können. Unser "Guide" paddelte uns durch coole Höhlen, vorbei an tollen Felsformationen und wunderschönen Inseln. Dazu sang er uns noch ein typisch vietnamesisches Lied.

Zurück am Steg stiegen wir alle wieder auf das große Boot. Unser nächstes Ziel war eine große Höhle mit Stalakmiten und Stalaktiten. Wir stiegen einige Stufen hoch bis zum Eingang der Höhle. Die Höhle war riesig und wirklich beeindruckend. Unser Guide Robert führte uns durch die Höhle und zeigte uns einige lustige Figuren die man aus den Felsformationen erkennen konnte.

Auf der anderen Seite der Höhle ging es wieder viele Stufen runter zurück zum Boot.
Die letzte Stunde entspannten wir auf dem Boot und genossen die tolle Aussicht, bevor es wieder in den Bus und zurück nach Hanoi ging.

Wir hatten tatsächlich ein perfektes Timing. Gerade als wir wieder im Bus saßen, fing es heftig an zu regnen und zu Gewittern. Zurück in Hanoi fuhren wir mit einem Grab zurück zu unserer Unterkunft. Da wir noch Hunger hatten bestellten wir uns wieder etwas zu Essen. Bevor das Essen kam sprangen wir noch schnell unter die Dusche und machten es uns dann mit Flammkuchen und Pizza im Bett gemütlich. Ich telefonierte noch ein wenig mit Julian bevor wir beide völlig kaputt von dem langen Tag einschliefen.

Am nächsten Morgen wurden wir von einem heftigen Donner geweckt. Um 11 Uhr standen wir auf, packten unsere Sachen und machten uns fertig. Um 12 Uhr kam unser Gastgeber um den Schlüssel wieder zu übernehmen. Jojo hatte uns im Vorhinein ein Café in der Nähe des Busstopps rausgesucht, in dem wir frühstücken und auf unseren Bus warten wollten. Mit einem Grab fuhren wir mit Sack und Pack zu der angegebenen Adresse. Doch leider schien es das Café nicht mehr zu geben. Zu Fuß machten wir uns also vollgepackt auf die Suche nach einer Alternative. In einem kleinen Café an der Straßenecke ließen wir uns nieder, frühstückten und verbrachten die nächsten 4 Stunden dort!

Und wisst ihr was wir dort gemacht haben?
Tatsächlich haben wir unseren Rückflug nach Deutschland gebucht. Jetzt ist es endgültig.
Die Gefühle waren in diesem Moment gemischt. Zum einen freuen wir uns beide wirklich riesig auf zu Hause und auf unsere Familie und Freunde, zum anderen sind wir aber auch traurig dass dieses Abenteuer nun fast zu Ende ist.

Aber zurück zur Gegenwart. Um 17.30 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Bus. Mit dem Schlafbus geht es heute ca. 13 Stunden von Hanoi nach Hué. Aber davon mehr beim nächsten Mal! 😊

 

Laos - wir werden die Erkältung nicht los!

04Sept2019

An diesem Mittwochmorgen war Jojo's Erkältung immer noch präsent. Zwar waren die Halsschmerzen weg, jedoch fing nun ein unaufhaltbarer Reizhusten an. Wir entschieden uns dazu den Tag ruhig angehen zu lassen. Wir lagen lange im Bett, organisierten uns dann etwas zu frühstücken, telefonierten mit unserer Omi und entschieden dann gegen 15 Uhr uns an den Pool zu legen. Gegen 17 Uhr wollten wir uns auf den Weg in die Lebua Skybar machen. Eine Rooftopbar im 63. Stock, in welcher auch der berühmte Film "Hangover" gedreht wurde. WIr beobachteten noch ein paar Minuten die "Models" am Pool, welche über den Dächern von Bangkoks spektakuläre Fotos machten :D


Als wir dann vorsichtshalber noch einmal den Dresscode für die Bar nachschauten, fiel uns auf: Wir haben garnichts entsprechendes zum Anziehen. Auf der Website hieß es: "Keine offenen Sandalen, keine Turnschuhe, gehobene Kleidung, keine zerrissenen Hosen, usw."
Da Franzi vor einigen Jahren schon einmal in Bangkok war und aufgrund ihrer Kleidung zurückgewiesen wurde, stellte das natürlich ein Problem dar. Auf der Internetseite fanden wir viele Kommentare von Leuten, welche aufgrund ihrer Kleidung abgewiesen wurden. Während wir so vor uns hin überlegten wurde Jojo's Zustand wieder schlimmer. SIe schniefte und hustete und wurde immer schlapper. Wir entschieden uns letztendlich dazu die Bar nicht zu besuchen um das Risiko nicht einzugehen und uns einen entspannten Abend zu machen. Auch wenn uns die Erkältung viele Ausflüge "raubt", sind wir doch manchmal ein bisschen froh, einen ruhigen Tag zu machen und nicht ständig auf Sightseeing-Touren zu gehen. Wir machten uns für unseren letzten Abend trotzdem ein bisschen schick und entschieden richtig typisch thailändisch zum Italiener zu gehen :D
Es gab ein paar Straßen weiter ein wirklich schönes Restaurant, welches von einem Italiener geführt wurde. Also bestellten wir uns ausnahmsweise mal Pizza und Gnocchi. Das asiatische Essen ist wirklich richtig richtig gut, doch manchmal kann es auch mal zu viel davon werden. Vollgefuttert mit unserer Pizza und Gnocchis traten wir den Heimweg an, packten unsere Rucksäcke für den nächsten Tag und schauten vor dem Einschlafen noch einen Film.

Heute sollte es weitergehen. Völlig übermüdet starteten wir in den Tag. Jojo hatte die ganze Nacht durchgehend gehustet und ich hatte Albträume von dem wirklich gruseligen Film gestern Abend. Wir holten uns wie jeden Morgen unsere Sandwiches beim 7/11, futterten sie auf unserem Zimmer und checkten um 9 Uhr aus. Die Rezeption besorgte uns ein Taxi zum Flughafen und ca 1,5 Sunden später (dank des Verkehrs) kamen wir am Flughafen an. Der Check-In lief problemlos und ca 1 Stunde später saßen wir auch schon im Flugzeug. Der 1-stündige Flug ging blitzschnell vorbei und ehe wir uns versehen konnten standen wir schon in Vientiane, Laos. Unser nächstes Land liegt vor uns.


Nachdem wir unser Gepäck geholt hatten und problemlos eingereist sind (Das Visum kann man hier zum Glück mit US-Dollar bezahlen, welche wir noch übrig hatten) fing uns am Ausgang des Flughafens direkt ein Taxifahrer ab. Wir besorgten uns Bargeld und kauften uns ein "Ticket" für das Taxi. Für 60.000 Kip (ca 6€) wurden wir direkt vor die Tür zu unserem Hostel gebracht. Auch hier verlief der Check-In problemlos und wir wurden in unser 12-Bett Zimmer gebracht. Auch hier gab es zum Glück "Schlafboxen", welche man mit einem Vorhang verschließen konnte.

Wir entspannten erstmal einwenig bis wir uns gegen 16 Uhr auf den Weg machten um etwas zu essen. In einem kleinen Café nahmen wir einen Smoothie und einen Snack zu uns. Wir versuchten einen Plan für den Nachmittag zu machen, doch es fiel uns leider nichts logischeres ein als uns massieren zu lassen. Also landeten wir einige Minuten später in einem Spa, in welchem wir uns eine Stunde von Kopf bis Fuß massieren ließen. Auch wenn es hier und da mal knackte und die kleinen dürren Asiatinnen nicht zimperlich mit uns umgingen, tat es wirklich gut. Tiefenentspannt liefen wir Richtung Fluss, an dem ein Night-Market sein sollte. Diesen fanden wir auch vor. Tausende Stände, hauptsächlich mit Klamotten eröffneten sich vor uns. Wir schlenderten über den Markt, bestaunten die wirklich günstigen Preise (Jeans für 4€, Tshirts für 1€ usw.) und holten uns an einer kleinen Fressbude ein Bier. Allerdings hieß es hier: Neues Land, neues Bier. Das Chang-Bier aus Thailand schmeckte uns schonmal gut, nun was das Beerlao an der Reihe. Feierlich prosteten wir uns mit unseren Bierdosen zu und nahmen genüsslich den ersten Schluck. Auch wenn das Beerlao sehr leicht ist und fast schon ein bisschen wässrig, genossen wir es in vollen Zügen. Für 1€ kann man es sich doch schmecken lassen. Wir schlenderten noch ein bisschen herum und gönnten uns auf dem Heimweg noch ein Bierchen in einer Bar. Erschöpft von der Hitze plumpsten wir danach ins Bett.


Am nächten Morgen standen wir gegen 10 Uhr auf und frühstückten im Hostel. Leider gab das Frühstück nicht besonders viel her. Also machten wir uns ein paar Haferflocken und einem trockenen Toast später auf den Weg zur Busstation. Heute ging es für uns in den Wat Xieng Khuan Buddha Park. Nach ca 30 Minuten Fußmarsch kamen wir beim "Busbahnhof" an. Mit der Linie 14 konnte man direkt bis zum Buddha Park fahren. Eine Stunde Fahrt im Linienbus kostet umgerechnet ca 80 Cent. Wir waren die einzigen Touristen hier und wurden natürlich direkt angequatscht. Mit erstaunlich gutem Englisch. der junge Mann lebt in den USA, kommt jedoch ursprünglich aus Laos. Er erzählte uns ein paar Sachen und stieg jedoch bald wieder aus dem Bus aus. Wir schauten uns die Umgebung an und erst als die nette Busticket-Dame uns sagte, dass wir am Buddha Park angekommen waren, stiegen wir aus. Mitten in der prallen Hitze standen wir vor dem Buddha Park. 1,50 € Eintritt später liefen wir schon durch den wunderschönen grünen Park mit den tausenden Buddha-Statuen. Direkt am Eingang befindet sich ein riesiger Kürbis. Durch einen Dämonenkopf kann man ins Innere des Kürbisses gelangen.

Hier gibt es 3 Etagen mit jeweils einem Inneren und einem äußeren Bereich. Im inneren Bereich sind tausende Figuren aus Beton gegossen. Man kann hier ganze Geschichten erkennen. Im äußeren Bereich befindet sich ein einfacher Rundgang, in welchem man bis auf die Spitze des Kürbisses klettern kann. Wir kletterten mit unseren Birkenstocks die wirklich steilen und sch,alen Stufen herauf bis wir durch ein kleines Loch oben ankamen. Die Aussicht von hier war wirklich toll. Man konnte die ganze Buddha-Anlage sehen. Seht selbst.


Wir genossen die Aussicht von hier oben und krochen durch die winzigen Löcher wieder bis zum Dämonenkopf. Wieder aus dem Kürbis rausgekrochen machten wir uns drauf und dran die anderen Statuen zu begutachten. Auch hier gab es viel zu sehen. Die verschiedensten Buddha-Figuren, bis hin zu 3-köpfigen Elefanten, Kühen, oder 8-armigen Statuen. Das Highlight war der ca 150 Meter lange liegende Buddha. Er überwachte den ganzen Park.

Eine Stunde später hatten wir uns alles angeschaut. Wir genossen noch ein warmes Bier und eine Portion Reis mit süß-sauer-Gemüse. Wir warteten ca 30 Minuten auf den Bus und fuhren ca 1 Stunde wieder zurück in die Stadt. Da wir beide auf der Busfahrt eingeschlafen sind, waren wir dementsprechend kaputt und trotteten zurück zu unserem Hostel. Nachdem wir uns etwas ausgeruht haben, machten wir uns wieder auf den Weg um etwas zu Abend zu essen und noch eine Runde über den Markt zu drehen. In einem kleinen Restaurant aßen wir heute mal wieder landestypisch zu Abend. Frühlingsrollen und Reis mit Gemüse und Hähnchen und machten uns danach auf dem Weg zum Markt.

Da es heute regnete und alle Stände ihre Sachen einpackten, verging uns schnell die Lust und wir beschlossen unser heutiges Bier in einer Bar einzunehmen. Ein Bierchen später befanden wir uns auch schon auf dem Rückweg und waren froh wieder im Bett zu liegen. Die Hitze und die schwüle Luft nimmt einen doch ganz schön mit.
Am nächsten Tag wachten wir auf und es regnete. Da wir das Frühstück im Hostel gestern als nicht ausreichend empfunden haben, gingen wir heute wieder zu dem Café und frühstückten Rühreibrote und ein Omelette. Davon waren wir ziemlich voll. Da es aber mittlerweile in Strömen goss, bestellten wir uns noch ein Getränk und warteten bis 16 Uhr im Frühstückscafé, bis der Regen endlcih weniger wurde. Nun machten wir uns auf den Weg zum Patouxay. Ein Monument was sehr stark an den Triumphbogen in Paris erinnert. Nach 3 Kilometern Fußweg standen wir vor dem Patouxay. Ein wirklich schönes Monument. Auch hier waren wir wieder von der Detailliertheit fasziniert.

Ein paar Meter hinter dem Monument fanden wir noch eine riesige Statue. 4 Elefanten auf einem Podest, gebaut aus Tellern und Tassen. Wirklich beeindruckend.

Wir schlenderten noch ein wenig umher bis wir uns auf den Rückweg machten. Da wir so vertieft im Gespräch waren, verpassten wir doch glatt die Abbiegung und liefen somit einige Minuten mehr durch Vientiane. Wieder zurück im Hostel, entspannten wir ein paar Minuten, holten unsere frisch gewaschene Wäsche ab und gingen bald wieder los Richtung Markt. Auf dem Weg dorthin, gönnten wir uns einen Roti (ähnlich wie Crepe) mit Bananen und Nutella und schlenderten damit zum Markt. Auf dem Markt gab es noch eine Kugel Kokosmilch-Eis und natürlich ein Beerlao. Heute schnappten wir mal zu. Wir kauften eine Jacke, ein T-Shirt und 2 Hosen für insgesamt 23€. Wirklich günstig!!! Den restlichen Abend verbrachten wir damit unsere Rucksäcke zu packen und uns für die Busfahrt am nächsten Tag vorzubereiten.
Leider fing ich mittlerweile auch ein bisschen an zu kränkeln, weswegen wir früh schlafen gingen.
Am nächsten Morgen nahmen wir das Frühstück im Hostel noch einmal wahr, da wir schon um 9 Uhr abgeholt werden sollten. Um 9:15 Uhr stand der Busfahrer in der Hostellobby und sammelte uns mitsamt Gepäck ein. In einem Minivan fuhren wir also 4 Stunden lang mit 13 anderen Leuten durch die wildesten Gegenden. Die Regenzeit in Laos verursachte riesige Überschwemmungen und so kam es dazu, dass wir mit dem kleinen Bus durch ca 15cm hohes Wasser fuhren. Es war etwas beängstigend, doch in dem kleinen Ort fuhren Autos, Motorräder und sogar Fahrräder durch das Wasser, also schien die Gefahr wohl nicht besonders groß zu sein. Als wir um 14 Uhr in Vang Vieng ankamen, wussten wir zunächst nicht ganz wohin mit uns. Der Busfahrer konnte uns nicht helfen als wir ihn nach dem Weg zu unserem Guesthouse fragten. Erst als wir eine Dame in einem Hostel fragten, zeigte sie uns den Weg. Das Guesthouse war direkt um die Ecke. Ein paar Minuten später standen wir in unserem wirklich winzigen Zimmer mit wirklich sehr weißen Wänden. Gemütlich war es hier nicht wirklich, doch es gab eine Klimaanlage, was bei der Hitze Gold wert war. Wir entspannten ein wenig und machten uns mal wieder auf den Weg um uns einen Mittagsnack zu gönnen. Da wir heute schon um 8 gefrühstückt hatten, überkam uns der Hunger. Heute gab es für Franzi Lao-Pfeffer-Steak und für mich gebackene Kartoffel mit Bohnenfüllung. Dazu gab es einen Limetten-Minz-Shake. Wirklich sehr erfrischend. Nachdem wir uns einen kleinen Überblick über die wirklcih kleine Stadt gemacht haben und die Unternehmungsmöglichkeiten ausgecheckt haben, gingen wir wieder zurück auf unser Zimmer. Wir chillten ein wenig, planten den nächsten Tag und entspannten einfach. Eigentlich war für den nächsten Tag eine Wasseraktivität geplant. Man fährt in großen Schwimmringen den ganzen Fluss entlang und kann zwischendurch aussteigen um sich an verschiedenen Bars neue Drinks zu holen. Kurz gesagt: "Besäufnis auf dem Wasser".
Da wir aber noch immer nicht fit waren und meine Erkältung eher schlimmer als besser wurde entschieden wir uns dagegen den ganzen Tag im Wasser zu verbringen und uns mit Alkohol zuzudröhnen. Auch wenn es bestimmt ziemlich lustig gewesen wäre. Wir beschlossen also zu Abend zu essen und am nächsten Tag spontan ein Programm aufzustellen. Nach unserem Müsli mit frischen Früchten am nächsten Morgen beschlossen wir eine kleine Tour mit einem Buggy-Car zu machen.

Wir mieteten also eins, packten Getränke und Kamera ein und fuhren los Richtung "Hinterland". Über eine winzige Holzbrücke ratterten wir auf die andere Seite des Ufers und parkten 20 Minuten später vor einem Schild was sagte:"Nam Xay Viewpoint".

Da wollten wir hin. Am Eingang des Pfades warnte uns ein Mann vor, dass wir mit unseren Schuhen nicht weit kommen. Wir hatten uns natürlich mal wieder nicht vernünftig informiert und sind einfach mit unseren Birkenstocks losmarschiert. Da wir aber nicht umsonst dorthin gefahren sein wollten, ignorierten wir die Warnung einfach und marschierten los. Wir kletterten durch Steine, über matschige Wurzeln und rutschten alle 2 Meter wieder ab. Dieser "Weg" war nicht ohne. Er ging senkrecht hinauf und bei jedem noch so kleinen Schritt musste man die volle Konzentration anwenden um nicht abzurutschen.

Selbst mit Wanderschuhen wäre das eine riesige Herausforderung gewesen. Nach ca 1 Stunde konstantem senkrechten Klettern kamen wir bei einem Aussichtspunkt an. Komplett verschmiert vom Matsch und nass vom Schweiß ließen wir uns auf eine der Bänke fallen. Die Aussicht war wirklich toll.

Doch nach ein paar Minuten stellten wir fest, dass das garnicht der Aussichtspunkt war wo wir hinwollten. Dieser lag noch einige Meter höher. Da wir wirklich kaputt waren, die Beine schmerzten und meine Erkältung mir zu schaffen machte, entschieden wir uns dazu den Abstieg anzutreten. Da wir den Buggy auf Zeit gemietet hatten wurde es auch pro Minute immer teurer. Wir flutschten also den Abhang wieder hinunter, vollste Konzentration bei jedem Schritt. 1 Stunde später kamen wir mit wackeligen Beinen unten an. Zurück im Buggy beschlossen wir direkt zurück zu fahren. So verschwitzt und schmutzig (ich habe mich auf dem Weg nach unten noch schön mit dem Popo in den Schkamm gesetzt) wollten wir dann doch einfach nur noch duschen.

Zurück am Guesthouse bezahlten wir den Buggy und hüpften so schnell wie möglich unter die Dusche. Diesmal mit Schuhen und auch meine Hose musste dran glauben. Nach diesem Akt war erst einmal wieder chillen angesagt. So viel Kletterprogramm war für die Erkältung nicht unbedingt gut. Erst gegen 17 Uhr verließen wir das Guesthouse wieder, buchten uns für den nächsten Tag einen Bus nach Luang Prabang und aßen gemütlich zu Abend.

Auf dem Rückweg kamen wir an einem Stand vorbei, welcher Haarbänder verkaufte. Wir kauften 2 Haarbänder für 3€, verkrochen uns in underem Zimmer und packten unsere Rucksäcke. Die Erkältung wurde schlimmer, also holte ich den Schal raus und versuchte zu schlafen. Das ständige Schniefen und Husten und eine Jojo, die das komplette Bett für sich einnahm, gestalteten die eher schwer. Um 12 Uhr am nächsten Morgen checkten wir aus. Wir hatten beide grässlich geschlafen und freuten uns daher auf einen frischen Minz-Limetten-Shake. Den bekamen wir in einem wirklich gemütlichen Restaurant mit Schaukeln als Sitzgelegenheiten. Wir bestellten uns ein Müsli mit Früchten und Joghurt, wovon leider nur die Früchte und der Joghurt bei uns ankamen. Aber nun ja, auch in Ordnung. Die Kommunikation in Laos lässt sich manchmal etwas schwierig gestalten, da die Leute wirklich nicht gut Englisch sprechen und man sich daher nciht besonder gut versteht. Die Kellnerinnen in diesem Restaurant machten es uns jedoch besonders schwer. Sie schliefen mit dem Kopf auf dmém Tisch, glätteten ihre Haare oder schauten Youtube-Videos. Auch als wir noch etwas bestellen wollten konnten wir nur mit Mühe und Not ihre Aufmerksamkeit gewinnen und von der Frage, welche wir ihr stellten verstand sie leider kein einziges Wort. Gegen 14 Uhr fanden wir uns dann im Guesthouse wieder. Um 15 Uhr sollten wir abgeholt werden. Doch um 14:15 Uhr stand der Bus vor der Tür und ehe wir uns versehen konnten saßen wir mit 3 anderen Touristen im Bus. Diese Fahrt war wirklich abenteuerlich. Zunächst mal war die Klimaanlage viel zu kalt, so dass ich mit langer Hose, Jacke und Schal in dem Bus saß. Ich spürte förmlich wie die Erkältung immer schlimmer wurde. Jojo hatte in der Hektik vergessen ihren Pull aus ihrem großen Rucksack zu holen. Sie hatte nur eine kurze Hose und ein T-Shirt an und zog in der Not einfach das Oberteil von ihrem Freund über was sie immer in ihrem Handgepäck hat. So saßen wir da, 4 Stunden lang. Durch Serpentinen, über Berge und unglaubliche Landschaften.

Um 18 Uhr setzte uns der Busfahrer vor der Tür zu unserem Hostel ab. Willkommen in Luang Prabang!

Unsere ersten Tage in Asien!

27Aug2019

Nach unserem 1,5 stündigen Fulg von Calgary nach Vnacouver startete die längste Etappe unserer Reise nach Thailand. 12 Stunden sollten wir im Flieger sitzen Richtung Taipeh. Wir waren von Unlust geplagt, als wir jedoch im Flugzeug saßen schliefen wir beide auf der Stelle ein und knapp 10 Stunden durch. Erst als es Frühstück gab wurden wir geweckt. Frühstück war hier auch eher relativ. Es gab Reisnudeln. Typisch asiatisch halt. Trotzdem wir den Flug so gut überstanden haben, freuten wir uns als wir in Taipeh landeten. Eine Stunde später stand der letzte Flug bevor. Da wir durch die ganzen Zeitzonen welche wir durchflogen hatten schon ganz durcheinander waren, setzten wir uns direkt ans Gate um den Abflug nicht zu verpassen. 3,5 Stunden später hatten wir es endlich geschafft. ANgekommen in Bangkok holten wir unser Gepck ab und besorgten uns so schnell wie möglich ein Taxi. Um 12 Uhr thailändischerZeit kamen wir dann endlich in unserem Hostel an und konnten natürlich noch nicht einchecken. Da wir glücklciherweise unser Gepäck im Hostel lagern konnten, machten wir uns todmüde auf den Weg um die Umgebung zu erkunden. Der erste Stopp war der 7/11. Dies ist ein kleiner "Supermarkt" i dem es ales mögliche zu kaufen gibt. Wir gaben uns hier zunächst mal mit 2 Flaschen Wasser für 10 Baht (0,29€) zufrieden. Direkt um die Ecke gab es einen kleinen Markt. Also stützten wir uns direkt ins Getümmel. Völlig überfordert von den ganzen Menschen und Eindrücken landeten wir ca 10 Minuten später wieder vorm Markteingang. Wir gingen wieder zurück zum Hostel und versuchten unser Glück. Tatsächlich konnten wir nun einchecken. Unsere Schuhe mussten wir an der Rezeption lassen - aus Kulturgründen. Also ging es barfuß und mit Sack undPack in den winzigen Aufzug und ab in den 4. Stock. Wir kamen in unserem wirklich engen 16-Bett-Zimmer an. Hier gab es wieder "Schlafkisten". Jeder hatte seinen eigenen Schlafbereich, welchen man mit einem Vorhang abhängen konnte. Diesen nutzten wir auch direkt mal. Da wir ca 24 Stunden unterwegs waren, durch 3 Zeitzonen gereist sind und nun 14 Stunden Zeitverschiebung nach Kanada haben, wo wir die letzten 2 Monate verbracht haben waren wir völlig kaputt. Wir stellten uns einen Wecker auf 17 Uhr, doch konnten unsere Augen kaum offen halten. Eigentlich wollten wir nach der langen Anreise duschen, doch unser Körper sträubte sich gegen jede Art von Aktivität. Also schnappten wir uns unsere Zahnbürsten, putzten die Zähne und fielen um 18 Uhr ins Bett. Bis zum nächsten Morgen schliefen wir und starteten früh in den Tag.
Nach einer Dusche fühlten wir uns schon viel besser. Nachdem wir das Frühstück im Hostel als ziemlich ernüchternd empfanden, beschlossen wir uns beim 7/11 ein Sandwich zu kaufen. Für 3€ frühstückten wir und machten uns direkt danach auf dem Weg zur Khao San Road.

Diese Straße ist die Haupttouristenmeile. Hier gibt es alles was das Herz begehrt. Von Essenständen über Restaurants, bis hin zu Klamottenshops, Tattooläden, Bars und Clubs ist alles mit dabei. Wir entschieden uns dafür um 11 Uhr morgens ein zweites Frühstück einzunehmen und gönnten uns direkt ein typisch thailändisches Green-Curry. Das schmeckte uns wirklich gut.

Als wir noch im Restaurant saßen entdeckten wir gegenüber einen Spa. Nach der langen Reise war uns tatsächlich nach etwas Wellness zumute. Da hier alle Behandlungen sehr günstig sind, gönnten wir uns eine Pediküre und eine 1-stündige Gesichtsbehandlung. Das tat wirklich gut.

Wir liefen noch einbisschen die Khao San Road auf und ab, da um diese Uhrzeit jedoch noch nciht so viel los war, entschieden wir uns dazu zurück zum Hostel zu fahren. Hier schrieben wir ein bisschen an unserem Blog und buchten uns eine Unterkunft für die nächsten Tage. Wir beschlossen unsere Zeit in Thailand ausschließlich in Bangkok und Umgebung zu verbringen, weswegen wir für die ganze Woche ein Hotel in der Nähe buchten. Da es mittlerweile schon ca 18 Uhr war und wir vom Jetlag geplagt schon wieder todmüde waren, beschlossen wir in der Straße in welcher das Hostel liegt zu Abend zu essen. Wir genossen das Essen, die etwas ruhigere Stimmung und die entspannte Live-Musik die uns in dem kleinen Restaurant geboten wurde. Auch heute schliefen wir wieder früh ein.

Heute heißt es für uns Umziehen. Mit unserem ganzen Kram checkten wir aus und ließen uns mit einem TukTuk, der wohl häufigste Fortbewegungsart in Thailand zu unserem Hotel fahren. Hier war es brechend voll. Nachdem wir bestimmt 20 Minuten gewartet hatten, konnten wir einchecken. Dachten wir zumidest. Leider konnte unsere Buchung im System nicht gefunden werden. Nach sämtlichen Überprüfungen stellte das Hotelpersonal fest, dass unsere Buchung für September vorgenommen wurde. Tatsächlich standen die Daten für September auch in unseren Unterlagen. Mist. Das Personal war super freundlich und kümmerte sich sofort um alles. Leider war das Hotel für die heutige Nacht ausgebucht, doch glücklichweise konnten wir die Buchung so verlegen, dass wir nichts extra zahlen mussten und das Hotel für die nächsten Nächte wahrnehmen können. Nun hieß es jedoch auf die Schnelle ein anderes Hotel zu finden. Einige Minuten später, schnappten wir uns also erneut Sack und Pack und landeten ca 100 Meter weiter im Grand Business Inn. Hier bekamen wir ein Zimmer im 6. Stock, welches wirklich sehr nach Rauch stank. Naja, es war ja nur für eine Nacht. Die nächsten Stundne verbrachten wir damit, den Blog von letzter Woche zu schreiben und unsere nächste Zeit in Laos zu planen. Wir erkundeten noch ein wenig die neue Gegend, das Geschäftsviertel von Bangkok zu erkunden und aßen wieder in einem kleinen, feinen Restaurant zu Abend.

Zum Nachtisch gönnten wir uns noch ein Eis am Stiel- Zurück im Hotel schauten wir noch einen Film und schliefen bald ein.

Am heutigen Tag checkten wir dann tatsächlich in das vorher gebuchte Hotel ein. Doch vorher ließen wir es langsam angehen. Da wir erst um 12 Uhr aus dem anderen Hotel auschecken mussten, schliefen wir bis ca 11 Uhr, packten gemütlich unsere Sachen und machten uns schließlich auf den Weg zur Travelodge. Diesmal verlief der Check In problemlos uns wir konnten sofort auf unser Zimmer. Nachdem wir uns hier eingerichtet hatten, beschlossen wir uns ein paar Stunden an den Pool im 8ten Stockwerk zu legen. Von dort aus war die Aussicht wirklich nicht zu verachten. Pünktlich um 15 Uhr zum Beginn der Happy Hour kam der Kellner von der Poolbar und berichtete uns von einem unschlagbaren 2für1 Deal. Wer kann zu einem Mojito am Pool über den Dächern von Bangkok schon nein sagen? Wir jedenfalls nicht.


Zwei Stunden später machten wir uns zurück auf dem Zimmer fertig und fuhren nochmal zur Khao San Road um noch ein wenig zu bummeln und zu Abend zu essen. Am Abend ist hier wirklich richtig viel los. Überall Souvernir-Shops, Straßenstände mit super leckerem Essen und Massage-Salons. Sogar Krokodil am Spieß konnte man hier käuflich erwerben.

Gerade als ich mit meiner Kamera ein paar Aufnahmen machen wollte, kam eine Truppe tanzender Inder mit bunter Kleidung und lauter Musik vorbei. Kurzerhand forderten sie Jojo auf mit Ihnen zu tanzen. Etwas überrumpelt tänzelte Jojo also mit zwei Inderinnen Hand in Hand durch die Straße. Ein wirklich herrlicher Anblick.
In einem süßen Restaurant ließen wir den Abend schließlich mit Curry und Pad Thai ausklingen bevor wir zurück ins Hotel fuhren.

Am nächsten Morgen sind wir wieder gegen 10 Uhr aufgewacht. Wieder haben wir uns bei 7/11 ein Sandwich gekauft und es genüsslich in unserem Hotelzimmer verspeist. Nachdem wir frisch geduscht und fertig gemacht waren wollten wir zum berühmten Chatuchak Market, einem riesigen Markt in der Größe von 88 Fußballfeldern. Wir hatten extra im Internet nach den Öffnungszeiten geschaut, da der Markt eigentlich hauptsächlich am Wochenende stattfindet. Aber laut dem Internet sollte er die ganze Woche geöffnet haben.
Leider war dies nicht der Fall. Nur ein paar vereinzelte Stände hatten geöffnet und boten ihre Produkte an. Wir liefen ein wenig zwischen den verschlossenen Marktständen hin und her bis wir schließlich in den Bereich kamen, in dem Tiere verkauft wurden. Der Anblick war wirkich erschreckend. Von Hunden, Katzen, Hasen usw. bis zu Erdmännchen, Igeln, Schildkröten und Schlangen konnte man hier alles kaufen. Die Lebensbedingungen der Tiere ließen definitiv zu wünschen übrig. Am liebsten hätten wir alle Tiere gekauft und einfach frei gelassen.


Etwas geschockt machten wir uns wieder auf den weg zur Khao San Road um etwas zu trinken. Wir setzten uns in ein nettes Restaurant. Ich bestellte ein leckeres Chang Bier und Jojo einen thailändischen Tee. Jojo war an diesem Morgen etwas angeschlagen aufgewacht. Die vielen Klimaanlagen hier sind schon nicht ohne. Wir machten es uns also in dem Restaurant gemütlich, denn plötzlich fing es ziemlich doll an zu regnen. Da es so schnell nicht aufhörte beschlossen wir auch etwas zum Abendessen zu bestellen.


Kurz nachdem wir unser Essen bestellt hatten, hrten wir einen grellen Aufschrei vom Nebentisch. Jojo's Blick zischte dahin wo der Schrei hinschallte. Eine Ratte bahnte sich ihren Weg durch das Restaurant. Als die Leute am Nebentisch der Kellnerin erklärten, was gerade vorgefallen ist, zuckte diese nur mit den Schultern. Das scheint hier also der normale Wahnsinn zu sein. Wir ließen uns unser Essen dadurch natürlich nicht vermiesen und genossen unser Green Curry. Bald ging es Jojo etwas schlechter und wir beschlossen zurück ins Hotel zu fahren. Mit Fieber und Erkältung, eingepackt bis oben hin lag Jojo nun im Bett. Ich gesellte mich dazu und wir schauten vor dem Einschlafen "Charlie und die Schokoladenfabrik". Ein kleines bisschen Kindeitserinnerungen zum Aufmuntern können ja nicht schaden.
Auch heute sind wir gegen 10 Uhr aufgewacht und haben uns natürlich wie jeden morgen ein Sandwich beim 7/11 gegönnt. Nach dem Frühstück haben wir uns fertig gemacht. Das war heute etwas anspruchsvoller als nur ein Kleidchen überzuwerfen, denn heute wollten wir die Tempel besichtigen. In die Tempel kommt man aber nur, wenn man die Schultern und die Knie bedeckt hat. Also versuchte Jojo es mit einer Stoffhose und einem T-Shirt und Franzi mit einem längeren langärmligen Kleid. Nach einigen Diskussionen mit sämtlichen Taxifahrern welche uns aufgrund des Staus nicht fahren wollten, fanden wir letztendlich doch ein Taxi und waren ca 45 Minuten später beim Tempel Wat Pho. Am Eingang zahlte man 200 Baht EIntritt und es wurde kontrolliert ob man mit der getragenen Kleidung eintreten darf. Glücklicherweise durften wir beide rein. Anders 3 andere deutsche Mädels, welche nur eine HotPants und ein Top trugen. Mit lautem Gekicher zogen sie sich die Kleidung über welche von den Tempeln zum Anziehen bereitgestellt wird. Nun sahen sie wirklich amüsant aus. Das ging den sehr stark geschminkten Mädels mit Sicherheit ziemlich gegen den Strich. Nun wollten wir aber den Wat Pho entdecken. Was man somst nur von Fotos kennt ist in echt noch viel beeindruckender. In einem Gebäude lag ein riesiger goldener Buddha auf einem "Altar". So groß, dass man ihn garnicht ganz auf ein Foto bekommen. Wir entdeckten viele Mosaike, handbemalte Statuen und vieles mehr.

Diese Liebe zum Detail ist wirklich unfassbar. Als wir den Wat Pho wieder verließen machten wir uns auf den Weg Richtung Wat Arun. Dieser Tempel liegt auf der anderen Seite des Flusses, weswegen man dorthin eine Fähre nehmen muss. Die Fähre fährt ca 2 Minuten lang auf die andere Seite des Flusses und kostet umgerechnet ca 0,12€ pro Fahrt. Auch hier bestaunten wir die unfassbar vielen Buddha-Statuen und die beschmückten Wände. Man kann diese Vielfalt und diese Eindrücke schlecht beschreiben, schaut euch einfach die Bilder an.


Nachdem wir am Wat Arun eine kleine Pause gemacht haben, ging es mit der Fähre zurück ans andere Ufer. Dort gab es einen kleinen Stand der frittiertes Hähnchen am Spieß und Frühlingsrollen verkaufte. Natürlich gab es hier auch Sachen wie Krokodilzunge oder ähnliches, wir beschränkten uns dann aber doch lieber auf Hähnchen und Frühlingsrollen. Für 40 Baht, also knapp 1€ bekamen wir unseren Snack und ließen ihn uns schmecken.

Von hier aus liefen wir zur Khai San Road. Nach 3 Kilometern Fußmarsch ließen wir uns in einem Restaurant in die Stühle plumpsen. Jojos Kreislauf ist deutlich abgesackt und auch ich war nach dem ganzen Sightseeing und dem Fußmarsch bei brennender Hitze wirklich kaputt. Also bestellten wir uns etwas zu trinken und kamen ein paar Minuten zur Ruhe. Nach einiger Zeit rafften wir uns wieder auf und gönnten uns einen Smoothie, ein Hähnchen-Stick am Spieß und ein Pad Thai, für 1€. Nachdem wir alles verschlungen hatten, stiegen wir wieder mal in ein TukTuk und ließen uns ins Hotel fahren. Nach einer Dusche fühlten wir uns dan auch endlich wieder frisch. Den restlichen Abend verbrachten wir damit den Blog zu schreiben und zu telefonieren.
In der Hoffnung, dass es uns weiterhin so gut gefällt und es Jojo bald wieder besser geht, starten wir in die neue "Blogwoche".

 

P.S. Diese Woche wollen wir ausnahmsweise mal Grüße nach Hause schicken an unsere Omi, der es im Moment nicht so gut geht, die aber zum Aufmuntern immer unseren Blog liest. 


Omi, bleib fit, wir freuen uns schon auf dich :)

Wälder, Berge, Seen! - Unsere letzten Wochen in Kanada mit der Familie.

24Aug2019

Zunächst einmal bevor wir den Blog starten, möchten wir uns dafür entschuldigen, dass es von uns so lange nichts gab. Wir hatten 2,5 Wochen lang Besuch von unserer Familie und haben die Zeit wirklcih in vollen Zügen genossen. Dafür gibt es jetzt einen 3 Wochen langen Blogbericht. Viel Spaß damit :)

Da wir dem Regen auf der Insel immer noch nicht entkommen konnten, haben wir heute frei. Ganz gemütlich frühstückten wir, wuschen unsere Wäsche, zogen uns an und räumten das Haus auf. Die 4 Männer welche letzte Woche in unserem Haus geschlafen hatten, haben ein ziemliches Chaos hinterlassen. Also sammelten wir Bierdosen ein, wischten die letzten Bierreste vom Boden und wuschen die komplette Bettwäsche. Am Donnerstag sollten schon wieder neue Gäste kommen, also mussten wir bis dahin wieder alle Betten neu beziehen. Gegen Mittag machten wir uns dann mal auf in die "Stadt". Wir stoppten bei der Bank, der Post, beim Supermarkt und letztendlich beim Charter's Foodtruck. Ein letztes Mal wollten wir dort noch essen bevor wir die Insel verlassen. Wieder Zuhause genossen wir unseren Pulled Pork Burger, den Coleslaw Burger, Pommes und Süßkartoffelpommes. Das war ein Schmaus. Vollgefressen lagen wir auf der Couch.
Nach einer kleinen Mittagspause gingen wir wieder unseren Aufgaben nach, putzen, wuschen usw. Da wir für alle unsere neu gewonnenen Freunde auf der Insel einen typisch deutschen Hefezopf zum Abschied backen wollten, beschlossen wir die Rezeptur schon einmal auszuprobieren und einen Probe-Hefezopf zu backen. Nach einem kleinen Abend-Snack und einer Stunde vor dem Fernseher ging es für uns ins Bett.

Den Rest der Woche verbrachten wir damit zu arbeiten und unsere letzten Tage auf der Insel zu genießen. Das Wetter wurde besser, also konnte ich wieder im Garten arbeiten und das Eisgeschäft wurde auch wieder angekurbelt. Alle unsere neuen Bekanntschaften waren schon traurig, dass wir die Insel bald verlassen würden. Wir natürlich auch, die Vorfreude auf unsere Familie und auf neue Eindrücke siegte jedoch. Noch einmal fuhren wir zurück zur Farm ins Hinterland von Masset. Thorsten und Irene hatten uns zum Essen eingeladen. Während wir wirklich leckere Mac and Cheese futterten, unterhielten wir uns nett. Ein letzter Strandspaziergang mit Ophelia und Pinky durfte natürlich auch nicht fehlen. Nachdem wir noch einmal die ganze Farm und die Tiere angeschaut haben, hieß es Abschied nehmen von Familie Klein. Die kleine Ophelia brach in Tränen aus als wir uns verabschiedeten, wir verabredeten jedoch mit ihr, dass wir uns nächstes Jahr in Deutschland wieder treffen. Das stellte sie zunächst einmal zufrieden. Nachdem wir uns auch von Irene verabschiedet hatten brachte Thorsten uns zurück in die Stadt. Tatsächlich hatten wir zu der Familie, welche uns zu Beginn wirklich nicht gut behandelte ein gutes Verhältnis aufgebaut.

Am selben Abend fuhren wir noch einmal mit Luke und seinen Freunden an den Strand. Im Dunkeln drifteten wir über die wirklich schönen, menschenleeren Strände, sangen zu lauter Musik und genossen die Freiheit und Ruhe der Insel. Da einer der Jungs um Mitternacht Geburtstag hatte, feierten wir noch ein bisschen in Luke's Haus. Luke ist anscheinend ein Drogendealer in der Stadt und wir waren deshalb etwas gespannt auf sein Haus. Unsere Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Der Ganze Wohnzimmertisch lag voll mit allen möglichen Drogen. Zwischen den ganzen Tütchen und Pillen wurden sich regelmäßig Koks-Linien gezogen. Schon ziemlich verstörend, wir beide fanden es jedoch auch interessant zu sehen wie so etwas abläuft. Für alle die sich die Frage stellen... Nein, wir haben natürlich nichts probiert.
Da wir am nächsten Tag beide noch einmal arbeiten mussten, schlichen wir über Luke's Grundstück direkt gegenüber in unser Haus, das war wirklich praktisch.

Während Jojo um 14 Uhr ein letztes Mal zum Eisladen spazierte, machte ich mich auch auf den Weg um bei einer Oma im Garten zu helfen. Sie ist 91 Jahre alt und wohnt in Masset direkt am Wasser. Der Garten in dem ich arbeitete war wirklich wunderschön und hatte einen eigenen Strandzugang. Die wirklich supernette Omi lud mich während der Arbeitszeit noch zu einem Saft und ein paar Keksen ein und erzählte mir viel von ihrer Familie. Ein paar Stunden später landete ich ein letztes Mal beim Eisshop. Heute holte ich 3 Eis, wir wollten Merle und Don nämlich noch einmal einladen. Kurz nachdem ich wieder Zuhause war und wir unser Eis gegessen hatten kamen die 5 Leute, welche während ihres Fisch-Urlaubs auch bei uns im Haus übernachteten von ihrem Fishing-Trip zurück. Heute hatten sie Krabben gefangen und begannen sofort damit sie zum Kochen vorzubereiten. Sie bestanden darauf, dass wir zuschauten und jeder mindestens eine lebendige Krabbe in der Hand hielten. Das haben wir beide mit Bravour gemeistert. Nachdem wir unsere 4 Hefezöpfe fertig gebacken hatten, würden wir von den Gästen zum Essen eingeladen. Zu frischer Krabbe wollten wir natürlich auch nicht Nein sagen. Also futterten wir drauf los, unterhielten uns sehr nett und waren nachher pappsatt.

Unseren allerletzten Abend verbrachten wir dann damit unsere Rucksäcke zu packen und alles für die Abreise vorzubereiten. Morgen sollte es soweit sein. In Vancouver werden wir unseren Papa, seine Verlobte und ihre beiden Kinder treffen. Da freuen wir uns schon seit Beginn der Reise drauf.

Mit viel Vorfreude und auch etwas Wehmut verkrochen wir uns das letzte Mal in unser Zimmer. Morgens machten wir uns noch ein letztes Mal auf den Weg zum Foodtruck. Wir verabschiedeten uns von Jojo's Chef Mike der sichtlich traurig war uns gehen zu lassen.

Auch Merle krochen bei der Verabschiedung ein paar Tränen die Wangen runter während Don mit seinem Tablet rumfuchtelte um irgendwie ein Foto zu machen. Mittlerweile waren wir auch ein wenig traurig. Doch so langsam mussten wir los zum Flughafen.
Da uns keiner bringen konnte hat ein Bekannter seinen Truck vor unser Haus gestellt, damit wir damit zum Flughafen fahren konnten. Also luden wir alles ein und standen 5 Minuten später vor dem winzigen Flughafen. Den Autoschlüssel unter die Fußmatte gelegt, spazierten wir in den Flughafen, gaben unser Gepäck bei der deutschen Flughafen-Mitarbeiterin Elisabeth ab, holten uns einen Kaffee und verbrachten unsere letzte Stunde in Masset auf dem Parkplatz vorm Flughafen.
Unsere Zeit auf Haida Gwaii war vorbei!

 

Als es endlich los ging konnten wir es kaum abwarten ein paar Stunden später auf unsere Familie zu treffen. Nach 2,5 Stunden Flug und 6 Stunden Wartezeit am Vancouver Flughafen war es endlich soweit. Der Moment auf den wir nun schon wirklich lange gewartet hatten. Gespannt standen wir am Gate und warteten auf unsere Lieben. Als sie plötzlich aus der Tür kamen sprangen wir auf und fielen uns alle in die Arme. Erst unserem Papi und dann den anderen, die wir auch echt vermisst haben. Natürlich flossen auch heute ein paar Tränchen, diesmal aber vor Freude.

Nachdem wir uns alle begrüßt hatten, machten wir uns direkt auf den Weg zur Autovermietung. Die nächsten 2 Wochen werden wir mit den 4 einen kleinen Roadtrip durch West-Kanada machen.
30 Minuten später luden wir unser Gepäck in unseren Minivan fuhren Richtung Downtown Vancouver. Jojo und Ich wurden vor unserem Hostel auf der Granville Street abgesetzt und der Rest fuhr ca 300 Meter weiter zu seinem Hotel. Ca 45 Minuten später trafen wir uns wieder um noch etwas zu Essen und auf das Wiedersehen anzustoßen.
Gesagt getan - in einem Restaurant auf der Granville Street, mitten im Geschehen, gab es für uns Pizza, Burger und Co.
Nach einigen Stunden fielen wir alle todmüde von den Reisestrapazen ins Bett!

Der nächste Tag begrüßte und mit Sonne und einem sehr dürftigen Frühstück. Die angeschlossene Kneipe des Hotels der anderen bot ein kostenloses Frühstücksbuffet für Hotelgäste an. "Why don't give it a try?" dachten wir uns und trafen uns um 10 Uhr in der Lobby des Hotels.
Das Buffet (welches eigentlich bis 11 Uhr angeboten wurde) bestand aus spärlichen Resten von Pulver-Rührei, ein paar Bratkartoffeln und ein paar Cornflakes. Besteck und Geschirr gab es nicht genug, sodass wir improvisieren mussten. Auch der Kaffee war laut Isabell's Aussage sehr wässrig und geschmacklos.
Etwas enttäuscht verließen wir die Kneipe und liefen zu dem nur ein paar Blocks entfernten Fahrradverleih, bei dem Papa schon im Vorraus Fahrräder für uns gebucht hatte.
Mit den wirklich hübschen Rädern erkundeten wir die Stadt und radelten am Wasser entlang bis zum berühmten Stanley Park. Das Wetter war wirklich wunderschön sodass wir endlich mal wieder die kurzen Hosen auspacken konnten.

Da der Stanley Park wirklich riesig ist verbrachten wir den halben Tag dort. Wir schauten uns die Totem Poles (Materpfähle im indianischen Stil) an, besuchten das Vancouver Aquarium (in dem es eine wirklich interessante Ausstellung zum Plastikproblem in unseren Meeren gab), pausierten auf einer Wiese in der Sonne und genossen die wirklich tollen Ausblicke auf die Küste und die Stadt!


Nach einigen Stunden radeln kehrten wir zur Fahrradvermietung zurück, gaben unsere Räder ab und liefen zurück zu unseren Unterkünften um uns ein wenig frisch zu machen.
Nach einer halben Stunde trafen wir uns schon wieder um zu Fuß ins bekannte Restaurant- und Kneipenviertel Gastown zu laufen. Da wir alle wirklich Hunger hatten wollten wir so schnell wie möglich ein passendes Restaurant fürs Abendessen finden. Nach ca. 15 Minuten Wartezeit bekamen wir auch einen Tisch in einem Restaurant und ließen den Abend dort mit leckerem Essen und 1-2 Drinks ausklingen!

Am nächsten Morgen verzichteten wir auf das spärliche Frühstücksbuffett der Hotelkneipe und machten uns direkt auf den Weg zur Capilano Suspension Bridge. Eigentlich war der Plan die Augen auf zu halten und unterwegs zu frühstücken, aber irgendwie haben wir nichts passendes gefunden. Also wagten wir uns mit leerem Magen auf die Capilano Bridge (eine über einer Schlucht hängende Hängebrücke) und liefen ein wenig - mal in den Baumkronen, mal auf dem Boden - durch den Park. Da uns der Hunger dann aber doch überkam, und es schon 12 Uhr war, setzten wir uns in das Parkrestaurant und genehmigten uns statt eines Frühstücks ein wirklich leckeres Mittagessen! 😊
Auch nach dem Essen liefen wir noch eine Weile durch den Park und bummelten durch die Souvenir-Shops, bevor es für uns Tschüss Vancouver, Hallo Vancouver Island hieß.

Mit dem Auto fuhren wir ca eine halbe Stunde zum Fähren Terminal. Da Hauptsaison ist mussten wir leider über 2 Stunden auf die nächste verfügbare Fähre warten. Aber von so etwas lassen wir uns natürlich nicht die Laune verderben! Wir saßen im Auto, unterhielten uns, aßen ein paar Snacks und, und, und.
Mit der Fähre ging es dann ca 1.45h rüber nach Victoria, Vancouver Island.
Da es mittlerweile schon Recht spät war, checkten wir nur in unseren Unterkünften ein und trafen uns gleich wieder um Essen zu gehen! In einem hübschen Restaurant am Hafen genossen wir ein leckeres Abendessen bevor es wieder ab ins Bett ging!

Am nächsten Morgen bekamen wir schon früh eine Nachricht, dass Papa und Isabell einen Tisch in einem Frühstücksrestaurant reserviert hatten. Also machten wir uns mit unserem ganzen Gepäck um 8:45 Uhr auf, luden es ins ca 15 Minuten entfernte Auto und machten uns auf dem Weg zu "Cora's". Es erwartete uns ein typisch nordamerikanisches Restaurant mit einer Auswahl von Pancakes, Eggs Benedict, Müsli, Waffeln und und und...


Nachdem wir wirklich ausführlich gespeist hatten und zurück am Auto waren machten wir uns auf den Weg Richtung Tofino. Auf der Strecke hielten wir bei einer Bank an um Jojo's Check vom Foodtruck einzulösen. Nachdem wir in den letzten Tagen überall wieder weggeschickt wurden, da keiner die kleine Bank aus Haida Gwaii kannte, schien es heute Hoffnung zu geben. Diese Geschäftsstelle konnte uns zwar auch nicht helfen, sie verwies uns aber zu einer anderen Geschäftsstelle die glücklicherweise auf unserer Strecke lag. Nach 2 Stunden Daten aufnehmen und rumtelefonieren konnten wir unsere Fahrt nach Tofino wieder aufnehmen. Einige Stunden später landeten wir in dem kleinen, wirklich süßen Ort. Jojo und ich wohnten die nächsten 2 Nächte auch in einem Hotel, da es in Tofino kein einziges Hostel gab. Nachdem wir uns alle im Hotel frisch gemacht hatten, trafen wir uns relativ schnell wieder zum Abendessen. Bei "Shelters" fanden wir ein gemütliches Plätzchen und speisten vorzüglich. Nach ein paar Gläschen Wein wurde die Stimmung deutlich lustig und wir lachten und genossen den Abend. Taumelnd fielen wir alle ins Bett.

Am heutigen Donnerstag stand ein ordentliches Programm auf dem Plan. Schon um 8:30 Uhr trafen wir uns alle im Hotel beim Frühstück und um 9:30 Uhr standen wir, angezogen wie bei einer Nordpol-Expidition am Steg in Tofino. Für die anstehende Whale-Watching Tour bekamen wir alle "Survival-Suits", welche einen im Notfall selbst in dem eiskalten Wasser warm halten und dem Wind auf dem Boot trotzen. Wir waren alle völlig begeistert davon.

Als wir aufs Boot stiegen, erklärte uns unser Guide Liam was wir alles zu sehen bekommen würden und machte natürlich eine Sicherheitseinweisung mit uns. Und schon ging es los. Insgesamt 11 Leute saßen auf dem kleinen Boot. Nachdem wir aus der Bucht raus waren, sahen wir auch schon den ersten Meeresbewohner. Ein Otter trieb im Wasser herum. Liam stellte ihn uns als "Jake" vor.

Nach einigen Umrundungen ums Boot war Jake jedoch müde und verzog sich wieder. In der warmen Morgensonne schipperten wir weiter und schon bald sahen wir auch die erste Fontäne aus dem Wasser spritzen. Und tatsächlich, ein Buckelwal ließ seinen Buckel sehen. Leider haben wir auf unserer Tour keinen Wahl ganz gesehen, doch viele "Rücken", Fontänen und sogar eine Schwanzflosse. Wir besuchten noch einige Seehunde auf einer einsamen Insel und entdeckten auf dem Rückweg noch einen riesigen Adler. Auch wenn wir nicht so viel wie erwartet von den Walen gesehen haben , hat die Tour wirklich super viel Spaß gemacht.


Nachdem wir uns alle wieder aus den Anzügen gepellt hatten, zogen wir uns auf unsere Hotelzimmer zurück, machten uns frisch und entspannten ein wenig. Ca 30 Minuten vor unserem abgemachten Treffpunkt standen Lili und Leander vor unserer Tür. Wir hatten uns noch zum Pizza essen verabredet. In der gegenüberliegenden Pizzeria, welche mit "Fast Pizza" worb, warteten wir ca 45 Minuten auf unsere Pizza. Als wir sie gerade in unseren Händen hielten kamen Papa und Isabell mit dem Auto an um uns abzuholen. Naja, also aßen wir die Pizza nun im Auto. Wir machten uns auf den Weg zum Pacific Rim Nationalpark. Nach einem kleinen Strandspaziergang liefen wir ca 2 Stunden durch die Wälder über kleine Holzpfade und durch die wildeste Natur bis hin zum Meer und wieder zurück.

Wir waren alle total durstig und hatten natürlich kein Wasser dabei. Also stiegen wir alle wieder ins Auto, hielten zum Tanken an der nächsten Tankstelle und standen ca 20 Minuten später an der Supermarktkasse mit Getränken und Snacks. Als wir alle wieder in unseren Zimmern waren hatten wir noch etwas Zeit um uns auszuruhen. Heute wollten wir im Hotel zu Abend essen. Jojo und ich machten uns also auf den Weg zum Hotel der anderen 4. Auf der Terrasse des Hotels genossen wir den Abend, tranken den ein oder anderen Wein und wurden auch heute wieder sehr lustig. Nach vielen Lachattacken und sehr lustigen Diskussionen fielen wir am Ende des Tages ins Bett. Das war wirklich ein abenteuerlicher Tag.

Der nächste Tag führte uns zurück aufs Festland. Whistler war unser nächstes Ziel. Nach dem Frühstück im Hotel der anderen Vier fuhren wir zurück zum Fährterminal. Dank der Hochsaison durften wir auch hier ca. 2,5 Stunden warten, bevor wir auf die nächste verfügbare Fähre fahren durften.

Wir machten es uns auf der Fähre gemütlich und genossen ein letztes Mal den Blick aufs Meer, bevor es für uns jetzt in die Berge ging. Und siehe da, in der Ferne ließ sich ein Wal blicken und verabschiedete uns mit zahlreichen Fontänen und seiner Schwanzflosse!

Als wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten, fuhren wir nochmal ca 2,5 Stunden bis wir schließlich in Whistler ankamen. Whistler wirkt wie ein künstlich für Touristen aufgebautes bayrischer Skiort. Von der Fähre aus hatten wir schon eine Reservierung im "21 Steps Kitchen" Restaurant gemacht. Nachdem wir uns alles frisch gemacht hatten, trafen wir uns dort zum Abendessen.
Mit vollem Bauch ging es 2 Stunden später zurück zum Hotel, zumindest für alle anderen. Jojo und ich verbrachten diese Nacht in unserem Auto, welches im Parkhaus stand. Wir hatten uns zuvor in Vancouver mehrere Decken als Unterlage gekauft. Leider war es immer noch sehr hart und unbequem und dank der Beleuchtung im Parkhaus auch sehr hell. Viel schliefen wir in dieser Nacht nicht.

Etwas übermüdet führen wir mit dem Aufzug hoch ins Hotel, um uns zumindest im Zimmer der anderen eine ordentliche Dusche zu gönnen! Etwas frischer machten wir uns schließlich auf die Suche nach einem schönen Frühstückscafé. Die Wahl fiel auf eine Kneipe, die morgens auch Frühstück anbot. Einige Pancakes, Eier, Kartoffeln usw später erkundeten wir den Ort noch ein wenig. Was wir nicht wussten: Im Ort fand genau zu dieser Zeit ein Mountainbike-Festival statt. Die Skipisten werden im Sommer zu Mountainbikepisten. Hunderte Mountainbiker kamen die Pisten runter gerast. Das sah ziemlich cool aber auch nicht ganz ungefährlich aus. Drum herum hatten etliche Sport- und Outdoormarken kleine Stände aufgebaut um ihre Produkte zu verkaufen. Auch GoPro hatte hier einen Stand.
Da meine GoPro in Florida leider etwas Wasser abbekommen hat und sich seit dem nicht mehr starten ließ, konnte ich die letzten 3 Monate leider nicht mehr bildlich festhalten. Da kam dieser Stand mit einem außergewöhnlich guten Deal (100 Dollar Rabatt + Travel Kit und SD-Karte) natürlich gerade recht. Ich überlegte nicht lange und griff zu! Viel zu schade wäre es, die letzten Monate unserer Reise nicht filmen zu können.

Papa, Isabell und Co. standen in der Zeit bei der Gondola an und besorgten ins Tickets. Es sollte hoch hinaus gehen.
Mit der Gondola führen wir ca 25 Minuten hoch hinaus auf die Spitze des Berges. Die Kulisse war wirklich atemberaubend. Der Nebel hing tief in der Bergspitze. Nach einem kurzen Fußweg kamen wir zu einem türkisblauen See. Diese Farben, einfach total surreal. Mit dem Sessellift fuhren wir durch die Wolken noch weiter nach oben bis wir schließlich ganz oben auf der Spitze angelangt waren. Hier oben gab es verschiedene Wanderwege die man laufen konnte. Wir entschieden uns für einen etwas einfacheren. Teilweise konnte man Dank dem Nebel und den Wolken die Hand vor Augen nicht mehr sehen.
Teilweise lag auf dem Steinen sogar Schnee, sodass wir eine kleine Schneeballschlacht machen konnten.

Mit der Peak to Peak Gondola ging es von einem Skigebiet in nächste. Sie Gondola ist die weltweit längste freihängende Gondola.
Es boten uns wirklich atemberaubende Ausblicke auf die Berge, das Tal und die Wälder. Am Gipfel des anderen Skigebietes angekommen, genehmigten wir uns einen Snack im Restaurant. Danach ging es mit einer weiteren Gondola wieder zurück ins Tal!
Nach einem kurzen Fußweg erreichten wir unser Hotel!

Wir entschieden uns eine kleine Mittagspause zu machen, welche Jojo und ich bei Papa und Isabell im Hotelzimmer auf dem Sofa verbrachten.

Ungefähr 1,5 stunden später bummelten wir noch ein wenig durch den Ort bevor wir uns einen Platz zum Abendessen suchten. Den Abend ließen wir nach dem Essen zusammen noch mit 2 Flaschen Wein auf dem Hotelzimmer ausklingen.

Diese Nacht schliefen wir auf dem Boden bei Papa im Hotelzimmer! Anscheinend sahen wir morgens so müde aus, dass alle Mitleid mit uns hatten 😃

Am nächsten Morgen regnete es und wir taten uns sichtlich schwer einen schönen Platz fürs Frühstück zu finden. Letztendlich endeten wir in einem mexikanischen Restaurant, welches ein wirklich leckeres Frühstück anbot.

Nach dem Frühstück stand für uns die Weiterreise auf dem Programm. Knapp 6 Stunden fuhren wir über unbefestigte Straßen bis zur Tyax Lodge & Heliskiing.
Die Lodge lag irgendwo im Nirgendwo an einem kleinen See und versprach viel Ruhe und Erholung.

Und sie hielt was sie versprach.
Gleich nach der Ankunft, zogen wir uns unsere Bikinis an und hüpften in den heißen Pool. Das war vielleicht angenehm nach der langen Autofahrt.

Die Zeit bis zum Abendessen nutze jeder für sich. Ein bisschen schlummern, auspacken, Fotos sortieren und, und und.

Das Abendessen nahmen wir im hoteleigenen Restaurant ein. Die wirklich nette Kellnerin verwöhnte uns mit super leckerem Essen und tollen Drinks. Alles in allem war es ein wirklich schöner entspannter Nachmittag/Abend.

Auch den nächsten Tag ließen wir entspannt angehen. Da man im Hotel kostenlos Kanus, Kayaks und Stand Up Paddle Boards ausleihen konnte, probierten wir uns nach dem Frühstück im Kanu fahren. Zu viert mit zwei Kanus paddelten wir auf dem See hin und her. Mal mehr und mal weniger koordiniert 😃

Da die Sonne wirklich schön schien, genehmigten wir uns zurück am Ufer eine Abkühlung im See. Lilly und Leander bibberten fürchterlich im Wasser, wohingegen Jojo und ich die Temperatur als sehr erfrischend empfanden. Hier wurde die neue GoPro mit lustigen Unterwasserfotos und -videos eingeweiht.

Da es nach ca 45 Minuten dann doch Recht frisch im Wasser wurde, entschieden wir uns dazu uns im heißen Pool wieder aufzuwärmen. Auch Papa gesellte sich zu uns! 😊

Den Nachmittag verbrachten wir damit ESTAs (Einreisegenehmigung für die USA, da die Familie über Dallas zurück fliegt) für die Rückreise zu beantragen, Käsekuchen zu essen und Cider zu trinken und noch eine Runde Kayak zu fahren.

Das Abendessen nahmen wir wieder im Restaurant des Hotels ein. Diesmal hatten wir allerdings eine etwa verpeilte Kellnerin, welche uns kein einziges Lächeln schenkte.

Nachdem sie uns am Ende des Abends eine nicht korrekte Rechnung (zu hoch) brachte und wir ihr schließlich erklärten, dass sie kein Extra-Trinkgeld bekomme, da wir mit dieser Rechnung schon fast 15% mehr zahlen, schaute sie uns mit großen Augen an und sagte in sehr sehr lautem Ton "No Tip?" (Kein Trinkgeld?). Dann versuchte sie uns zu erklären, dass Kellnerinnen im Kanada sehr wenig verdienen und von dem Trinkgeld abhängig sind und es üblich sei mindestens 20% Trinkgeld zu geben.

Als Papa ihr nochmal erklärte, dass die Rechnung nicht korrekt sei, einigten sie sich darauf, dass sie die Rechnung korrigiert und Papa nochmal über das Trinkgeld nachdenkt.

Wir konnten uns das Lachen kaum verkneifen, denn die Kellnerin war wirklich super verwirrt, dreist und 0 serviceorientiert.

Danach fielen wir alle müde ins Bett!

Am nächsten Tag war schon wieder ein Reisetag. Heute sollte es nach Clearwater gehen. Nach dem Frühstück packten wir unsere Sachen und stiegen wieder ins Auto.

Wieder holperten wir über die Schotterstraßen durchs Nirgendwo. Ca 5 Stunden und eine kleine Kaffeepause in einer urigen Kneipe später, kamen wir in Clearwater an.
Clearwater sollte nur ein kleiner Zwischenstopp auf unserer Durchreise sein, da der Weg bis in den Jasper Nationalpark an einem Stück zu weit war. Auch heute sollten Jojo und ich die Nacht im Auto verbringen. Während alle anderen sich auf ihren Hotelzimmern etwas frisch machten, gesellten wir uns mit aufs Hotelzimmer. Wie immer informierte Jojo sich über die Abendessen-Möglichkeiten. Da es in Clearwater insgesamt 3 Restaurant gibt und 2 davon schlecht bewertet waren machten wir uns ca eine Stunde später auf, dass "Painted Turtle" aufzusuchen. Wir liefen ca 20 Minuten an der Straße entlang bis wir schließlich den Schildern folgten und auf einen Campingplatz abbogen. Ganz unten entdeckten wir einen wunderschönen See, den "Dutch Lake" und direkt am See ein Restaurant mit einer wirklich schönen Terrasse. Da man in den nordamerikanischen Ländern im Restaurant immer einen Platz zugewiesen bekommt, nahmen wir Kontakt mit dem zuständigen Kellner auf. Dieser murmelte vor sich hin, dass es keinen Platz für uns gebe und wir 45 Minuten warten müssen. So weit so gut, da wir sowieso in kein anderes Restaurant gehen konnten nahmen wir das erstmal so hin. Als der Kellner bei unserer Nachfrage ob wir in der Zwischenzeit schonmal ein Getränk trinken könnten antwortete:"Wir haben heute keinen Barkeeper, deswegen dauert das Getränk auch sehr lange.", schnappten wir uns unsere Wartenummer und setzten uns vor dem Restaurant an einen Campingtisch. Nach 45 Minuten in denen wir uns den See anschauten, quatschten und mit knurrendem Magen wartet, bekamen wir endlich einen Platz auf der wirklich schönen Terrasse. Und tatsächlich, das Warten hatte sich gelohnt. Eine sehr sehr nette Kellnerin entschuldigte sich für die lange Wartezeit, nahm sehr geduldig unsere Bestellungen auf und als sie bemerkte, dass wir aus Deutschland kommen setzte sie das ganze in einem wirklich korrekten fast akzentfreiem Deutsch fort. Sie erklärte, dass ihre Großeltern aus Salzburg kommen, sie aber schon ihr ganzes Leben lang in Kanada wohnt. Wir waren über ihr perfektes Deutsch erstaunt und enossen den Abend mit unserem Essen, ein paar Weinchen, einer wirklich schönen Aussicht und natürlich noch einem hausgemachten Dessert. Wir verabschiedeten uns von der wirklich netten Kellnerin, sie bekam heute auch das angemessene Trinkgeld. Nach 20 Minuten Fußmarsch erreichten wir das Hotel. Schnell im Hotelzimmer die Zähne geputzt schlichen Jojo und ich zurück ins Auto, bauten alles um und versuchten zu schlafen.

Die heutige Nacht war wirklich eisig kalt und überhaupt nicht gemütlich. Durchgefroren standen wir morgens bei den anderen vor den Hotelzimmern und freuten uns nur so als die warme Dusche auf uns prasselte. Nachdem wir wieder alle frisch waren, frühstückten wir im Hoteleigenen Bistro. Auch wenn das Hotel wirklich nicht schön war und das Bistro auch nicht sehr nett aussah, so war die Bedienung und das Essen umso besser. Gut gestärkt traten wir nun unsere Weiterfahrt nach Jasper an!

Das war zumindest der Plan. Nachdem wir ca 15 Minuten zur nächsten Tankstelle gefahren sind, das Auto getankt hatten und weiterfahren wollten ging das Auto plötzlich nicht mehr an. Es passierte garnichts, kein Licht, kein Motor, keine Hupe, nichtmal auf- und abschließen konnte man das Auto. Wir suchten also die Pannennummer von der Autovermietung raus und konnten dort glücklicherweise mit dem Telefon der Tankstelle jemanden erreichen. Sie versprachen uns direkt einen Mechaniker kommen zu lassen. Während Papa und Isabell die Zeit nutzten um die Gegend ein wenig zu erkunden, kauften wir uns ein Wasserreis an der Tankstelle und genossen die Sonne. Ca 25 Minuten später kam tatsächlich ein Mechaniker vorgefahren. Er konnte sich das Problem auch nicht erklären, checkte die Batterie und startete problemlos das Auto. Bevor wir irgendwas sagen konnten saß er schon wieder im Auto und zischte ab. Alle stiegen wieder ein. Doch als Papa den Schlüssel drehte passierte wieder absolut garnichts. Erneut riefen wir bei der Autovermietung an, die und versprach uns schnell einen neuen Mechaniker zu schicken. Während wir warteten, diskutierte Franzi noch mit der Autovermietung ob wir nicht ein neues Auto bekommen könnten, da es uns für die langen Strecken zu unsicher ist. Während des Telefonats sahen wir plötzlich einen älteren Mann vor unserem Auto aufkreuzen. Er hatte auch sein Auto getankt und sah, dass wir Probleme hatten. Er schaute in die Motorhaube, drehte ein paar Muttern und siehe da, das Auto sprang an. Als Franzi dem Mitarbeiter der Autovermietung erklärte, dass das Auto jetzt doch fuhr war der völlig verwirrt. Glücklich über die Hilfe eines Passanten schlüpften wir wieder alle ins Auto und fuhren diesmal glücklicherweise ohne Probleme los.
Nach 3 Stunden Autofahrt die wir "KInder" größtenteils verschlafen hatten,hielten wir irgendwo im nirgendwo an. Vor uns stand ein winziger Wohnwagen mit einem kleinen Verkaufsfenster. Wir kauften Kaffee, Eis, ein Stück Pizza und schnappten uns noch einen frisch gepflückten Apfel vom Baum. Nachdem wir ein paar Minuten mit dem Besitzer quatschten, welcher sich sichtlich freute, dass mal Kundschaft in das kleine Fleckchen kam, fuhren wir weiter. Weitere 2 Stunden Fahrt lagen vor uns. Als wir letztendlich im Jasper Nationalpark ankamen, parkten wir vor einer großen Hotelanlage. Auch die nächsten 2 Nächte sollten wir wieder im Auto verbringen. Daher passte es umso besser, dass man direkt vor der Zimmertür parken konnte. Da es schon recht spät war und die Zeitzone sich auch noch geändert hatte, beeilten wir uns und saßen schließlich um 21 Uhr im Hotel angrenzenden Restaurant. Dies betitelte sich als "Steakhouse". Als wir nach einer Weile unser Essen serviert bekamen waren einige begeistert, andere enttäuscht. Jojo hatte das einzig vegetarische Gericht auf der Karte bestellt. Pasta mit gemischten Pilzen und Sahnesauce. Die Sauce schmeckte bitter und von gemischten Pilzen konnte hier wohl kaum die Rede sein. Wir ließen uns den Abend natürlich trotzdem nicht vermiesen und beschlossen am nächsten Tag ein anderes Restaurant zu besuchen. Diese Nacht sollte für uns im Auto etwas gemütlicher werden. Wir stibitzten uns aus den Hotelzimmern der anderen, sämtliche Decken und legten sie unter unsere eigenen. Es war zwar immer noch kein Bett, jedoch deutlich gemütlicher als vorher.

Am nächsten Morgen machten wir uns nach einer Dusche und dem Frühstück auf um einige Sehenswürdigkeiten im Jasper Nationalpark zu entdecken. Zunächst fuhren wir zur 5th Bridge. EIne kleine Brücke welche über einen Fluss führte. Von hier aus konnte man über einen Waldweg verschiedene Brücken entdecken, Wasserfälle anschauen und den reißenden Flüssen zuschauen. Gesagt, getan - da Jojo und ich teilweise etwas abenteuerlustiger als die anderen sind wollten wir uns den wirklich schnellen Fluss mit starken Strömungen mal aus der Nähe anschauen. Wir kletterten also einen kleinen Hügel hinab während die anderen uns von oben beobachteten. WIr schauten uns alles an, machten ein paar Fotos und gerade als ich mich in eine andere Richtung drehte, hörte ich ein panisches "Franzi!!!" aus Jojo's Richtung. Sie war auf einem glitschigen Stein ausgerutscht, rutschte immer weiter ins Wasser und konnte sich nicht mit eigener Kraft halten. Ich huschte zu ihr, griff ihren Arm und zog sie über den ganzen Felsen aus dem Wasser. Puh, das war knapp, zum Glück ist sie nur mit einem nassen Bein und einem durchtränkten Schuh davon. Das hätte auch wirklich anders ausgehen können. Die anderen schauten von oben panisch zu uns herunter. Als Jojo aber wieder lachte und einen "Daumen hoch" nach oben zeigte waren sie wieder etwas beruhigt. So schnell wie möglich machten wir uns wieder auf den Weg nach oben um auf den sichereren Pfaden die weitere Gegend zu erkunden. Nachdem wir tolle Wasserfälle, schöne Natur und viele Eichhörnchen entdeckt haben, machten wir uns auf den Weg zurück zum Auto. EIn kleines Mädchen zeigte uns ganz aufgeregt ein Foto von einem Bären, welchen sie entdeckt hatte. Also war unsere Entdeckungslust noch einmal gestiegen. Auf dem Weg zum Maligne Lake suchten die einen ganz aufmerksam nach Bären, während die anderen (Jojo), tief und fest schliefen. Am See angekommen stellten wir fest, dass wir alle bereit für eine Pause waren. Wir setzten uns ins Lake-Café und genossen die Sonne. Ein paar Getränke und ein paar wirklich kleine, viel zu überteuerte Snacks später, marschierten wir los um eine kleine Strecke am See entlang zu gehen. 15 Minuten später standen wir an einem Aussichtspunkt mit einer tollen Aussicht über den ganzen See und die dahinter liegenden Berge. WIrklich schön.


Bei dieser Aussicht merkten wir nun, dass wir alle wirklich kaputt waren. Zurück im Auto machten wir noch einige Stopps im Nationalpark um eventuell doch noch einen Bären zu entdecken, blieben aber leider leer aus.
45 Minuten später kamen wir wieder am Hotel an. Schnell frisch gemacht schlüpften wir wieder ins Auto und machten uns auf den Weg in die kleine Stadt. Heute landeten wir auf der Dachterrasse einer Pizzeria. Die Stimmung und die Pizza waren gut und so landeten wir auch heute wieder todmüde im Bett, bzw im Auto.
Nach einer kalten Nacht im Auto und einem Frühstück später starteten wir unsere Weterfahrt nach Banff. Unser erster Stopp war auch heute wieder ein Wasserfall.

Nach einem kleinen Spaziergang ging es auch schon weiter. Wir stoppten an einem kleinen Souvenir Shop an einem Straßenrand. Hier gab es wirklich schöne Sachenund zum ersten Mal packte uns alle der Shoppingwahn und wir shoppten drauf los. Nach knapp 1 Stunde gesellten wir uns so langsam wieder alle zu Papa ins Auo, welcher schon auf uns wartete. An Gletschern vorbei fuhren wir zum nächsten Stopp. Dieser sollte gut genug für eine kleine Kaffeepause sein. Nach einem Cider, Eistee und Kaffee machten wir uns auf Richtung Peyto Lake. Auf dieser Strecke passierte endlich das, worauf wir die ganze Zeit gewartet haben. Am Straßenrand standen hunderte von Autos, Menschen liefen am Straßenrand und auf der Straße hektisch hin und her und überall sah man suchende Blicke. Was uns hier erwartete war allerdings alles andere als hektisch. EIne Bärenmama spazierte mit ihren 2 Bärenbabys ganz gemütlich am Straßenrand entlang. Wir konnten unser Glück kaum fassen. Von der Ruhe der Bären fasziniert beobachteten wir voller Entzücken diese kleine Bärenfamilie. Ein paar MInuten später, als die Bären wieder im Wald verschwanden, beruhigte sich die Situation. Dieser Moment war wirklich unglaublich.


Doch nun weiter zum Peyto Lake. Der Peyto Lake war eines unserer absoluten Highlights. Wir parkten auf dem Parkplatz und stellten uns dem 10-minütigen, sehr steilen Weg hinauf, bis wir zu dieser unglaublichen Aussicht kamen. Ein türkisblauer See eröffnete sich vor uns, inmitten von Bergen.

Selbst nach unserer 30-minütigen Fotosession konnten wir immer noch nicht genug bekommen und beschlossen noch einen kleinen Weg entlang des Sees zu gehen. Als wir aber merkten, dass dieser sich vom See entfernte beschlossen wir zurück zu gehen und zum Lake Louise zu fahren, welcher das Gleiche türkisblaue Phänomen versprach. Dort angekommen sahen wir zwar keinen türkisblauen See, doch die Spiegelung der Berge und das Zusammenspiel mit der Sonne beeindruckten uns trotzdem ungemein.

Auch hier verbrachten wir ein paar Minuten, bevor es nun endlich Richtung Hotel ging. Dort angekommen regnete es in Strömen. Alle stiegen aus um einzuchecken, nur Jojo und ich blieben mal wieder im Auto sitzen. Heute fiel es uns ganz besonders schwer unseren Sparmodus zu akzeptieren und wir waren wirklich wirklcich traurig, dass wir heute Nacht kein Bett zum Schlafen hatten. Als sich alle fertig gemacht hatten, trafen wir uns in der Hotellobby. Kurz bevor wir starteten kamen Papa und Isabell jedoch auf eine Idee. Da Lili und Leander eine ganze Wohnung mit 2 Schlafzimmern hatten, boten sie uns an mit in ihrem Hotelzimmer zu übernachten. Nach Absprache mit dem Hotel war das in Ordnung. Jojo und ich freuten uns so sehr und waren wirklich erleichtert bei diesem Wetter nicht im Auto schlafen zu müssen.
Nun ging es aber auf zum Abendessen. Da wir bei dem von uns ausgewählten Italiener noch 45 Minuten auf einen Tisch warten mussten, entschlossen wir uns die Stadt schonmal ein wenig zu erkunden. Im Informationscenter holten wir uns sämtliche Informationen über mögliche "Bear Watching" Touren ab. Wir wollten noch mehr Bären sehen. Wir "Kinder" liefen schonmal zurück zum Restaurant, während Papa und Isabell für den nächsten Abend eine 2-stündige Bear-Watching Tour buchten. Komplett durchtränkt kamen wir im Restaurant an. Wir genossen den Abend in ganzen Zügen. Mit einer Brot- und Kräuterbutter-Bar-Grillstation konnte man sich seine eigene Vorspeise zaubern. Das Essen war wirklich lecker und die Atmosphäre und die Stimmung super gut. Zurück im Hotel konnten wir unser Glück kaum fassen, als wir in unser eigenes Schlafzimmer spazierten. So ein eigenes Bett ist doch schon etwas feines. Leider ging es nicht allen so gut. Lili war ganz übel und sie war ganz zitterig und Jojo hatte plötzlich eine wirklich schlimme "Heimweh-Freund-Vermiss-Attacke". Doch natürlich konnten sich alle wieder beruhigen. Am nächsten Morgen ging es allen schon etwas besser. Obwohl Lili sich noch nicht ganz erholt hatte und auch Jojo immer noch nicht bester Laune war, war die Stimmung schon etwas besser. Diesmal machten wir uns zu 5. auf zum Frühstück. Lili blieb im Hotel und ruhte sich noch etwas aus. Nach dem etwas spärlichen Frühstück verschwanden alle wieder auf unseren Zimmern. Bis 18 Uhr gab es keinen Programmpunkt und wir konnten machen was wir wollten. Alle entspannten noch etwas im Bett. Gegen 14 Uhr machten Lili, Jojo und ich uns auf den Weg die Stadt etwas zu erkunden und die Läden auszuchecken. Nach einer kleinen Ausbeute besorgten wir für alle einen Kaffee und einen Snack bei Subway und machten eine Mittagspause im Hotel. Eine Stunde später trafen wir uns noch einmal, snackten ein paar Chips und heiterten uns mit 2 Fläschchen Wein für unsere Bear-Watching Tour an. So war zumindest der Plan - bis wir bemerkten, dass der Wein den Papa und Isabell besorgt haben alkoholfrei war. Naja, wir waren trotzdem guter Stimmung und standen pünktlich bereit, als uns der kleine Bus vorm Hotel abholte. Die Tour war super organisiert und unser Guide "Jessie" war auch wirklich kompetent. Leider konnten wir heute keine Bären sehen, jedoch viele Hirsche, Eichhörnchen und sogar ein Bighorn-Schaf. Alles in allem war es eine nette Tour mit einem kleinen Stopp an einem wunderschönen See.

Wieder zurück in der Stadt suchten wir uns schnell ein Restaurant zum Abendessen. Nach einiger Sucherei fanden wir letztendlich ein nettes Steakhouse, in welchem wir einen wirklich schönen Platz bekamen. Auch hier genossen wir den Abend mit Wein, Essen und Desserts. Wirklich schön. Zurück im Hotel schliefen wir auch heute Abend alle ziemlich schnell ein. Nach dem Frühstück am nächsten Morgen, ging es schon los zu unserem allerletzten Stopp unserer Kanada-Reise. Nach Calgary. Von dem wirklich wunderschönen Örtchen Banff, welches mitten in den Bergen liegt ging es nun in die Großstadt. Nach 1,5 Stunden Fahrt landeten wir im Ramada, unserem Hotel für die letzten 2 Nächte. Diesmal hatten wir alle eine Unterkunft zusammen, da Papa uns für die letzten 2 Nächte das Hotel spendierte. Kurz frisch gemacht starteten wir voller Tatendrang auf Enteckungstour. Am Fluss entlang gingen wir über die Peace Bridge, beobachteten im Park ein Shakespeare-Festival, schlenderten durch die Straßen und landeten letztendlich in einem Café an einer Straßenecke.

Hier gab es einen superleckeren gefrorenen Sangria, leckere Guacamole und Trüffelpommes. Leicht angesäuselt liefen wir zurück zum Hotel und machten eine kleine Mittagspause. Einige Zeit später trafen wir uns in der Lobby wieder und gingen los um in Calgary, in der Steak-Hochburg ein Steakhouse aufzusuchen. Bei The Keg bekamen wir sofort einen Tisch und bestellten drauf los. Das Steak war wirklich gut und auch Jojo war mit ihrem gebackenen Brie zufrieden. Wir entschieden am nächsten Abend auch hier zu essen und machten direkt eine Reservierung. Am nächsten Tag frühstückten wir im Hotel. Gut gestärkt starteten wir in den Tag. Heute war ausnahmsweise mal Shopping angesagt. Die erste Station war ein Cowboy-Laden. Da in Calgary die Cowboy-Kultur noch sehr ausgeweitet ist und sogar die Polizisten noch Cowboy-Hüte tragen durfte das natürlich nicht fehlen. Nach langen Schauen, hin und her kaufte tatsächlich keiner etwas. Nun teilten wir uns auf um alle in unserem eigenen Tempo durch die Stadt zu laufen. Die "Kinder" zusammen und Papa und Isabell zusammen. Einige Shoppingerfolge später gönnten wir uns noch einen Eis-Sangria und verbrachten noch eine Stunde im Hotel bevor wir uns auf den Weg zu unserem letzten gemeinsamen Abendessen machten.

Ausnahmsweise kramten wir heute mal tief in unserem Rucksack und holten unser Schminktäschchen hervor. Nach 6 Monaten machten wir uns mal wieder richtig schick. Angekommen im Steakhouse bestellten wir Steak, Getränke und heute sogar einen Nachtisch. Der letzte Tag musste ja schließlich noch einmal gefeiert werden. Wir ließen die letzten 2,5 Wochen noch einma an uns vorbei ziehen. Wir, Jojo und ich sind wirklich dankbar dafür, dass wir so viel Unterstüzung bekommen und unsere Familie uns besuchen gekommen ist.

 


Am Abend stellten wir uns einen Wecker auf 3 Uhr morgens. Dann mussten wir noch einmal aufstehen um die anderen zu verabschieden. Um 6 Uhr verabschiedeten sie sich Richtung Deutschland. Als wir uns alle verabschiedet hatten und von Papa ein kleines unscheinbares "Ich bin stolz auf euch!" zu uns schlich, fielen wir beide wieder glücklich ins Bett und schlummerten noch ein paar Stunden. Glücklicherweise mussten wir erst um 12 auschecken und nutzten die Zeit unsere Rucksäcke zu packen und uns auf die lange Reise vorzubereiten. Fast 24 Stunden Reisezeit standen uns bevor. Wir schlenderten durch die Stadt, versuchten soviel wie möglich von unseren Snacks (von den Autofahrten übrig geblieben) zu Essen oder an Obdachlose zu verteilen und nahmen schließlich um 19 Uhr einen Airport Shuttle zum Flughafen.


Nun ist es soweit. Die letzte Etappe unserer Reise bricht an. Es geht für uns nach Asien, Bangkok in Thailand erwartet uns.

 

Haida Gwaii! - Regen, Regen, Regen...

30Juli2019

Da unser Leben hier auf der Insel in den letzten 2 Wochen nicht wirklich spannend verlaufen ist, haben wir uns überlegt, dass wir die Wochen zusammenfassen und hauptsächlich über die Tage schreiben an denen wir etwas erlebt haben. Grundsätzlich kann man die letzten 2 Wochen jedoch ziemlich einfach zusammenfassen: "Regen, Regen, Regen!" Der Wettergott hat es wirklich nicht gut mit uns gemeint. Von Platzregen über Nieselregen bis hin zu 3 Tage Dauerregen war alles mit dabei.

Leider ist das Eisgeschäft bei diesem Wetter nicht besonders gut, weswegen Jojo nicht viel arbeiten konnte. Für mich war der Regen garnicht so schlecht, denn so langsam wird die Gartenarbeit wirklich anstrengend und ich bin froh auch mal nicht gebückt im Garten zu hocken. Das einzige Problem an der ganzen Sache war, dass man hier auf der Insel einfach nichts unternehmen kann. Wir haben unseren Ausgleich immer beim Spazieren gehen gefunden, doch bei dem Wetter fällt das auch aus. Naja, so hatten wir einige gemütliche Abende vorm Fernseher und konnten mal wieder Sachen machen, welche in letzter Zeit etwas auf der Strecke geblieben sind. Wir haben zum Beispiel unsere gesammelten Aufnäher auf unsere Rucksäcke genäht, kaputte Hosen geflickt und auch unsere Reise ein bisschen weiter geplant.

Tatsächlich gab es im kanadischen Fernsehprogramm letzte Woche einen Weihnachts-Abend, es wurden also nur Weihnachtsfilme gezeigt. Genau das richtige für uns, wir lieben Weihnachten über alles. Mit der selbstgemachten Pizza und einem Eis wurde der Weihnachts-Abend perfekt. Bis 3 Uhr nachts haben wir Weihnachtsfilme geschaut.

Nun aber mal zum aktiveren Teil der letzten Wochen. Es gab natürlich in dieser Woche auch mal Abende an denen es nicht geregnet hat. An einem von diesen Abenden sind wir ca 2,5 Stunden um die Wildlife Sanctuary gelaufen und haben es uns zur Aufgabe gemacht die wirklich leckeren Huckleberries zu pflücken! 

Natürlich haben wir auch trotz des Regens so viel es geht gearbeitet. Thorsten hat uns einen Putz-Job verschafft. Ein leerstehendes Haus welches bald verkauft werden soll, sollte für die Auktion nochmal richtig aufgemöbelt werden. Also verbrachten wir fast 2 ganze Tage damit das Haus von oben bis unten blitzblank zu putzen. Das war bei dem Regen natürlich ein echt dankbarer Job. 

Wie schon erwähnt ging es bei Jojo's Arbeit eher ruhiger zu, weswegen sie mir helfen konnte. Zusammen ist die Arbeit dann doch etwas erträglicher. Zwei Tage wurden wir auch Zuhause bei Merle und Don (Herr und Frau Young) eingespannt. Wir haben die Terrasse vorm Haus von oben bis unten in einem wirklich schönen Rot gestrichen. Das hat uns tatsächlich auch echt Spaß gemacht.

Außerdem habe ich nach der Arbeit bei Merle und Don auch noch einer 91-jährigen Omi in ihrem wunderschönen Garten mit direktem Strandzugang geholfen. Mit diesen kleinen Jobs konnte auch ich mir ohne Arbeitsvisum ein paar Dollar dazu verdienen!

So langsam sprach es sich in der Stadt herum, dass wir gerne und gut arbeiten und wir bekamen immer mehr Anfragen und kleine Jobs. Schade, dass dies erst in unserer letzten Woche passiert.

Da Ken jetzt in der Hochsaison Fishing-Trips anbietet, übernachten seine Gäste nach dem Trip für eine Nacht in unserem Haus. Daher gehörte es die letzten zwei Wochenenden auch zu unserer Aufgabe, das Haus zu putzen und die anderen Schlafzimmer auf Vordermann zu bringen. Betten beziehen, Staub zu putzen, saugen usw.

Letzten Sonntag übernachteten 4 wirklich lustige Amerikaner (40+) in unserem Haus. Aus schlechtem Gewissen, dass sie "unser" Haus in Anspruch nahmen, luden sie uns zum Abendessen in den Pub (das einzige richtige Restaurant in der Stadt) ein. Aber es wäre nicht Masset, wenn an einem Sonntag Abend Abendessen serviert wurde. Stattdessen gab es eine Karte mit Appetizern. Da wir alle ziemlich hungrig waren und uns eigentlich auf eine richtige Mahlzeit gefreut hatten, bestellten wir die komplette Karte rauf und runter! 😀
Dazu gab es für uns Bier, für die anderen Vodka oder Whisky. Wir verstanden uns alle hervorragend und erzählten uns gegenseitig von unseren Trips. Dank des zunehmenden Alkoholpegels konnten wir uns auch den ein oder anderen Lachanfall nicht verkneifen!

Um ca halb 11 entschieden wir uns zurück zum Haus zu gehen. Steve, einer der vier, kaufte an der Bar allerdings noch eine ganze Tüte voll mit einem mysteriösen Vodka-Lemon Getränk. So genossen wir den ausnahmsweise mal trockenen Abend noch bis 3 Uhr morgens mit noch mehr Drinks auf der Terrasse!

Wir waren wirklich dankbar, dass wir an diesem Abend mal rausgekommen sind! Auch wenn unsere Begleitung nicht ganz in unserer Altersklasse war, hatten wir unglaublich viel Spaß!

An einem wirklich sehr sehr regnerischen Tag machte sich Jojo auf zur Arbeit. Ich setzte mich gemütlich auf die Couch, da ich an diesem Tag nicht arbeiten konnte. Ca 10 Minuten nachdem Jojo losgelaufen war, sah ich sie aus dem Fenster schon wieder die Straße zurück kommen. Als sie mich am Fenster sah, winkte sie mir freudig zu und streckte mir eine Flasche Wein entgegen. Als sie kletschnass wieder im Haus war, erzählte sie, dass ihr Chef Mike sie wieder nach Hause geschickt, ihr den Wein geschenkt und uns einen schönen freien Tag gewünscht hat. Den haben wir uns gemacht!

Nun werden wir noch 5 Tage auf der Insel verbringen und am 4. August nach Vancouver fliegen und dort unseren Papa, seine Verlobte und ihre 2 Kinder treffen. Da freuen wir uns wirklich sehr drauf, denn die 4 haben wir seit unserem Start der Reise im Februar nicht mehr gesehen.

Wir hoffen, dass wir euch so einen kleinen Einblick in unseren momentan nicht so spannenden Alltag verschaffen konnten.

 

P.S. Ganz blieb das Eisgeschäft natürlich nicht aus :)

Von der Farm ins "Stadtleben"!

16Juli2019

Dienstag
Unsere erste Nacht in unserer neuen Unterkunft verlief recht ruhig. Wir haben beide sehr gut geschlafen, allerdings war es mit dem dünnen Laken als Decke doch sehr kalt. Der Wecker klingelte um 08.30 Uhr. Wir lagen allerdings noch bis 9 Uhr im Bett 🙈
Zum Frühstück gab es Porridge mit Apfel, ganz ausgefallen. Danach machten wir uns fertig, schmissen uns in unsere Arbeitsklamotten und liefen rüber zu Ken's Mutter. Jojo hatte heute frei, sodass sie mir bei der Gartenarbeit behilflich war. Wir waren gespannt was uns erwartete. Ken's Mutter gehörte das Haus in dem wir wohnen und sie wohnte gleich nebenan. Als Austausch für die Unterkunft sollten wir ihr im Garten helfen.

Für heute war es unsere Aufgabe die beiden Beete im Vorgarten von Unkraut und Gras zu befreien. Hört sich einfach an, war aber ziemlich ziemlich anstrengend und beschäftigte uns 6 Stunden lang. Wir füllten im Laufe des Tages ca 10 blaue Säcke mit Unkraut, Gras usw.!


Gegen 16 Uhr machten wir Feierabend. Ken's Mutter war zufrieden mit unserer Arbeit und freute sich über die nun sichtbaren "Blumen" in ihrem Beet.
Wir waren völlig kaputt, gingen zurück in unser Haus, zogen uns um und relaxten erstmal eine Stunde!
Merkwürdigerweise landeten wir nach einem kurzen Spaziergang plötzlich wieder bei Mike und seinem Eis-Shop. 5 Minuten später saßen wir Eis futternd auf der Bank vor dem Foodtruck und genossen die Sonne.

Auf dem Rückweg machten wir noch einen kleinen Umweg am Supermarkt vorbei, um noch ein paar Kleinigkeiten für das Abendessen zu besorgen. Heute sollte es Kartoffelpüree mit Spinat und Röstzwiebeln geben.

Gesagt, getan - ca 2 Stunden später saßen wir mit unseren gefüllten Teller auf dem Sofa im Wohnzimmer und freuten uns über das leckere Abendessen. Vollgefuttert und mit neu getankter Kraft machten wir uns auf den Weg um eine kleine Runde ums Dorf zu drehen. Wir liefen zum Pier, setzten uns auf den Holzbalken am Rand und genossen die letzten Sonnenstrahlen des Tages. Irgendwie hatten Jojo und ich plötzlich beide das Bedürfnis nach etwas Süßem. Leider hatten wir nichts mehr im Haus und da es schon nach 8 war, hatte der Supermarkt auch schon geschlossen. Auch Mikes Eisshop hat nur bis 8 geöffnet. Wir googelten...und tatsächlich. Wir fanden einen kleinen Tante Emma Laden der noch bis 23 Uhr geöffnet hatte. Also liefen wir ca 5 Minuten dort hin und kamen 10 Minuten später mit einem Snickers, einen Luflee Schokolade und einer kleinen Tüte M&M's wieder aus dem Laden raus. Dies war der krönende Abschluss des Tages. Und wir machten es uns mit unseren Snacks noch eine Weile auf dem Sofa gemütlich, bevor wir uns ins Bett verabschiedeten.


Mittwoch
Auch am Mittwoch klingelte der Wecker um 8.30 Uhr. Leider schafften wir es allerdings nicht uns vor 09.45 Uhr aus dem Bett zu pellen. Zum Frühstück gab es wieder Porridge - diesmal ohne Apfel.

Unsere Motivation zu arbeiten war an diesem Morgen quasi nicht vorhanden. Wir konnten die 6 Stunden Unkraut zupfen vom Vortag deutlich spüren. Trotzdem raffte ich mich auf, zog meine Arbeitsklamotten an und lief rüber. Jojo hatte Glück, sie musste erst um 14 Uhr arbeiten und könnte den Vormittag somit etwas entspannter angehen lassen.

Also erledigte sie ein paar Dinge, lief zur Post und kaufte ein paar Kleinigkeiten ein.

Ich durfte an diesem Mittwoch Büsche beschneiden und Tonnen von Gras rausrupfen. Überall da, wo der Rasenmäher nicht dran kommt. Also Jojo vom Supermarkt wieder kam gesellte sie sich zu mir und schaute mir bei der Arbeit zu! 😃 Irgendwie doof! Das fand sie auch. Also ging sie zurück ins Haus und backte ein Brot für uns.


Ich füllte an diesem Tag wieder ca 8 blaue Säcke mit Gras und Unkraut. Die letzte Stunde arbeitete ich in der prallen Sonne - das war ziemlich anstrengend. Außerdem war ich wohl irgendwie gegen die Gräser allergisch, sodass ich alle 5 Minuten niesen musste und meine Nase durchgehend lief. Das war ziemlich nervig!

Um 16 Uhr machte ich Feierabend, sprang unter die Dusche und zog mir etwas frisches an. Es kostete mich ca. 45 Minuten, bis ich meine Fingernägel von Dreck befreit hatte. Man, man, man.

Gegen 17.30 Uhr lief ich los um Jojo bei der Arbeit zu besuchen. Es ist wirklich super entspannt, dass wir jetzt alles fußläufig erreichen können und nicht auf ein Auto angewiesen sind.

Jojo musste bis 18 Uhr arbeiten, also setzte ich mich noch eine Weile auf die Bank vor dem Eisshop, unterhielt mich mit Jojo's Chef und checkte meine Nachrichten auf dem Handy.

Auch an diesem Abend landeten wir im Co op (Supermarkt). Da wirklich viele Produkte reduziert waren, kauften wir deutlich mehr als geplant. So gab es zum Beispiel bei den Nudeln ein Angebot, 3 für 3,33$. Die Nudeln kosten sonst schon 2$. Ein leckeres Chocolate Fudge Eis gab es schon für 4$ und den guten Philadelphia Frischkäse für 2 für 7$. Da kann man doch nicht nein sagen oder? 😋

Wieder zurück im Haus machten wir uns an das Abendessen. Heute gab es Nudeln mit Tomatensoße und da der Käse auch im Angebot war, gab es ausnahmsweise sogar mal Reibekäse dazu 😍 definitiv ein Highlight für uns! Wir freuten uns sehr und genossen unseren Special Treat in vollen Zügen.

Nachdem Abendessen machten wir wieder einen kleinen Spaziergang durchs Dorf. Letztendlich landeten wir wieder am Pier. Da es heute aber nicht ganz so warm war und wir das Wetter etwas unterschätzt hatten, blieben wir nicht allzu lange und kehrten schnell wieder in unser gemütliches Zuhause zurück.

An diesem Abend wartete noch ein weiterer Special Treat auf uns. Das Chocolate Fudge Eis. Wir holten uns die Eispackung aus dem Gefrierschrank, zwei Löffel dazu und naschten direkt aus der Packung. Welch ein Schmaus. Das Eis hielt sogar noch ein Überraschung für uns bereit. Im Eis befanden sich noch winzig kleine Reeses (mit Erdnussbutter gefüllte Schokokugeln). Mhmm...wir kamen aus dem Schwärmen garnicht mehr heraus.

Glücklich und müde fielen wir schließlich ins Bett! 😊


Donnerstag
Am Donnerstag klingelte der Wecker um 9 Uhr - aufgestanden sind wir allerdings wieder erst um 10 Uhr. Nach einem stärkenden Frühstück (Porridge mit Apfel) schmissen wir uns mit wenig Motivation in unsere Arbeitsklamotten. Da Jojo erst um 14 Uhr arbeiten musste, und sie sich gestern etwas schlecht gefühlt hatte mir bei der Arbeit zu zugucken, half sie mir ca. 2 Stunden bei der Arbeit. Wir vollendeten mein Werk von gestern und rupften noch das restliche Gras im Garten. Danach war es unsere Aufgabe auch das Gras unter den Bäumen wegzurupfen. Jojo verschwand unter die Dusche und dann zur Arbeit, während ich auf den Knien unter den Bäumen herkroch und das Gras rupfte. Nach einer Weile fing es an zu regnen. Nicht sehr doll. Ich lief also ins Haus, holte meine Regenjacke und arbeitete weiter. Ich bin ja nicht aus Zucker. Doch der Regen wurde immer stärker. Nach ca. 10 Minuten war ich kletschnass. Aber es war kein Gras mehr unter den Bäumen zu sehen. Ich lief also zum Haus der Familie Young, um mir eine weitere Aufgabe abzuholen. Die Tochter von Frau Young öffnete mir die Tür und fragte erstaunt, ob ich bei dem Wetter tatsächlich noch arbeite. Als ich dies bejahte, bestand sie darauf, dass ich mir den restlichen Tag frei nehmen. Da hatte ich nichts gegen! 😋

Ich zog mir etwas trockenes an und wärmte mich kurz auf. Da es noch recht früh war, beschloss ich die Küche und das Wohnzimmer zu putzen. Ich habe das Gefühl, dass die Unterkünfte nach unserem Aufenthalt immer sauberer sind als vorher 🙈

Ca. gegen halb 6 machte ich mich auf den Weg zum Foodtruck um Jojo abzuholen. Zum Glück dachte ich daran, Jojo ihre Regenjacke mitzubringen. Sie war heute Morgen nämlich nur mit einem weißen T-Shirt zur Arbeit gegangen.

Ich sollte Jojo nicht mehr von der Arbeit abholen, die Verlockung ist einfach zu groß. Wieder endeten wir mit einem Eis, immerhin zum halben Preis, auf der Bank des Foodtrucks. Einfach viel zu gut dieses Eis 🙈

Da wir in den letzten Tagen fast jeden Tag beim Supermarkt waren, haben wir uns vorgenommen nun eine Einkaufsliste zu schreiben um unnötige Einkäufe zu vermeiden. Wir überlegten uns was wir in den nächsten Tagen essen wollten und fügten die einzelnen Zutaten unserer Liste hinzu. Da es aber so stark regnete entschieden wir uns das Einkaufen auf den nächsten Tag zu verschieben.

Am heutigen Abend gab es Reis mit Paprikagemüse, denn dafür hatten wir noch alles im Haus. Wir aßen, schauten noch ein wenig Fernsehen und verschwanden schon gegen 22 Uhr ins Bett.


Freitag
Heute klingelte der Wecker um 09.30 Uhr. Irgendwie ist es im Laufe der Woche immer eine halbe Stunde später geworden.
Zum Frühstück gab es wie üblich Porridge und selbstgebackenes Brot mit Philadelphia.

Gut gestärkt fing ich um 11 Uhr an zu arbeiten. Auch Jojo musste um 11.30 Uhr arbeiten und verließ kurz nach mir das Haus. Auch heute hieß es wieder Gras rupfen. Wieso man das unbedingt mit der Hand machen muss, wenn man einen Rasenmäher in der Garage stehen hat, weiß ich auch nicht. Aber nun gut.

Ich füllte wieder 2 Säcke mit gerupftem Gras und lief zum Haus um mir eine neue Aufgabe abzuholen. Jetzt durfte ich die ca. 10 Blumentöpfe (so groß wie Wäschekörbe) von Unkraut (man konnte kaum Blume von Unkraut unterscheiden) befreien. Im Gegensatz zum Gras rupfen eine wirklich entspannte Aufgabe. Ich setzte mich auf den Boden vor den Blumentöpfen und ging meiner Arbeit nach, während die Sonne auf mich schien. Arbeiten in der Sonne, es gibt schlimmeres! 😊

Nachdem alle Kübel von Unkraut befreit waren, entschied Frau Young, dass ich für heute Feierabend habe weil das Wetter so schön war. So hab ich das doch gern!

Ich sprang also unter die Dusche, zog mir seit langer Zeit mal wieder ein Kleid an besuchte Jojo bei der Arbeit um das Wetter ein wenig auszunutzen.

Glücklicherweise hatte auch Jojo schon eine Stunde früher Schluss. Da wir direkt nach ihrem Feierabend einkaufen wollten, lief ich schnell nach Hause um unsere Einkaufsliste und eine Tragetasche zu holen. Zusammen liefen wir zum Supermarkt und kauften ein. Da auch so Sachen wie Wasser und Kartoffeln auf unserer Liste standen war unsere Tasche wirklich schwer.

Zum Glück wohnen wir ja nicht weit entfernt.
Für Jojo war heute Payday und wir freuten uns gemeinsam über ihren zweiten Paycheck. Leider nimmt die Bank 20$ Gebühr wenn man sich das Geld bar auszahlen lassen will. Da wir kein kanadisches Bankkonto haben, suchen wir momentan noch nach einer anderen Lösung.

Zum Abendessen gab es heute Nudeln mit Zucchini-Sahne-Soße. Jojo zaubert wirklich immer sehr leckere Sachen. Bei uns sind die Aufgaben klar geteilt. Jojo kocht und ich spüle.

Um 19.30 Uhr fing Jojo plötzlich an von Eis zu reden. Und da ich mich bei so etwas sehr schnell überreden lasse und Eis ja bekanntlich immer geht, fanden wir uns 10 Minuten später beim Eisshop wieder 🙈

Dank unseres schlechten Gewissens, entschieden wir uns dazu die Gegend ein bisschen zu erkunden und liefen in Richtung Cemetery Beach. Der Weg führte durch die Sanctuary, ein sehr idyllisches Sumpfgebiet mit vielen Tieren. Den Sonnenuntergang genossen wir auf einem schönen Lookout.

Aus irgendeinem Grund waren wir auf dem Rückweg sehr albern und kamen aus dem Lachen garnicht mehr heraus.

Den Abend ließen wir mit einem Film im Bett ausklingen.

An dem heutigen Samstag klingelte der Wecker sehr früh. Man sollte meinen es wäre Wochendende, doch bei uns tickt die Uhr momentan etwas anders. Um 8 Uhr hüpften wir aus unseren Betten... oder krochen eher, leider waren wir noch ziiiiieeemlich müde. Nach unserem üblichen Frühstück machte ich mich schon um 8:45 Uhr auf den Weg zum "Marktplatz". Dort traf ich Joe. Ein 80-jähriger Portugiese, welcher alle 2 Wochen auf die Insel kommt um Früchte zu verkaufen. Heute sollte ich ihm dabei helfen. Also standen wir beide vor seinem kleinen Van und verkauften säckeweise Kirschen und Aprikosen. Nach einiger Zeit kam eine Frau vorbei welche uns eine Thermoskanne mit Kaffe und ein paar Cookies vorbei brachte. Das war wirklich eine schöne Überraschung. Joe war wirklich ein lustiger Kerl. Ich musste die Boxen immer wieder mit Kirschen auffüllen und durfte so viel naschen wie ich wollte. So machten die 8 Stunden Arbeit sogar Spaß! Bevor Jojo um 11:30 Uhr arbeiten musste kam sie am Fruit Truck vorbei und holte sich ein paar Kirschen ab.
Ich arbeitete bis 17 Uhr und bekam diesmal sogar tatsächlich Geld für meine Arbeit. Mein erster bezahlter Job.


Nachdem ich mich von Joe verabschiedet hatte, holte ich Jojo von der Arbeit ab. Sie hatte um 17:30 Uhr Feierabend.
Wir gingen nach Hause, entspannten ein wenig, brachten Frau Young ein paar unserer Kirschen vorbei und kochten uns ein leckeres Abendessen. Heute gab es Bratkartoffeln mit Brokkoli. Nachdem wir ein paar der Kirschen naschten verschwanden wir bald im Bett.

Sonntag
Auch an diesem Sonntag war für uns noch kein Wochenende angesagt. Um 9:30 Uhr klingelte der Wecker. Bevor wir aufstanden, telefonierte ich noch mit Robin, einem Freund aus Deutschland, während Jojo uns Frühstück machte. Wir hatten am Abend schon einige von den matschigen Aprikosen eingekocht und so gab es heute Porridge mit Aprikosenmuß. Hmmm lecker.


Ich begann um 11 Uhr damit mal wieder Unkraut zu zupfen. Um 11:30 Uhr machte sich auch Jojo sich auf den Weg zur Arbeit um Burger und Eis zu servieren.. Nach 5 Stunden Unkraut zupfen war ich völlig kaputt, Frau Young zögerte allerdings nicht und gab mir direkt die nächste Aufgabe. Zum Glück musste ich nun Fenster putzen.

Von der ganzen gebückten Arbeit tut mein Rücken schon ganz weh. Um 17 Uhr hatte ich dann tatsächlich Feierabend. Nachdem ich ausgiebig geduscht hatte, machte ich mich mal wieder auf den Weg zum Ice Cream Shop. Jojo hatte nun auch Feierabend und Mike bot uns natürlich wieder ein Eis für einen reduzierten Preis an. Und natürlich konnten wir mal wieder nicht "nein" sagen. Auf dem Weg nach Hause erzählte ich Jojo, dass wir für morgen, unseren freien Tag einen Plan hatten. Luke, der Enkel von Frau Young bot uns an uns die Insel ein wenig zu zeigen. Da sagten wir natürlich nicht Nein.
Den Abend verbrachten wir damit zu kochen, uns gegenseitig die Haare zu flechten und Fernsehen zu schauen. Plötzlich fuhr Thorsten mit Ken, Irene und Ophelia vor. Sie hatten einen riesigen Fisch von ihrem Angel-Trip mitgebracht und entnahmen ihn direkt. Wir schauten eine Weile aus dem Fenster bis Ophelia uns bemerkte und direkt zu uns wollte. Die Kleine ist uns doch etwas ans Herz gewachsen und so freuten wir uns, sie nach einer Woche mal wieder zu sehen. Ken zerlegte den Fisch und gab uns ein Stück ab. Ich glaube er sagte es wäre "Rock Fish". Nachdem Ophelia eine halbe Stunde bei uns war und unser großes Haus bewunderte und Kirschen futterte, holte Irene sie wieder ab. Doch Ophelia wollte garnicht gehen und fragte ihre Mama: "Can you leave me here?" (Könnt ihr mich hier lassen).
Also verabredeten wir einen weiteren Tag, an welchem Ophelia uns besuchen kommt. An diesem Abend riefen wir noch unsere Mami an. Zuhause war es schon 6 Uhr morgens und es war ihr Geburtstag. Am Telefon sangen wir ihr ein Ständchen und fanden es wirklich sehr schade, dass wir an ihrem Tag nicht bei ihr sein können. Aber auch hier nochmal nachträglich:
"Happy Birthday Mami, du bist die beste Mami der Welt! ♥️"


Danach fielen wir allerdings doch wirklich müde ins Bett.

Montag
Heute war endlich unser freier Tag da. Wir schliefen aus und lagen bis 11 Uhr im Bett. Gemütlich frühstückten wir und riefen noch einmal das Geburtstagskind an. Wir machten uns fertig und auf den Weg zum Coffee Shop. Hier telefonierten wir mit noch ein paar anderen Leuten Zuhause und schlürften genüsslich unseren Kaffee. Danach kauften wir noch ein paar Sachen ein und machten es uns Zuhause gemütlich. Luke sollte uns um 16 Uhr abholen, also hatten wir noch genug Zeit. Um 15 Uhr klopfte es an der Tür. Luke stand davor und wollte uns schon abholen. Wir zogen uns also schnell an und hüpften in seinen Truck. Nach 10 Minuten Fahrt fuhren wir auf ein weiteres Grundstück. Hier sammelten wir noch 4 weitere Freunde von Luke ein. Zu siebt + Hund machten wir uns mit 2 Autos auf den Weg um die Insel zu erkunden. Gerade losgefahren wurde uns jedem erstmal ein Cocktail in die Hand gedrückt. Kurze Zeit später fuhren wir auf den Strand. Das war eine Fahrt. Mit einem Joint und einem Bier in der Hand fuhr Aron uns durch die Gegend. Raste über die Steine am Strand, driftete bis ins Meer hinein und drehte die Musik immer lauter! Wir waren nun mit 5 Jungs unterwegs. Alles ziemliche Chaoten aber ziemlich witzig. Nachdem wir wieder vom Strand runter fuhren hielten wir mitten auf einem riesigen Feld. Alle stiegen aus und begonnen etwas am Boden zu suchen. Und tatsächlich. Es war ein riesiges Erdbeerfeld. Während wir unsere Cocktail-Becher mit Erdbeeren füllten, stopfen wir uns gleichzeitig damit voll. Als jeder genug Erdbeeren für einen Erdbeer-Mojito in seinem Becher hatte ging es wieder ab zum Strand.
Auf dem Weg dorthin flitzte plötzlich etwas vor unserem Truck her. Und es war tatsächlich ein Bär. Wir waren völlig perplex, wir hatten gerade einen Bären in freier Wildbahn gesehen. Wirklich eine tolle Erfahrung.
Am Strand wurden dann weitere Kreisel gedriftet, Joints geraucht, Cocktails getrunken und schließlich ein Lagerfeuer gemacht und Hot-Dogs gegrillt. Als es anfing zu dämmern machten wir uns auf den Rückweg. Während wir nur so durch die Dünen bretterten, hielt der Truck plötzlich an, David zückte sein Gewehr und zielte aus dem Auto heraus auf ein Reh. Wir versuchten ihn noch davon abzuhalten zu schießen, doch im nächsten Moment hörten wir den Schuss und das Reh fiel um. Trotz des hohen Alkoholpegels hatte er das Reh genau getroffen. So ganz ungefährlich war dieser ganze Ausflug mit Sicherheit nicht, er hat allerdings wirklich Spaß gemacht und die Jungs waren wirklich lustig.

Um ca22 Uhr setzte uns Luke Zuhause ab. Da unser Alkoholpegel auch nicht mehr ganz niedrig war und wir an diesem Tag nur gefrühstückt hatten, versuchte Jojo uns schnell ein Abendessen zu zaubern. Es gab heute eine gemischte Reispfanne mit Rockfisch. Nachdem wir gegessen hatten fielen wir kaputt ins Bett. Was ein Tag!

Arbeit, Arbeit, Arbeit und unser Umzug in die "Stadt"!

09Juli2019

25.06.19
An diesem Morgen wurden wir recht unsanft geweckt. Irene hämmerte um 7.30 Uhr mehrmals an unsere Tür. Es dauerte einen Moment, bis wir realisierten was geschah und Jojo aus unserem Hems kletterte und die Tür öffnete. Irene erklärte Sie wollte nur sicher gehen, dass jemand da wäre um auf Ophelia aufzupassen. Wo sollten wir um 7.30 Uhr denn sein?!
Auch ich kletterte aus dem Bett - wir schmissen uns beide in unsere Klamotten, putzen die Zähne und liefen runter zum Haupthaus. Auf dem Weg zum Haupthaus trafen wir auf Thorsten, der direkt meine Hilfe benötigte. Ich hatte meine Schuhe nicht richtig an und nur schnell eine Leggins und einen Pulli übergeworfen, da ich nicht erwartet hatte direkt hart arbeiten zu müssen. Thorsten hatte vom Festland zwei Schweine mitgebracht, für die er mal eben schnell provisorisch einen Schweinestall bauen wollte. Aus Paletten und Brettern schraubten wir einen kleinen Stall zusammen. Wir hieften das 120 kg Schwein und sein 80kg Baby aus dem Truck und ließen sie in Ihr neues Zuhause. Meine Klamotten (keine Arbeitsklamotten) waren danach total versaut. Aber da ich schon einmal dabei war, durfte ich auch noch den Truck ausladen, der voll von Lebensmittel, Tierfutter und Klamotten vom Festland war. Nach einer knappen Stunde war der Schweinstall aufgebaut und der Truck ausgeladen und Thorsten fuhr zur Arbeit. Jojo war derweil schon einmal mit Ophelia beim Strand und kam ebenfalls gerade wieder. Total überfordert von dem unsanften Start in den Tag, setzten wir uns mit Ophelia auf's Sofa und frühstückten erstmal. Denn dafür war in der Eile bisher noch keine Zeit gewesen. Ophelia frühstückte ebenfalls und durfte dabei Ihre Lieblingsserie Paw-Patrol gucken. Eine Geschichte über 5 Hunde die täglich den Leuten in Ihrer Stadt helfen und Probleme lösen. Der Titelsong der Serie hängt immer noch als Ohrwurm in unseren Köpfen. "Paw-Patrol, Paw-Patrol, whenever you're in trouble..."
Da Ophelia auf dem Festland ein neues Fahrrad bekommen hatte, machten wir uns gegen MIttag noch einmal auf den Weg Richtung Strand, damit Sie ihr neues Rad ausprobieren konnte. Das war garnicht so einfach, denn Ophelia wechselte von Laufrad zu einem richtigen Fahrrad mit Stützrädern. Sie wollte noch nicht ganz verstehen, dass das Fahrrad nur fuhr wenn Sie auch in die Pedalen trat. Statt den üblichen 15 Minuten Gehweg zum Strand, brauchten wir diesmal knapp 40 Minuten. Ophelia jammerte ständig "I'm stuck, I'm stuck." und wir mussten Sie den Großteil des Weges schieben. Nach einer ca. halbstündigen Pause am Strand ging es zurück zur Farm. Gegen 15.30 Uhr kam Irene von der Arbeit und übernahm die Betreuung von Ophelia wieder. Jojo und ich waren so kaputt, dass wir uns mit Pinky (dem kleinen Hund) ins Bett kuschelten und einen Mittagsschlaf machten. Aus der geplanten Stunde wurden leider 3 Stunden, sodass es schon wieder Zeit für's Abendessen war.
An diesem Abend gab es ganz einfach Nudeln mit Tomatensoße. Wir freuten uns aber sehr darüber, da wir in den letzten Tagen immer nur Reis und Kartoffeln gegessen hatten. Die Nudeln waren in diesem Moment quasi etwas besonderes. :)
Nachdem wir die ganze letzte Woche wirklich viel gearbeitet und alles dafür getan hatten, dass die Familie zufrieden mit uns war, waren wir etwas enttäuscht, dass die Familie so garnichts davon wertschätzte. Am Abend kam Thorsten dann aber doch noch einmal zu unserer Hütte und erwähnte ganz nebenbei "Ihr habt ja doch ganz schön viel geschafft.". Also waren die Wogen zuerst einmal wieder geglättet.
Vollgefuttert machten wir uns auf den Weg zum Strand um unseren abendlichen Spaziergang zu absolvieren. Mittlerweile haben wir uns richtig an unser kleines Spaziergängchen gewöhnt und lieben es. Es tut gut sich nach dem Abendessen noch etwas zu bewegen und vor dem Schlafen gehen noch einmal frische Luft zu schnappen.
Den Abend ließen wir mit einem Film im Bett ausklingen.

26.06.19
Auch heute pellten wir uns schon um kurz vor 8 aus dem Bett. Es war wieder ein Babysitter-Tag mit Ophelia angesagt. Also schmissen wir uns wieder in unsere Chill-Klamotten, setzen uns mit Ophelia aufs Sofa, welche natürlich schon wieder vor dem Fernseher saß und Paw-Patrol schaute. Wir frühstückten in Ruhe und machten uns danach wieder mit dem neuen Fahrrad auf den Weg zum Strand. Heute verstand die Kleine das System schon besser, jedoch mussten wir sie immer noch einen Großteil der Strecke schieben. Aber "Übung macht den Meister!" Nach dem Spaziergang hatte Ophelia Hunger und wollte einen Snack. Also schmierten wir uns alle 3 ein Ketchup-Sandwich und futterten es genüsslich.
Nachdem wir alle aufgegessen hatten, stellten wir unsere Teller in die Küche und wollten mit der Arbeit beginnen. Doch Ophelia ging das gegen den Strich. Ihr Teller sollte auf jeden Fall im Wohnzimmer bleiben. Das sonst ziemlich gut erzogene Mädchen fing an zu schreien und zu heulen. Nach einer ca 30-minütigen Diskussion, landete der Teller dann schließlich doch in der Küche. Puh, Kleinkinder können ganz schön anstrengend sein... Als Jojo um 15 Uhr zur Arbeit fuhr, nahm sie Ophelia mit und brachte sie zu Irene in die Schule. Ich machte mich auf, bereitete alles für den neuen Schweinestall vor, versorgte die Tiere, säuberte die Hasenställe und stellte fest, dass in der letzten Nacht Hasenbabys geboren waren. 9 winzig kleine zappelnde Wesen, noch ohne Fell. Ein Baby hat die Geburt leider nicht überlebt.
Nachdem Jojo von der Arbeit zurück kam, heute arbeitete sie das erste Mal im Eisladen, kochte sie uns ein leckeres Abendessen und wir machten unseren allabendlichen Strandspaziergang. Danach fielen wir wie immer müde ins Bett.
27.06.19
Wie die letzten Tage auch, standen wir früh auf, frühstückten und passten auf Ophelia auf. Wir saßen noch auf dem Teppich im Wohnzimmer, als plötzlich ganz gemütlich ein Huhn vor dem Wohnzimmerfenster entlang spazierte. Schnell sprangen wir auf um das Huhn wieder einzufangen. Wir jagten das Huhn kreuz und quer über das Grundstück bis wir es schließlich bei lautem, aufgeregtem Gackern der anderen Hühner einfingen und es wieder wohlbehalten zurück in sein Gehege brachten.
Nach der Hühnerjagd schnappten wir uns Pinky und Ophelia und gingen unsere gewohnte Strandrunde. Da wir dieses Mal ohne Fahrrad unterwegs waren, waren wir auch pünktlich wieder zurück, sodass Jojo um 14 Uhr bei der Arbeit sein konnte. Auch heute brachte sie Ophelia zu Irene zur Arbeit, also konnte ich in Ruhe den gewünschten Schweinestall bauen. Das war allerdings garnicht so einfach. Die Europaletten aus denen der Stall gebaut werden sollte, waren unglaublich schwer und ich musste sie alleine an Ort und Stelle schleppen, richtig aufstellen und vernünftig zusammenschrauben. Als Jojo wieder kam, hatten wir beide schlechte Laune, waren angestrengt von der Arbeit (bei Jojo war auch ziemlich viel los) und wollten am liebsten nur noch nach Hause. Nach ein paar Minuten Aufregung, Wut und Erschöpfung entschieden wir uns dazu uns wieder zu beruhigen und zu kochen. Ein leckeres Abendessen später war unsere Laune schon wieder besser. Natürlich liefen wir auch heute unsere kleine Runde und fielen völlig erschöpft ins Bett.
28.06.19
Am heutigen Freitag war Irenes letzter Arbeitstag. Also hieß es ein letztes Mal Babysitten. Nach dem üblichen Frühstück und Fernseh-Ritual durften wir uns Ophelias ärztlicher Untersuchung unterziehen. Mit Ihrem Stetoskop hörte Sie Herz und Lunge ab und behandelte anfallende Auffälligkeiten. Natürlich waren wir am Ende des Spiels alle putzmunter und gesund. Jojo musste heute schon um 11.30 Uhr arbeiten. Ophelia und ich machten es uns zur Aufgabe ein paar Beeren (Salmon-Berries), welche hier auf der Insel wirklich überall wachsen, zu sammeln und direkt aufzufuttern. Mhm..wirklich lecker.


Da ich allerdings noch einiges zu erledigen hatte, arbeitete ich an dem Schweinestall weiter, während Ophelia nebenan eine Sandburg baute. Thorsten hatte sich den Schweinestall am Abend vorher angeschaut und hatte noch einige Änderungswünsche. Es war wirklich nicht einfach diese wirklich schweren Paletten an Ort und Stelle zu bekommen, da der Untergrund an dieser Stelle noch stark bewachsen und ziemlich uneben war. Also musste ich Sträucher beschneiden, Wurzeln ausreißen und flache Ebenen schaffen. Während ich die Palette mit einer Hand an Ort und stelle hielt, versuchte ich mit der anderen Hand das Verbindungsbrett zu halten und anzuschrauben. Die Situation war wirklich "quickely" - wie Julian jetzt sagen würde, haha. Letztendlich war das Grundgerüst geschaffen. Um 16 Uhr kam auch Irene und übernahm Ophelia wieder. Ich erledigte noch ein paar Kleinigkeiten, brachte unsere Hütte auf Vordermann und machte mich schließlich auf den Weg um Jojo von der Arbeit abzuholen. Wir entspannten beide ein wenig, bevor Jojo uns ein leckeres Abendessen zauberte. Wir aßen und machten uns schließlich auf den Weg zum Strand. Heute war das Wetter einigermaßen gut und es sah nach einem wirklich schönen Sonnenuntergang aus. Wir suchten uns einen bequemen Baumstamm, setzten uns und bestaunten den Sonnenuntergang. Was dann geschah, war wirklich verrückt. Die Sonne war noch nicht ganz im Meer versunken, da zogen plötzlich dichte Nebelwolken auf. Innerhalb von 10 Minuten konnte man die Hand vor Augen nicht mehr sehen. Es war düster uns irgendwie unheimlich. Gerade war es doch noch so schön klar und sonnig?!
Schnell machten wir uns auf den Weg zurück zu unserer warmen Hütte und ließen den Abend mit einem Film im Bett ausklingen.


29.06.19
An diesem Samstag war für uns leider noch kein Wochenende angesagt. Auch heute fing Jojo um 11:30 Uhr an zu arbeiten und ich begann damit, den halben Wald abzuschneiden. Nächste Woche sollte ein Bagger kommen, welcher in diesem Waldstück einen Graben für einen Wassertank buddeln sollte. Nun, dieser Tag war wieder ziemlich eintönig. Ich schnitt Bäume und Äste und versorgte die Tiere. Erst als Jojo mit Thorsten von der Arbeit zurückkam, wurde er etwas spannender. SIe war noch fürs Abendessen einkaufen und hatte mir eine Überraschung mitgebracht. Es scheint wahrscheinlich für euch alle nicht wirklich besonders zu sein aber man kann sich sehr doll über ein kleines Paketchen Hackfleisch freuen. Da Jojo kein Fleisch isst, ernähren wir uns auf unserer Reise, auch aufgrund von Geldgründen, hauptsächlich fleischlos. Manchmal habe ich allerdings doch ziemlich Appetit auf Fleisch, also brachte Jojo mir als Überraschung ein Paket Hackfleisch mit und kochte eine leckere Bolognese-Sauce. Natürlich machten wir auch heute unseren kleinen Beach-Walk und schliefen nach einem Film im Bett, ziemlich schnell ein.
30.06.19
An diesem Sonntag war die Familie den ganzen Tag unterwegs. Sie waren jagen. Wir hingegen ließen den Tag entspannt angehen. Wir frühstückten in Ruhe, duschten und machten uns fertig. Jojo musste heute wieder um 11.30 Uhr arbeiten. Während Jojo in der "Stadt" Burger, Tacos und Eis verkaufte, machte ich mich wieder an den Schweinestall. Das war wirklich eine "Never Ending Story". Ich baute eine Hütte, in der die Schweine Schutz vor Regen und Wind finden konnten. Anschließlich fütterte ich alle anderen Tiere, sammelte Eier ein und versorgte alle mit Wasser. Nachdem Jojo am frühen Abend zurück kam, aßen wir zu Abend - es gab Reis mit Chili - und liefen wieder zum Strand. Ihr merkt, wir sind so langsam wieder im Alltag angekommen und es gibt nicht allzu viel Neues zu erzählen.
Wir versuchen euch trotzdem so gut es geht einen Einblick in unser Leben auf der Farm zu ermöglichen.


01.07.2019
An diesem Monag war für uns endlich Wochenende angesagt. Wir schliefen aus, frühstückten entspannt, schnappten uns das Auto und fuhren Richtung Stadt. Eigentlich wollten wir es uns im Cafè gemütlich machen um dort zu telefonieren. Leider hatten wir dabei nicht bedacht, dass heute "Canada Day" ist, also Feiertag. Zum Glück sind wir auf dem Weg in die Stadt am Flughafen vorbei gekommen und haben gesehen, dass das Café dort bis 14 Uhr geöffnet hat. Also fuhren wir zum Flughafen, holten uns im Flughafen-Café einen Kaffee und machten es uns gemütlich. Leider spinnte das WLAN zu Beginn ein wenig, doch nach ein paar Minuten funktionierte es einwandfrei. Wir telefonierten mit den Jungs und mit einigen anderen daheimgebliebenen und nutzten das gute WLAN um noch einige weitere Reiseziele zu googlen. Nachdem der Flughagen um 14 Uhr schloss, fuhren wir noch einmal im die Stadt um uns bei dem Eisladen, in dem Jojo arbeitet ein Eis zu besorgen. Während wir noch mit Jojo's Chef quatschten, genossen wir unser Eis und machten uns nach einer Weile zurück Richtung Tow Hill. Auf den Straßenschildern war der "Agate Beach" ausgeschildert, von welchem wir schon sehr viel gutes gehört hatten. Also fuhren wir einmal an unserer Straße vorbei in die andere Richtung und landeten 20 Minuten später nach einer Fahrt durch eine wirklich tolle "Baum-Allee" an einem wirklich schönen Strand. Leider bestand der strand nur aus "Agates", also Steinen. Hier war es also etwas schwierig zu laufen, weswegen unser Aufenthalt eher kurz ausfiel. Wieder zuhause angekommen, chillten wir noch ein wenig in unserer Hütte, entspannten und kochten uns letztendlich Abendessen. Heute gab es Bohnen-Gemüse mit Frikadellen. Nach unserem Strandspaziergang saßen wir noch ein wenig auf der Couch, backten Brötchen für den nächsten Morgen und gingen schließlich ins Bett.


02.07.2019
Heute geht unsere Arbeitswoche wieder los. Wir fuhren heute extra etwas früher in die Stadt, da wir uns nach einer SIM-Karte erkundigen wollten und noch einen Brief an unsere Omi abschicken wollten. Abends hatten wir mit Irene und Thorsten abgesprochen, dass wir mit dem Auto in die Stadt fahren. Gerade angekommen im SIM-Karten-Laden bekamen wir eine Nachricht von Thorsten, dass Irene sofort das Auto braucht um zu einem Arzttermin zu fahren. Warum spricht man sowas eigentlich vorher ab?
Jojo erledigte also die ganzen Sachen während ich total in Eile wieder nach Hause raste wo ich Irene noch im Schlafanzug auf dem Sofa vorfand. Da Ophelias Kindersitz noch in Thorstend Auto waren und die Beiden das vergessen hatten, musste ich spontan mal wieder auf sie aufpassen. Nachdem Irene dann irgendwann von ihrem Termin wiederkam, startete ich mit meiner Farmarbeit. Wieder Mal musste ich ungefähr den halben Wald abholzen, ein paar Bäume beseitigen, welche Thorsten am Tag vorher gefällt hatte und währenddessen versuchte ich so gut wie möglich, dem kopfüber hängendem Reh im Schuppen auszuweichen. Da die Familie am Wochenende jagen war, hingen sie das Reh auf bevor sie es schlachteten. Das war absolut nicht nach unserem Geschmack.
Da wir es uns in unserer Hütte so gemütlich machen wollten und unsere ständig im Weg stehenden Schuhe nervten, baute ich uns aus ein paar Holzlatten noch ein einfaches Schuhregal. Danach holte ich Jojo von der Arbeit ab. Ein wirklich anstrengender Tag.


03.07.2019
Nach dem Frühstück fuhren wir heute schon etwas früher in die Stadt um noch auf einen Kaffee und eine Stunde Wlan im Café vorbei zuschauen. Ich wollte den Flug für Julian, der uns im September wieder in Asien besuchen will, buchen und auch Jojo wollte ein paar organisatorische Dinge erledigen. Leider ging meine Kreditkartenzahlung nicht durch, sodass ich den Flug nicht buchen konnte und auch Jojo verbrachte die Stunde damit mit Mami und Omi zu telefonieren. Aber auch wenn wir in der kurzen Zeit im Wlan nicht immer das geschafft bekommen, was wir eigentlich vor haben, nutzen wir die Zeit doch meistens sinnvoll um mit unseren Lieben zu Hause zu quatschen.
Nachdem Jojo dann zur Arbeit musste, fuhr ich zurück zur Farm und erldigte meine Aufgaben für diesen Tag. Ich pflanzte Himbeeren und Erdbeeren, versorgte die Tiere und werkte mal wieder am Schweinestall.
Der Abend verlief wie gewohnt. Wir aßen zu Abend und liefen unsere Runde zum Strand und wieder zurück.

04.07.2019
Der Donnerstag startete wie gewohnt mit unserem Frühstück auf dem Sofa. Nachdem ich Jojo gegen 11 Uhr zur Arbeit gebracht hatte, pflanzte ich die Erdbeeren um, schnitt einige Sträucher hinterm Haus um den Weg zu den Gastanks wieder begehbar zu machen, pflanzte Kürbisse, verteilte frische Komposterde in den Beeten und und und...! Arbeit gibt es immer genug auf einer Farm. Glücklicherweise waren die Aufgaben heute nicht ganz so anstrengend. Auch Jojo hatte einen entspannten Tag auf der Arbeit, denn Dank des etwas bedeckten Wetters war auch im Eis-Shop nicht viel los.

05.07.2019
Freitags findet in Masset immer ein kleiner "Farmers Market" statt. Auch Irene wollte hier heute einige Pflanzen, Beeren und sogar Hasen und Hühner verkaufen. Wir entschieden uns dazu, sie zu begleiten. Natürlich war Ophelia auch mit von der Partie. Der Markt bestand aus ca. 6 kleinen Tischen an denen verschiedene Leute ihre Produkte verkauften. Von Malereien über Strick- und Stoffwaren, Kuscheltiere und Deko bis zu Pflanzen und Lebensmitteln war alles dabei. Wir bauten uns an einem Tisch in der Mitte auf und genossen die Atmosphäre und die Sonne, die an diesem Tag tatsächlich ordentlich knallte. Ich nutze den guten Handyempfang in der "Stadt" um Julians Flug zu buchen. Diesmal funktionierte es tatsächlich. Nach einer Weile bekam Ophelia Hunger, also liefen wir mit ihr zum Supermarkt und kauften auf Ihren Wunsch einen Apfel und ein Cupcake. Für uns gab es einen Iced Coffe To Go vom Café.


Jojo musste heute um 14 Uhr arbeiten und Ophelia und ich begleiteten Sie zum Eis-Shop um uns bei diesem schönen Wetter noch ein Eis zu genehmigen. Da auch der Markt um 14 Uhr endete, sammelte Irene Ophelia und mich auf dem Rückweg dort ein und wir fuhren zurück zur Farm. Heute stand der Abbau des alten Schweinestalls an, denn die Schweine waren gestern Abend in Ihren neuen Stall umgezogen. Nach ein paar Stunden Arbeit holte ich Jojo ab und wir kauften uns noch schnell etwas zum Abendessen ein. Heute gab es Bratkartoffeln mit Champignons und Sour Cream. Natürlich endete der Tag wieder mit einem Spaziergang am Strand.


07.07.2019
Auch Sonntags mussten wir natürlich wieder arbeiten. Nachdem die Familie morgens schon abgehauen ist, sind wir schon früh in die Stadt gefahren. Bevor Jojo arbeiten musste, gönnten wir uns noch einen Kaffee. Da ich heute keine Aufgaben bekommen hatte, saß ich noch ein bisschen bei Jojo's Arbeit und schaute dem bunten Treiben zu. Ich fuhr nochmal nach Hause, spazierte eine Runde am Strand entlang und räumte unsere Hütte noch einmal gründlich auf. Gegen 15 Uhr fuhr ich wieder zurück zu Jojo's Arbeit, gönnte mir einen Crispy Chicken Taco und genoss die Sonne. Nachdem Jojo um 16 Uhr Feierabend hatte, gönnte Jojo sich auch noch einen Taco und wir fuhren nach Hause. Wir reinigten noch die Hasenställe, bewunderten den Wachstum der Baby-Hasen und fütterten alle Tiere. Ein letztes Mal backten wir ein Brot und kochten uns Abendessen in unserer Hütte. Morgen ziehen wir tatsächlich um in die Stadt. Ein letztes Mal machten wir einen 2,5-stündigen Strandspaziergang und genossen noch einmal die Ruhe am Strand.

 


08.07.2019
Da wir gestern nichts mehr von der Familie gehört oder gesehen haben wussten wir nicht wann Thorsten uns in die Stadt bringen wollte. Wir standen also um 8 Uhr, mit Sack und Pack draußen und versuchten Thorsten zu finden. Das gestaltete sich nicht schwierig weil er uns schon direkt als er uns sah zurief, dass wir ihm schnell helfen müssten, da ein Bagger aufs Grundstück kommt und einen Graben buddeln soll. Da wir natürlich unsere Arbeitskleidung schon eingepackt hatten, stimmten wir mit Murren zu und schleppten sämtliche Pfosten und Fenster. Nachdem der Bagger kam, überredeten wir Thorsten dazu uns schon jetzt in die Stadt zu fahren. Wir verabschiedeten uns von der Familie, ein nicht besonders herzlicher Abschied und stiegen ins Auto. 10 Minuten später standen wir vor Ken's Haus. Ken zeigte uns das Haus und war relativ schnell wieder weg. Das Haus war wirklich groß. Es hat 6 Schlafzimmer, zwei Bäder, einen großen Wohn- und Essbereich und eine geräumige Küche. Auch ein Keller mit Waschmaschine und Trocker gehörte uns dazu. Da wir uns sehr nach einer Dusche sehnten, packten wir schnell unsere Rucksäcke aus und sprangen unter die Dusche. Es war schön wieder ein Badezimmer im eigenen Haus zu haben und nicht immer auf's Plumpsklo gehen zu müssen oder in einem anderen Haus zu duschen.


Da wir heute beide frei hatten, waren wir mal wieder zum Telefonieren verabredet. Also liefen wir ins Café und machten es uns gemütlich. Da wir beide noch nicht gefrühstückt hatten und es mittlerweile schon 12 Uhr war, genehmigten wir uns neben dem üblichen Kaffee noch einen Kürbis-Cranberry-Muffin. Mhmm...der war vielleicht lecker. Nach einer Stunde telefonieren mit Mama, Papa, René und Julian machten wir uns auf den Weg zum Supermarkt. Heute war anscheinend Tag der Gönnung. Also entschieden wir uns für zwei Tiefkühlpizzen zum Abendessen und ein 6er Bier um den Umzug zu "feiern". Wieder zurück im Haus fiel uns auf, dass wir das Waschmittel, weswegen wir eigentlich einkaufen waren, vergessen hatten. Also liefen wir zurück zum Supermarkt. Dank unserer super Wohnsituation ist der Supermarkt in knapp 5 Minuten Fußweg zu erreichen. Wir brachten das gekaufte Waschmittel schnell ins Haus und liefen zum Eis-Shop um den Tag der Gönnung noch mit einem leckeren Hot Fudge Sundae zu toppen. Wirklich ein Schmaus. Wir saßen eine Weile am Eis-Shop und unterhielten uns mit Jojo's Chef Mike.
Wieder im Haus machten wir uns an die Wäsche. Ihr glaubt garnicht wie sehr man sich über frisch gewaschene Wäsche freuen kann. Mhm...und jetzt duftet alles so schön! :) 3 Maschinen und einen Haufen frischer Wäsche später saßen wir mit Pizza und Bier vorm Fernseher und ließen den Abend genüsslich mit einer der vielen amerikanischen TV-Shows ausklingen.

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